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Deulux-Lauf: 200 Meter zu lang für Schmitz-Sieg

FOTO: Holger Teusch
Schnellste Frau und schnellster Mann aus Luxemburg beim silbernen Deulux-Lauf-Jubiläum: Vera Hoffmann und Yonas Kinde siegten im Hauptlauf über zehn Kilometer. 2092 Läufer hatten sich für das grenzüberschreitende Laufevent angemeldet. 1775 erreichten das Ziel. Wegen der nicht mehr passierbaren Fußgängerbrücke zwischen dem deutschen Metzdorf und dem luxemburgischen Moersdorf wurde erstmals durch Wasserbillig gelaufen. Holger Teusch

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer schickte zusammen mit ihrem Mann und Schirmherrn Klaus Jensen sowie dem luxemburgischen Sportminister Roman Schneider die Läufer auf die Zehn-Kilometer-Strecke. Doch der Deulux-Lauf blieb zum zweiten Mal in Folge fest in luxemburgischer Hand: Der aus Äthiopien stammende und im Großherzogtum lebende Yonas Kinde wiederholte am Samstagnachmittag in 30:43 Minuten seinen Vorjahressieg vor dem erst 19 Jahre alten Belgier Amaury Gouverneur (30:50) und Samuel Fitwi Sibhatu von der LG Vulkaneifel (31:32). Der Flüchtling aus Eritrea, der seit etwa einem halben Jahr bei Willy Oelert in Jünkerath trainiert, war damit bester Teilnehmer aus der Region Trier. Mit Alexander Bock vom Postsportverein Trier (PST) als Neuntplatzierten (32:26) schaffte es ein weiterer Läufer der Region unter die besten Zehn.

Bocks Vereinskameradin Nora Schmitz hatte den ersten Sieg einer Läuferin eines Trierer Vereins seit acht Jahren bereits vor Augen, als die 24-Jährige knapp 200 Meter vor dem Ziel noch abgefangen wurde. "Im ersten Augenblick war ich enttäuscht, aber beim Blick auf die Zeit kann ich nur zufrieden sein", sagte Schmitz. Erst einmal war sie schneller gelaufen, als die 36:13 Minuten beim 25. Deulux-Lauf. Mittelstrecklerin Vera Hoffmann, die wie Yonas Kinde für Celtic Diekirch startet, war sieben Sekunden schneller. Die 20-Jährige hatte im Juli den 30 Jahre alten luxemburgischen 1500-Meter-Rekord auf 4:19,37 Minuten verbessert. Mit Karin Schank kam auch die Drittplatzierte aus Luxemburg (37:31).

Die Alternativstrecke, die wegen der aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzbaren Brücke zwischen Metzdorf und Moersdorf gelaufen werden musste, wurde erwartungsgemäß unterschiedlich aufgenommen. Beispiel Siegerin Vera Hoffmann: "Ich fand die neue Strecke gut, bin aber die einzige in unserer Gruppe."

Mehr am Montag im Trierischen Volksfreund.

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