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Deulux-Lauf-Ausnahmegenehmigung für den Europäer

Deulux-Lauf-Ausnahmegenehmigung für den Europäer

Armand Welsch ist in diesem Jahr der dominierende Läufer der Region in der Altersklasse M50. Doch beim Bitburger-Läufercup könnte es für ihn noch einmal eng werden. Obwohl sein Verein LG Langsur am 10. November den Deulux-Lauf, das Cup-Finale, ausrichtet, darf der 50-Jährige deshalb trotzdem mitlaufen.

 Armand Welsch von der LG Langsur kämpft am 10. November beim Deulux-Lauf um den M50-Altersklassensieg im Bitburger-Läufercup.
Armand Welsch von der LG Langsur kämpft am 10. November beim Deulux-Lauf um den M50-Altersklassensieg im Bitburger-Läufercup. Foto: Holger Teusch

Es ist schon dunkel an diesem Dienstagabend, als Armand Welsch vom Laufen kommt. Fünfmal 1000 Meter in 3:20 Minuten auf der Deulux-Lauf-Strecke habe er trainiert, erzählt er frisch geduscht. Der 50-Jährige hat zwar vor elf Tagen in 1:23:00 Stunden die Halbmarathon-Altersklassen-Wertung der 50- bis 54-Jährigen (M50) beim Köln-Marathon gewonnen, aber auch nach diesem Erfolg ist die Saison für ihn noch lange nicht vorbei. "Mein Ziel ist natürlich der M50-Sieg beim Deulux-Lauf", sagt der Luxemburger. Damit würde Welsch auch im Bitburger-Läufercup in seiner Kategorie vorne liegen. Das Zehn-Kilometer-Rennen beim vom Trierischen Volksfreund präsentierten Deulux-Lauf ist auch Finalrennen der populären Cup-Veranstaltung.

Beim Deulux-Lauf mit seinen rund 2000 Startern wird jede helfende Hand gebraucht. Deshalb starten Mitglieder des Ausrichtervereins LG Langsur (LGL) normalerweise nicht. Doch für Welsch gibt es eine Ausnahmeregelung. "Beim Lauf in Bitburg musste ich dreimal gehen", erzählt der zweifache Familienvater. Das Rennen, ein Totalausfall. Eine Krankheit hatte sich angekündigt und Walter Paulus vom TV Hermeskeil kam Welsch in der Cup-Wertung noch einmal gefährlich nahe. "Normalerweise würde ich auch nicht mitlaufen", sagt Welsch. Nun will er beim Heimrennen alles klar machen.

Vom Helfen befreit ist der Luxemburger, der seit 32 Jahren mit einer Deutschen verheiratet ist und von sich selbst sagt, er sei Europäer, deshalb nicht. Beim Deulux-Lauf ist er seit 1994 im Führungsfahrzeug und bei der Technik im Einsatz. Seine Spezialität: Die Videos vom Lauf, die bei der Siegerehrung in der Halle gezeigt werden. "Ich kann mich erinnern, dass wir mit einem kleinen Fernseher und Videokassetten angefangen haben", erzählt Welsch. Am 10. November werden die Bilder über große Leinwände flimmern.

Wie viele andere LGL-Mitglieder wird Welsch von Mittwoch bis Freitag vor dem Deulux-Lauf nach seiner Arbeit als Techniker für Blockheizkraftwerke und Biogasanlagen in Luxemburg bis in den späten Abend beim Aufbau helfen. Und auch am Veranstaltungstag ist er natürlich im Einsatz. "Dann noch einen Zehner dazwischen zu knallen, schlaucht natürlich ganz schön", sagt der ehemalige Fußballer, der beim luxemburgischen Club FC Biwer 350 Ligaspiele absolvierte.

Zum Laufen kam Welsch, als er als 32-Jährige die Stollenschuhe an den Nagel hing. "Gegenüber von uns hatte ein Paar immer die Laufschuhe vor der Tür stehen", erzählt er. Es waren die LGL- und Deulux-Lauf-Mitbegründer Simone und Egbert Ries bei denen Welsch klingelte und fragte, ob er mitlaufen dürfe. Zu Bestzeiten von 34:27 Minuten (zehn Kilometer), 1:19:35 Stunden (Halbmarathon) und 2:52:26 Stunden (Marathon) brachte er es. In diesem Jahr will er zum zehnten Mal beim Bitburger-Silvesterlauf in Trier am Asselauf teilnehmen. Eines seiner schönsten Lauferlebnisse hat allerdings nichts mit Wettkampf zu tun: Beim Hospizlauf von Koblenz nach Trier habe er in diesem Jahr 125 Kilometer zurückgelegt und viele nette Menschen kennengelernt, erzählt Welsch.

Internet-Seite des Deulux-Lauf: http://www.deulux-lauf.de