Schallmauer geknackt: Weit über 2000 Läufer rennen beim Deulux-Lauf

Schallmauer geknackt: Weit über 2000 Läufer rennen beim Deulux-Lauf

Das vorweggenommende Silberjubiläum nannte Zielmoderator den 24. Deulux-Lauf. 2151 Läufer kamen am Samstagnachmittag in dem kleinen Grenzort an der Sauer beim deutsch-luxemburgischen Lauf ins Ziel - und zeigten ihre Solidarität mit den Terroropfern von Paris.

Rund 2000 Starter bei einem Zehn-Kilometer-Lauf sind schon ein eindrucksvolles Bild. Eindurcksvoll war am Samstagnachmittag auch, als diese Masse von Sportlern aus mehr als 30 Nationen für einen Moment innehielten und so den Opfern der Terroranschläge von Paris in der Nacht zuvor gedachten. Erst dann setzte sich das größte Läuferfeld in ein einem einzigen Laufwettbewerb, dass es im deutschen Teil der Region je gegeben hat, in Bewegung.

Der Deulux-Lauf zeigte, dass Sport trotz aller Konkurrenz verbindet. Der aus Äthiopien stammende Yonas Kinde war im Bitburger 0,0% Hauptlauf über zehn Kilometer in 30:48 Minuten vor dem viel Führungsarbeit leistenden Luxemburger Pol Mellina (30:48). Als bester Deutscher erreichte Andreas Keil-Forneck (TV Refrath) nach 31:40 Minuten das Ziel. Der Belgier Christoph Gallo lag in exakt 32 Minuten zwar 26 Sekunden vor Alexander Bock, doch dem Läufer vom Post-SV Trier reichte das, um die Gesamtwertung des Bitburger-Läufercups zu gewinnen. Der Deulux-Lauf ist traditionell der letzte Lauf der zehnteiligen Laufserie.

Blieb Pol Mellina der Sieg knapp verwehrt, so feierte die Familie durch seine Schwester Martine. Die 25-Jährige steigerte ihre Bestzeit um mehr als eine halbe Minute auf 36:10 Minuten. Nur ganz knapp, um sieben Sekunden, schrammte Nora Schmitz an ihrem Hausrekord vorbei. Die 23-Jährige vom Post-SV Trier ließ in 36:39 Minuten Vera Hoffmann (Luxemburg/37:21) hinter sich.

2151 Läufer im Ziel bescherten der ausrichtenden LG Langsur eine Steigerung des Teilnehmerrekords um fast 200 Sportler. Vor elf Jahren waren 1955 Zieldurchläufe gezählt worden. Allein über zehn Kilometer absolvierten 1777 Frauen und Männer aus mehr als 30 Nationen die Strecke, die je zur Hälfte durch Deutschland und Luxemburg führt.