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Eifelwetter bremst Fitwi und Co beim Saucony Inviational Hillesheim

Leichtathletik : Eifelwetter bremst, aber macht stärker

Der Spanier Youssef Taoussi gewinnt das Saucony Invitational Hillesheim in 14:00,91 Minuten. Lokalmatador Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel belegt in 14:17,73 Minuten den vierten Platz.

(teu) Es braute sich etwas zusammen am Montagabend in der Vulkaneifel. Es sollte das schnellste 5000-Meter-Rennen werden, das die Region je erlebt hat. Fast hätte es trotz widrigster Bedingungen sogar noch geklappt, Harald Norpoth, den Olympia-Zweiten von 1964, ein halbes Jahrhundert nach seinen 13:53,6 Minuten beim Trierer Pfingstsportfest 1971 zu entthronen. Aber ein Unwetter verhagelte dem knappen Dutzend Spitzenlangstrecklern um Lokalmatador Samuel Fitwi den Traum von Zeiten um 13:30 Minuten oder gar in der Nähe der 13:13,50 Minuten, die das Ticket nach Tokio, wo nach 1964 dieses Jahr zum zweiten Mal Olympische Spiele stattfinden sollen, sichern würde.

„Die Enttäuschung ist immer noch da“, sagt Samuel Fitwi am Morgen nach dem Unwetter-Rennen. In 14:17,73 Minuten belegte der 25-Jährige von der LG Vulkaneifel beim Saucony Invitational Hillesheim den vierten Platz hinter dem  Spanier Youssef Taoussi, der in 14:00,91 Minuten siegte, sowie dem Isländer Hlynur Andrésson (14:10,47) und Yorben Ruiter aus den Niederlanden (14:11,12).

Die Zeiten, Schall und Rauch angesichts von Regen, Hagel und stürmischen Wind. 13:35,56 Minuten lief Fitwi im vergangenen Jahr. Ausgelegt war das Tempo auf 13:25 Minuten. Im Westen drohte bereits dunkel die Unwetterfront, aber auch wenn der Wind bereits auffrischte, liefen die ersten fünf Runden nach Plan. In 2:41 Minuten führte Fitwis LGV-Kollege Jakob Gieße das Feld über die ersten 1000 Meter. Felix Wammetsberger spulte das Tempo weiter wie ein Uhrwerk ab. „Ich habe mich auf den ersten zwei Kilometern gut gefühlt. Wir sind perfekt mit 5:22 Minuten durch. Dann kam noch eine 64er-Runde“, erzählt Fitwi. Dann brachen Wind und Hagel über den Läufern zusammen. Die Temperatur stürzte auf wenige Grad über den Gefrierpunkt. Das Tempo auf knapp drei Minuten pro Kilometer.

Nachdem der Belgier Thomas Vanoppen nach 3000 Metern (8:22 Minuten) seinen Tempomacher-Job beendete, lief Fitwi allein gegen den Wind. Zunächst überholte Taoussi, kurz vor Schluss auch  Andrésson und Ruiter. „Wenn es ein Training gewesen wäre, hätte ich aufgehört“, sagt Fitwi. Aber in seinem Heimrennen war Aufgeben  keine Option. „Ich bin froh, dass so viele Jungs durchgelaufen sind“, lobt seine Mitläufer. Auch wenn die Zeiten nicht das waren, was man sich erhoffte. „Das macht hart“, meinte  Andrésson zu den Bedingungen.

Ähnlich sieht es auch Fitwis Trainer Yannik Duppich. „Man sieht keine guten Zeiten, aber es war ein Rennen, das alle weiterbringen kann. Solche Rennen machen einen stärker“, sagt der 30-Jährige, der auch Athlet auch Erfahrungen in den USA gesammelt hat. Trotz des Wetters, die Rückmeldungen seien positiv gewesen, sagt der Vorsitzende der LG Vulkaneifel, dessen Mitgliedsverein VfL Hillesheim örtlicher Ausrichter des 5000-Meter-Rennens war. Ob es zukünftig, dann ohne Corona und mit Zuschauern, ein hochklassiges Leichtathletik-Sportfest in der Eifel geben werde? „Durchaus möglich“, sagt Duppich.

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