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Einige Läufe in Region Trier sollen im Herbst trotz Corona stattfinden

Laufveranstaltungen : Läufe abseits der Absagen

Für Straßenläufer gibt es Hoffnung auf Rennen im Herbst. Sogar eine erste Rheinlandmeisterschaft in der Corona-Zeit ist im Gespräch.

Der Schweicher Fährturmlauf war die erste große Laufveranstaltung in der Region Trier, die wegen Corona abgesagt und vom März in den Herbst verschoben wurde. Aber auch am 4. Oktober wird nicht auf dem flachen Parcours entlang der Mosel gelaufen. Der Fährturmlauf, normalerweise große Zusammenkunft der Läufer-Szene, hätte komplett seinen Charakter verloren, erklärt der Vereinsvorsitzende Dirk Engel die Entscheidung des Lauftreffs Schweich. Problematisch wäre allein schon die Wendepunktstrecke mit dem Begegnungsverkehr gewesen. Ähnlich hätte es beim Pronsfelder Volkslauf ausgesehen, der, für den 26. September geplant, ebenfalls abgesagt wurde. Der Lauftreff Schweich lässt auch den ältesten Freundschaftslauf (keine Zeitmessung, kein Wettkampf) in diesem Jahr pausieren. Den Stefan-Andres-Lauf (geplanter Termin war der kommende Sonntag, 20. September) wird es erstmals seit 1988 nicht geben. Auch der Eifelsteiglauf (ebenfalls 20.9.) fällt aus.

Gegen den Trend stemmen sich aber auch einige Veranstalter. Allen voran die LG Meulenwald Föhren (LGM). Der Verein nutzte bereits Ende August die Straßen und Parkwege im Industriepark Region Trier (IRT) für einen ersten Zehn-Kilometer-Wettkampf unter corona-konformen Bedingungen. Das bedeutete einen enormen Aufwand mit sieben verschiedenen Zeitläufen innerhalb von etwa acht Stunden. Aber es funktionierte.

Am dritten Oktober-Wochenende soll nun auch das IRT-Läufermeeting an gleicher Stelle stattfinden. Der LGM-Vorsitzende und Laufwart des Leichtathletik-Verbands Rheinland (LVR) Wolfram Braun gibt sich optimistisch. „ Es ist möglich, dass, sofern wieder Zeitläufe stattfinden werden, die Veranstaltung auf zwei Tage entzerrt wird und bereits samstagnachmittags mit den ersten Läufen begonnen und dann sonntags fortgesetzt wird“, erklärt Braun, der sogar noch auf ein Bonbon hofft. Vor der Corona-Krise hatte die LGM den Zuschlag für die Rheinland-Straßenlaufmeisterschaften bekommen. Ende dieser Woche wird nun die Entscheidung des LVR-Präsidiums erwartet, ob am 17. und 18. Oktober im IRT die ersten Verbandstitelträger der Corona-Zeit gekürt werden (fünf Kilometer U 16, zehn Kilometer ab Altersklasse U 18 und älter).

Während Resultate der IRT-Rennen für Bestenlisten geeignet sind, gilt dies nicht für den Halbmarathon (21,1 Kilometer), den die Veranstalterfirma bunert Events aus Essen am 3. Oktober auf dem Gelände des Flugplatzes Bitburg durchführen will. Denn der Lauf ist nicht beim LVR angemeldet. Gestartet wird in Bitburg, wo auch die Möglichkeit besteht nur eine oder zwei der Sieben-Kilometer-Runden zu drehen, in Sechser-Gruppen mit zeitlichem Abstand. In Nordrhein-Westfalen gab es beim sogenannten Solo-Run in Dortmund und Mülheim mehr als 400 Teilnehmer (Internet).

Auch die älteste rheinland-pfälzische Laufserie soll unter Corona-Bedingungen fortgeführt werden. Die 45. Mosel-Crosslauf-Serie soll aus drei statt vier Veranstaltungen bestehen. Los gehen soll es am 24. Oktober in Breit. Eine Woche später (31. Oktober) ist das weitläufige Wiesengelände am Wintricher Moselufer Austragungsort und am 28. November Gladbach im Heckenland.