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Erfolgsrezept des Fährturmlaufs: Kompakt, familiär, heimatverbunden

Laufen : Erfolgsrezept: Kompakt, familiär, heimatverbunden

Die Organisatoren des Schweicher Fährturmlaufs glauben nach der Rekordveranstaltung am vergangenen Samstag noch Wachstumspotential.

Ein bisschen geahnt hatte Dirk Engel, dass der achte Fährturmlauf ein großer Erfolg werden könnte. „Ich hatte das Gefühl, die Veranstaltung Ende März und bei schönem Wetter, da kann es schon richtig viel werden“, erzählt der Vorsitzende des Lauftreff Schweich (LTS). Aber mit mehr als 1500 Anmeldungen und 1398 Läufern im Ziel, mit einem solchen Ansturm hatte man in der Stefan-Andres-Stadt am vergangenen Samstag dann doch nicht gerechnet. Damit pirschen sich die Schweicher an die größten Läufe der Region Trier heran und dürften dieses Jahr mindestens den sechsten Platz erobern (nach Trierer Stadtlauf (2018: 3408 Läufer im Ziel), Trierer Firmenlauf (3175), Wittlicher Firmenlauf (1982), Trierer Silvesterlauf (1691) und Trierer Schullaufmeisterschaften (1459)).

Natürlich freuen sich Engel und die rund 120 Helfer des Lauftreffs Schweich. „Aber angestrebt haben wir solch eine Zahl nicht. Wir entwickeln die Veranstaltung kontinuierlich in allen Details weiter“, sagt Engel und erzählt, dass bis auf die Zeitmessung (die von einer Trierer Firma durchgeführt wird) alles ehrenamtlich organisiert wird. „Ich denke, das kommt gut an.“

Der Schweicher Lauftreff-Vorsitzende Dirk Engel freute sich zusammen mit Volksfreund-Maskottchen Lucky besonders über viele Mädchen und Jungen in den Kinderläufen des achten Schweicher Fährturmlaufs. Foto: Holger Teusch

Man wolle familiär bleiben, ein Laufevent für die ganze Familie, von den Jüngsten über die Wettkampfläufer bis hin zur Fünf-Kilometer-Strecke ohne Zeitmessung bieten. Engel betont dabei das Wort Event. Der kompakte Zeitplan mit ineinander verschachtelten Rennen komme gut an und sorge für gute Stimmung im Schweicher Sportzentrum. Treibt aber auch Engels Puls regelmäßig in die Höhe. Denn während beispielsweise die Fünf-Kilometer-Läufer auf der Wendepunktstrecke an der Mosel unterwegs sind, müssen im Stadion zwei 400-Meter-Läufe durchgezogen werden. Alles ist minutiös durchgetacktet.

Das Resultat: Kaum Leerlauf für die Zuschauer, die am letzten März-Samstag dicht an dicht die Zielgerade säumten. So durften sich der Nachwuchs in den Volksfreund-Lucky-Läufen über viel Applaus freuen. Dass fast die Hälfte der Teilnehmer Mädchen und Jungen bis zwölf Jahren waren, ist kein Zufall. „Wir unternehmen viel hinsichtlich Kindergärten und Schulen. So halten wie zum Beispiel Sondertrainings dort ab“, erzählt der 49-Jährige. Mit dem Startgeld des Nachwuchses wird immer eine Schweicher Institution unterstützt. Diesmal die Kita Kinderland mit 1000 Euro. „Das motiviert. Wir nehmen die praktisch mit ins Boot“, sagt Engel. Zudem habe man natürlich das Glück an den Schulen und Kindergärten Lehrer und Erzieher zu haben, die der Veranstaltung positiv gegenüber stehen und sich entsprechend engagieren.

Eine 25-prozentige Teilnehmersteigerung wie in diesem Jahr erwartet natürlich in Schweich niemand. Das Ende der Fahnenstange ist aber noch nicht erreicht, glaubt Engel. Der Moselleinpfad verkraftet seiner Meinung nach noch 200 Zehn-Kilometer-Läufer mehr als die 514 am vergangenen Samstag. Bei den anderen Wettbewerbe sieht der LTS-Vorsitzende sowieso noch keine Engpässe. Den Bambinilauf werde man aber 2020 von vornherein (wie diesmal spontan) zweiteilen. „Von dem Andrang waren wir total überrascht worden!“

Bericht Fährturmlauf 2019

Fast die Hälfte der 1398 Teilnehmer im Ziel des achten Schweicher Fährturmlaufs gingen in den Volksfreund-Lucky-Läufen an den Start. Foto: Holger Teusch

Fotostrecke Fährturmlauf 2019