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Crosstriathlon
Erstmals Xterra-Crosstriathon in der Region Trier

 Außer in Schalkenmehren, wo am 3. August das zehnte Jubiläum gefeiert wird, gibt es in diesem Jahr mit dem Xterra Luxembourg einen zweiten Crosstriathlon in der Großregion.
Außer in Schalkenmehren, wo am 3. August das zehnte Jubiläum gefeiert wird, gibt es in diesem Jahr mit dem Xterra Luxembourg einen zweiten Crosstriathlon in der Großregion. FOTO: Holger Teusch
Rosport/Ralingen. Ein Belgier will am 1. September an der Sauer einen Crosstriathlon zur Qualifikation für die Xterra-Weltmeisterschaft auf Maui veranstalten. Für den Vulkan-Cross-Triathlon in Schalkenmehren vier Wochen vorher sei das keine Konkurrenz sagt dessen Organisationsleiter Lothar Kaspers. Von Holger Teusch

Jens Roth hat sich schon einmal angeschaut, was am 1. September auf ihn zukommt. „Ich war schon mit Roger Serrano auf der Strecke“, erzählt der 30 Jahre alte deutsche Crosstriathlon-Meister von Tri Post Trier von einer Trainingsfahrt mit seinem spanischen Sportsfreund. „Der Parcours ist technisch, aber auch konditionell anspruchsvoll“, sagt Roth über die Mountainbikestrecke des ersten in der Region geplanten Crosstriathlons der weltweiten Xterra-Serie mit Start und Ziel in Rosport.

Der luxemburgische Grenzort und Ralingen am gegenüberliegenden deutschen Sauerufer sollen Schauplatz des Xterra Luxembourg sein. Damit kommt erstmals ein Qualifikationsrennen für das Xterra-Weltfinale, das ähnlich wie beim Ironman-Triathlon im Herbst auf Hawaii stattfindet und den Status einer Weltmeisterschaft genießt, in die Großregion. Das Rennen gehört aber auch zur Xterra-Serie Benelux mit weiteren Station im belgischen Namur (8. Juni) und auf der niederländischen Wattenmeerinsel Ameland (14. September). Für die Besten dieser Dreierwertung sind ebenfalls Hawaii-Startplätze ausgelobt.

Das Hauptrennen in Rosport soll mit 1500 Meter Schwimmen, 30 Kilometer Rad fahren und zehn Kilometer Laufen nahezu genauso lang sein, wie ein olympischer Triathlon. Allerdings im Gelände! Geschwommen wird im Sauer-Stausee. Die Mountainbike-Strecke führt über luxemburgisches Gebiet über zwei 15-Kilometer-Runden mit insgesamt fast 1000 Höhenmetern. Nach dem Wechsel in die Laufschuhe ist geplant den kleinen Grenzfluss auf dem Stauwehr zu überqueren, um auf deutscher Seite eine etwa fünf Kilometer lange Runde zweimal zu bewältigen.

Seit 15. Januar ist die Online-Anmeldung unter www.xterra-luxembourg.lu geöffnet. Bis Ende Februar kostet die Startnummer 105 Euro. Danach wird es teurer. Zum Vergleich: Beim Vulkan-Cross-Triathlon (VCT) in Schalkenmehren bei Daun (Vulkaneifelkreis) am 3. August ist man ab 45 Euro dabei.

VCT-Organisationsleiter Lothar Kaspers sieht in dem neuen Crosstriathlon in Luxemburg aber nicht nur deshalb keine direkte Konkurrenz zur Veranstaltung in der Vulkaneifel. Im Gegenteil: „Es ist schön dass sich Xterra auch in den Benelux-Ländern ausbreitet“, sagt der 60-Jährige. „Eine Konkurrenz ist das für uns nicht. Die vier Wochen dazwischen sind genug.“ Gedanken mache er sich eher über die zeitgleich zum VCT in Berlin stattfindenden German Championchips unter anderem mit Triathlon- und Leichtathletik-DM sowie die Multisport Triathlon European Championchips in Rumänien.

Etwas skeptisch sieht Kaspers die Tatsache, dass hinter dem Xterra Luxembourg kein Einheimischer steht. Das mache die Organisation nicht leichter. Wenn man mit den örtlichen Begebenheiten und den Personen vor Ort vertraut sei, erleichtere das die Arbeit, weiß Kaspers aus eigener Erfahrung. „Wir drücken aber die Daumen!“

Florian Badoux ist der Mann, der hinter dem Xterra Luxembourg steht. Der 30-Jährige organisiert seit 2016 den Xterra Belgien in Namur und zeigt sich auch für das neue Rennen in den Niederlanden verantwortlich. „In Rosport wird es leichter zu organisieren sein, als in Namur in der Stadt“, glaubt Badoux. „Hier ist alles kompakter.“ Bereits kurz nach Öffnung der Online-Anmeldung lagen allein für die Hauptdistanz 38 Meldungen aus neun Nationen, vor allem aus Frankreich, vor. Badoux betont den touristischen Aspekt. Er erwarte am letzten Sommer-Wochenende bis zu 2000 Sportler und ihre Partner als Touristen an der Sauer.