736 Teilnehmer bei Schweicher Fährturmlauf-Premiere

736 Teilnehmer bei Schweicher Fährturmlauf-Premiere

Gelungene Rückkehr des Schweicher Volkslaufs in den Bitburger-Läufercup. Bei der Premiere des sogenannten Fährturmlaufs wurden 736 Läufer gezählt. Yvonne Jungblut von Spiridon Hochwald und Marc Kowalinski vom Post-Sportverein Trier (PST) siegten im Hauptlauf über zehn Kilometer.


Die Laufsaison hat gerade erst angefangen und Yvonne Jungblut hat ein Problem, ein Luxusproblem: "Eine 36-Minuten-Zeit war mein Jahresziel", erzählt die 35-Jährige. Bei ihrem ersten Zehn-Kilometer-Rennen in diesem Jahr, dem vom TV-Laufportal präsentierten Schweicher Fährturmlauf, pulverisierte sie ihre Bestzeit auf Anhieb: 36:34 Minuten zeigte die Uhr im Ziel - und eine überglückliche Yvonne Jungblut schien noch Stunden später wie auf einer Wolke zu schweben. Sie verbesserte ihren zwei Jahre alten Hausrekord um 47 Sekunden. "Ich habe vor dem Rennen noch an der Startnummernausgabe geholfen und war gar nicht so auf den Lauf fokussiert. Vielleicht war die Ablenkung gut", überlegte die Sportlerin von Spiridon Hochwald, die sich mit ihrer Leistung an die siebte Position der "ewigen" Bezirksbestenliste schob.

Beleg für die flache und schnelle Strecke: Die schnellste Frau war nur eine von Vielen, die sich vorgestern über Hausrekorde freuten. Der 19-jährige Alexander Bock vom Post-SV Trier (PST/33:17), seine noch jüngeren Vereinskollegen Andreas Theobald (19 Jahre/33:48), Hagen Betzler (15 Jahre/37:19) und Chiara Bermes (18 Jahre/39:21), aber auch TV-Laufkolumnist Rainer Neubert (40:29) liefen beispielsweise ebenfalls Bestzeit. Und dass, obwohl das Frühlingswetter pünktlich zum Laufstart umschlug. Auf der ersten Hälfte über den Mosel-Leinpfad nach Quint kämpften die Läufer mit starkem Gegenwind.

Kurioserweise genau deshalb setzte sich Marc Kowalinski an die Spitze. Nach drei Kilometern war der zweimalige Hallen-DM-Bronzemedaillengewinner seinen PST-Vereinskameraden Carlo Schuff und Dominik Werhan sowie dem Belgier Christoph Gallo wie abgesprochen Windschatten zu spenden. "Wegen des Winds habe ich die Schritte der anderen hinter mir nicht hören können. Als ich mich umgeschaut hatte, hatten ich schon einen Vorsprung - und dann bin ich den Schritt durchgelaufen", erzählte der 33-Jährige.

31:58 Minuten lautet Kowalinski Siegerzeit und damit der erste Fährturmlauf-Streckenrekord. Schuff (32:13) und Gallo (32:34) belegten die beiden weiteren Podestplätze. Werhan (33:06) wurde Vierter. Auch wenn Jungblut bei den Frauen eine Klasse für sich war, auch die zweitplatzierte Linda Betzler (Igel/LG Rhein-Wied/37:27) und Judith Olinger (PST/38:10) waren mit ihren Zeiten ebenso zufrieden, wie das Organisationsteam des Lauftreffs Schweich. Natürlich gab es die ein oder andere kleine Premierenpanne. So sackte bei einem Stromausfall der aufblasbare Zielbogen in sich zusammen. Helfer hoben den Bogen so weit an, dass der Zieleinlauf - wenn auch gebückt - frei blieb.

Insgesamt 736 Teilnehmer wurden bei der Fährturmlauf-Premiere des Lauftreffs Schweich mit Start und Ziel auf der Kunststoffsportanlage an der Mosel gezählt. Foto: Holger Teusch
Einen Becher Wasser zur Erfrischung konnte auch der ehemalige deutsche M40-Marathonmeister Dietmar Bier (Trierer Stadtlauf e.V.) nicht ausschlagen. Der 41-Jährige wurde in 33:39 Minuten Sechster. Foto: Holger Teusch
Yvonne Jungblut (2012 im Trikot von Spiridon Hochwald, seit 2013 Lauftreff Schweich, Startnummer 7) siegte bei der Schweicher Fährturmlauf-Premiere mit persönlicher Bestzeit von 36:34 Minuten vor Linda Betzler aus Igel (Startnummer 6) über zehn Kilometer. Foto: Holger Teusch
Der zweimalige Hallen-DM-Bronzemedaillengewinner Marc Kowalinski vom Post-SV Trier siegte bei der Premiere des Schweicher Fährturmlaufs in 31:58 Minuten im Bitburger-Hauptlauf über zehn Kilometer. Foto: Holger Teusch
Nach langer Verletzungspause zeigte Carlo Schuff (Post-SV Trier) als zweitschnellster des Zehn-Kilometer-Laufs wieder aufsteigende Form. Foto: Holger Teusch
Ein Stromausfall sorgte für einige Minuten dafür, dass der Zieleinlaufbogen von Helfern gestützt werden musste, damit die Läufer die Ziellinie mit den Kontaktmatten für die elektronische Zeitmessung überqueren konnten. Foto: Holger Teusch


Insgesamt knackten zwölf Läufer die 35-Minuten-Marke. 53 Frauen und Männer blieben unter 40 Minuten.