Ein Läufertraum: Tausend und ein Teilnehmer in Schweich

Ein Läufertraum: Tausend und ein Teilnehmer in Schweich

So schnell wurde zum Auftakt der Straßenlaufsaison noch nie in Schweich gerannt: Alexander Bock vom Post-SV Trier (PST) verbesserte den Zehn-Kilometer-Streckenrekord beim Fährturmlauf auf 31:10 Minuten. Seine Vereinskameradin Nora Schmitz egalisierte Yvonne Jungbluts drei Jahre alte Bestzeit von 36:34 Minuten.

Die Lokalmatadorin vom LT Schweich wurde in 37:01 Minuten Zweite. 1001 Teilnehmer zählte der Lauftreff aus der Stefan-Andres-Stadt. Mit so einer Zeit hatte Alexander Bock nicht gerechnet. Um 32 Minuten, ja das hatte er sich vorstellen können, dass er seine fast eineinhalb Jahre alte persönliche Bestzeit über zehn Kilometer dann aber gleich um 44 Sekunden auf 31:10 Minuten verbessern würde, damit hätte er nicht gerechnet. Christoph Gallo habe auf den ersten sechs Kilometern bei dem teilweise sehr störenden Wind an der Mosel mit fürs Tempo gesorgt. Der mit der Startnummer eins ins Rennen gegangene Belgier, verpasste nach dem dritten Platz 2013 und Platz zwei im vergangenen Jahr den Sieg wieder knapp. "Ich bin aber sehr zufrieden", so der dreimalige Gewinner des Bitburger-Läufercups, dessen erster Wertungslauf der Schweicher Zehner war, über seine Zeit von 31:41 Minuten. Auch der drittplatzierte Dominik Werhan (PST) freute sich über 32:34 Minuten.

Die Freude ins Gesicht geschrieben war auch den beiden schnellsten Frauen. Nora Schmitz (PST) war in 36:34 Minuten genauso schnell, wie Yvonne Jungblut vor drei Jahren. Die 23-Jährige egalisierte damit den Streckenrekord der Lokalmatadorin vom LT Schweich. "Heute war alles knapp", sagte Jungblut zu den vielen Sekunden-Endscheidungen beim vierten Fährturmlauf: Haarscharf blieb sie Streckenrekordhalterin und blieb bei ihrem Comeback nach halbjähriger Verletzungspause in 37:01 Minuten nur knapp über der 37-Minuten-Schallmauer. Nicht so gut mit Temperaturen um acht Grad und kaltem Ostwind kam Linda Betzler zurecht. Die Vorjahressiegerin wurde in 37:50 Minuten Dritte und wärmte sich in eine dicke Winterjacke eingepackt bei der Siegerehrungsfeier die Hände an einer Tasse heißen Kaffee.

Dass sie mit 1001 zum zweiten Mal in Folge eine vierstellige Teilnehmerzahl vermelden konnten, begeisterte die Verantwortlichen des LT Schweich. Denn der Fährturmlauf fand so früh wie selten im Jahr statt und die Wetteraussichten ließen zunächst nichts Gutes erwarten. Am Ende kam aber sogar die Sonne etwas durch und erst, als die Läufer die Siegerehrung im schmucken Bürgerzentrum verließen, fielen ein paar vereinzelte Regentropfen.

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