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Hoffnung auf Mosel-Crosslauf-Serie trotz Corona im Herbst

Laufveranstaltungen : Hoffnung auf Crosslauf-Serie

Auch in der Corona-Krise soll sich für die älteste rheinland-pfälzische Lauf-Serie nach 44 Jahren in Folge keine Lücke auftun. Es könnte zurück zu den Wurzeln gehen.

Je älter, je besser, das trifft nicht nur auf manchen Seniorenläufer zu, sondern auch für die Mosel-Crosslauf-Serie. Die älteste rheinland-pfälzische Serienveranstaltung dieser Art, eine der traditionsreichsten in Deutschland, beendete im Januar ihre 44. Auflage mit einem Teilnehmerrekord. Erstmals nahm eine vierstellige Läuferzahl an den vier Veranstaltungen teil.

Der Rekord wird bei der 45. Auflage nicht wackeln. Die Corona-Pandemie wird auch die Traditionsserie beeinflussen und natürlich sei es je nach Infektionslage denkbar, dass nicht gelaufen werden kann, heißt es aus dem Organisationsteam der Vereine LT Büdlich-Breit-Neurath, SV Gladbach, SV Wintrich und Wittlicher TV (WTV). Aber vorzeitig will man trotz aller Unwägbarkeiten die Flinte nicht ins Korn werfen. Am Mittwochabend traf sich der Kern des Organisationsteams zu einer Besprechung. „Als vorläufiges Ergebnis ist festzuhalten: Grundsätzlich können wir die Serie abgespeckt durchführen“, erklärte Uwe Kollmann vom LT Büdlich-Breit-Naurath.

Abgespeckt bedeutet zunächst einmal mit nur drei statt den üblichen vier Serienläufen. „Der WTV-Vorstand hat beschlossen, aus Gründen von Corona keine Veranstaltungen durchzuführen“, erläutert Kollmann. Außerdem ist der Start-Ziel-Bereich im Wittlicher Grünewald sehr beengt, was in der derzeitigen Situation von Nachteil ist. Dagegen stehen an den übrigen drei Standorten in Breit, Gladbach und Wintrich weitläufige Wiesengelände zur Verfügung. Als Termine sind der 24. oder 31. Oktober, der 28. November und der 5. Dezember anvisiert.

Dass sich bei den übrigen Veranstaltungen coronabedingt einiges ändern wird, liegt auf der Hand. Alles, was über das rein sportliche hinaus geht, dürfte wegfallen. Konkret: keine Umkleiden, keine Duschen, keine Siegerehrungen mit gemütlichem Beisammensein. Urkunden gab es auch bisher schon zum Ausdrucken im Internet. Ein bisschen hofft Kollmann noch darauf, dass zumindest die Serien-Sieger, vielleicht im Frühjahr 2021, geehrt werden können. „Da wir keine Sponsoren haben, werden die Serien-Siegerpreise etwas kleiner ausfallen. Es wird auch kein T-Shirt geben“, erzählt er.

Denn ohne Sponsoren ist man auf die Startgelder der Teilnehmer angewiesen. Und diese werden wegen wahrscheinlicher Starterlimits weniger sprudeln, als während der Rekordserie 2019/20. Zudem fallen Einnahmen aus Speisen- und Getränkeverkauf während der Siegerehrungen weg.

Änderungen dürfte es auch am Zeitplan und vielleicht auch dem Streckenangebot geben. Statt des gestrafften Ablaufs könnte es temporär zurück zu den Wurzeln der Crosslaufserie in den 1970er Jahren gehen mit mehr eigenen Rennen für einzelne Altersklassen und längeren Pausen. Das würde unabhängig von Starterlimits geringere Teilnehmerzahlen in den einzelnen Wettbewerben bedeuten. Zusammen mit der zeitlichen Streckung der Veranstaltung (beispielsweise von bisher rund zwei auf vier Stunden) wäre jeweils nur ein überschaubarer Personenkreis zu jedem Zeitpunkt vor Ort.

Bis nach den Sommerferien Ende August könne man sich mit der endgültigen Entscheidung Zeit lassen, erklärt Kollmann. Der Wille ist da, die 45. Mosel-Crosslauf-Serie corona-konform zu organisieren. Aber was Infektionsgeschehen und behördliche Auflagen und Genehmigungen angeht, liegt nicht alles in der Hand der Macher.