Im Advent mit dem Weihnachtsmann an der Mosel laufen

Laufen : Im Advent mit dem Weihnachtsmann laufen

Nachdem die Helfer im vergangenen Jahr vom Schneeschippen Blasen an den Händen hatten, hoffen die Organisatoren des Zeller Raiffeisenbank-Adventslaufs auf trockenes Winterwinter. Eine deutsche Meisterin hat bereits gemeldet.

Nach einem nervenaufreibenden Adventslauf 2017 soll der einzige Stadtlaufs an der Mosel zwischen Koblenz und Trier am zweiten Adventssonntag (9. Dezember) wieder entspannter, ohne Schnee ablaufen. „Wir haben letztes Jahr jede verfügbare Schneeschippe und jeden Besen in der Zeller Altstadt ausgeliehen“, erinnert sich Organisationsleiter Peter Schmidt. Schneefall in den Mittagsstunden kostete den Ausrichtern des Ruderverein Zell und der Läufergruppe des TSV Bullay-Alf knapp 200 Teilnehmer, die entweder erst gar nicht anreisten oder auf glatten Straßen steckenblieben (Teilnehmerrekord: 578 Läufer im Ziel).

Es wurde sogar über eine Absage der Rennen nachgedacht. Doch als die Stadtreinigung mit ihrem Räumfahrzeug über den Innenstadtparcours fuhr und der Schneefall nachließ konnte - wenn auch mit Verspätung - doch noch gelaufen werden. „Es war zwar anstrengend und mancher hatte vom Schneeräumen Blasen an den Händen, aber der 14. Adventslauf wird wohl am meisten in Erinnerung bleiben wird“, kann Murat Aydin vom Organisationsteam den Wetterkapriolen sogar etwas Gutes abgewinnen. Die Veranstaltung trotz der widrigen Bedingungen noch durchgezogen zu haben, habe zusammengeschweißt.

Nachdem der Zeller Raiffeisenbank-Adventstlauf im vergangenen Jahr bei winterliche Bedingungen mit Schnee über die Bühne ging, hofft Nora Schmitz (Startnummer 5, LC Euskirchen, bis 2017 PST Trier) als erste Läuferin auf den dritten Sieg in der Schwarze-Katz-Stadt. Foto: Holger Teusch, Unterm Bergfried 20, 54538 Bausendorf, Telefon 06532/954022/Holger Teusch

Aber natürlich hoffe man für den 9. Dezember auf trockenes Winterwetter. Zumal sich bereits einige starke Läufer angekündigt haben. Im sogenannten Raserlauf, in dem alle starten sollen, die fünf Kilometer unter 21 Minuten laufen können, hat sich Vorjahressiegerin Nora Schmitz vom LC Euskirchen angekündigt. Die Trierer Stadtlaufsiegerin und Köln-Marathon-Vierte kann damit nach ihren ersten Plätzen 2015 und 2017 als erste Athletin überhaupt zum dritten Mal in Folge den Zeller Raiffeisenbank-Adventslauf gewinnen. Schmitz würde an dem Marathon-Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmerinnen Katharina Heinig (Frankfurt, Adventslauf-Siegerin 2009 und 2016) und Susanne Hahn (Meckenheim, 2006/07) vorbeiziehen.

Leicht wird es für sie aber nicht. Mit Majtie Kolberg hat sich die beste deutsche 800-Meter-Nachwuchsläuferin angesagt. Die 19-Jährige aus Ahrweiler holte draußen wie drinnen die nationalen Mittelstreckentitel und schaffte es bei den Junioren-Weltmeisterschaften gegen die starke afrikanische und amerikanische Konkurrenz bis ins Halbfinale.

Kolberg ist schon seit frühster Jugend Gast beim Adventslauf. Ihr Trainer Leo Monz-Dietz, der kürzlich vom Leichtathletik-Verband Rheinland als Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde, schickt gerne junge Läufer an die Mosel. Beim Zeller Adventslauf könne man bei der stimmungsvollen Citylauf-Atmosphäre viel Motivation tanken.

Nachdem das Organisationsteam des Zeller Raiffeisenbank-Adventstlauf im vergangenen Jahr winterliche Bedingungen mit Schnee gemeistert hat, hoffen die Macher von RV Zell und Läufergruppe des TSV Bullay-Alf am 9. Dezember auf trockenes Winterwetter. Foto: Holger Teusch, Unterm Bergfried 20, 54538 Bausendorf, Telefon 06532/954022/Holger Teusch

Das gilt nicht nur für die Besten. Es gibt drei Kinder- und Jugendläufe über 200 Meter, 560 Meter und 1050 Meter. Im Staffellauf (vier Mal Adventslaufrunde von knapp einem Kilometer) können Arbeitskollegen, Familien, Freunde, aber natürlich auch Vereine mitlaufen. Weitergegeben wird von Runde zu Runde kein Staffelstab, sondern ein Plüschschaf. Wegen der Atmosphäre führt die Jahresabschlussfahrt des SV Sonsbeck seit 2004 für ein Wochenende nach Zell. „Am Vorabend werden wir wieder die Staffeln zusammenknobeln“, sagt Robin Schäfer vom nordrhein-westfälischen Verein.

Über fünf Kilometer gibt es außer dem Raser- den Genießerlauf. Schneller als 21 Minuten solle man als Genießer nicht laufen, betont Paul Hammes von der Läufergruppe des TSV Bullay-Alf. Das mache auch der prominenteste Mitläufer nicht: Der Weihnachtsmann joggt Süßigkeiten verteilend ebenfalls mit.

Internet: www.adventslauf.net

Mehr von Volksfreund