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In jeder Hinsicht besonders: der erste Trierer Frauenlauf

Laufpremiere : In jeder Hinsicht besonders: der erste Trierer Frauenlauf

Mit dem ersten Edith-Lücke-Frauenlauf am 23. August komplettiert Trier sein Angebot an Laufveranstaltungen. Die Fünf-Kilometer-Strecke an vielen Sehenswürdigkeiten wurde gestern vorgestellt.

Mit der Organisation von Laufveranstaltungen hat der Verein Silvesterlauf Trier oder genauer deren Mitgründer Berthold Mertes und Norbert Ruschel mehr als 30 Jahre Erfahrung. Aber bei den Vorbereitungen zum ersten Trierer Frauenlauf machten die erfahrenen Lauf-Macher neue Erfahrungen, erzählte Edith Lücke gestern bei der Präsentation der für den 23. August geplanten Premiere. „Berthold war schon etwas unentspannt“, plauderte die Inhaberin der gleichnamigen Trierer Parfümerie. Denn Frauen nehmen es bei der Auswahl und Gestaltung der Laufshirts etwas, viel genauer, als Männer. Etwa eine Handvoll Muster stand zur Auswahl. Nur unter Männern wäre da wohl schnell eins durchgewunken worden. Doch das T-Shirt, das alle Teilnehmerinnen des ersten Edith-Lücke-Frauenlaufs am 23. August erhalten, soll ja etwas Besonderes sein. Und so dauerte die Auswahl etwas länger, als die (männlichen) Lauforganisatoren es beispielsweise vom Silvesterlauf gewohnt sind.

Der Frauenlauf am 23. August ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Nicht nur weil die Premiere einer solchen Veranstaltung für Frauen und Mädchen in Deutschlands ältester Stadt wird. Startete der erste Trierer Stadtlauf vor dem Amphitheater, so dürfen sich die Läuferinnen für Start und Ziel sogar in die antike Arena. Die Strecke führt aus dem Nordtor des Amphitheaters über die Bergstraße auf den Alleenring, vorbei an Blauer Lagune und Balduinsbrunnen zur Porta Nigra. Die Karl-Marx-Statue wird ebenso passiert, wie natürlich Hauptmarkt, Dom und Liebfrauenkirche und Kaiserthermen.

Premiere wird der Frauenlauf auch für ein neues Zeitmess-System. Statt mit Startnummer rennt jede Läuferin mit dem Frauenlauf-Shirt. Für die Zeitmessung gibt es einen Chip , der am Schuh befestigt wird und anschließend eingesammelt wird. Weil die Chips laut Mertes wiederverwendet werden, sei das nachhaltiger als Chips in Startnummern und einfacher zu handhaben als Kauf-/Leihchipvariante.

 Edith Lücke (links) präsentierte das Shirt des nach ihr benannten ersten Trierer Frauenlaufs am 23. August in Trier und gab symbolisch den Startschuss für Anmeldung und Laufkurse.
Edith Lücke (links) präsentierte das Shirt des nach ihr benannten ersten Trierer Frauenlaufs am 23. August in Trier und gab symbolisch den Startschuss für Anmeldung und Laufkurse. Foto: Holger Teusch

„Auf dem Markt und am Dom sind wir mit der genauen Linienführung noch nicht ganz klar, weil es am Ende exakt fünf Kilometer sein sollen“, erklärte Mertes, dass an den Feinheiten der Strecken noch gearbeitet wird. Denn auch wenn Frauen oft weniger verbissen und leistungsbetont Sport treiben wie Männer, „die Strecke wird bestenlistentauglich. Wer also rennen will, kann das tun.“ Gesa Krause werde aber leider nicht starten können, kam Mertes allen Fragen nach der Hindernislauf-WM-Bronzemedaillengewinnerin zuvor. Denn im August haben für die Vorzeigeathletin des Silvesterlauf-Vereins erst die Olympischen Spiele und dann die Europameisterschaft Priorität.