ING Night Marathon: Heißes Läuferfest in Luxemburg

Luxemburg-Marathon : Heißes Läuferfest im Großherzogtum

Im dritten Anlauf feierte der Kenianer John Kipkorir Komen seinen dritten Sieg beim ING Night Marathon Luxemburg. Bei den Frauen lag die ehemalige Kröver Mitternachtslaufsiegerin Betty Chepkwony vorn.

Betty Chepkwony und John Kipkorir Komen wissen beide, wie es nachts einen Laufsieg zu feiern. Komen hatte beim Nacht- oder besser Dämmerungs-Marathon durch die luxemburgische Hauptstadt bereits zweimal (2015/16) gewonnen. In den Folgejahren biss sich der Kenianer die Zähne aus. Am Samstagabend, im für Marathonläufer symbolträchtigen Alter von 42 Jahren (die Marathonstrecke ist 42 Kilometer und 195 Meter lang) gelang ihm endlich der dritte Sieg.

Nach den ersten zehn, meist abwärts von der Luxexpo auf dem Kirchberg ins Stadtzentrum führenden Kilometern (31:19 Minuten), lag noch eine große Spitzengruppe zusammen. Diese löste sich bei Temperaturen um 25 Grad und in der angeheizten Stimmung von vielen Tausenden Zuschauern nach und nach auf. Nach der Hälfte der Distanz (1:06:01 Stunden) lief nur Joseph Kyengo Munywoki noch neben Komen. Im mit zahllosen Riesen-Lampions beleuchteten Pétrussetal, dem tiefsten Punkt des Parcours, setzte sich Komen entscheidend auch von seinem letzten verbliebenen Landsmann ab. Nach 2:16:03 Stunden Laufarbeit durfte er feiern, wie es Tausende dicht an dicht stehende Zuschauer im Zentrums Luxemburgs bereits den gesamten lauen Sommerabend taten.

Marina Wierz vom LT Schweich war als fünftschnellste Frau auf der Halbmarathondistanz die beste Teilnehmerin der Region Trier beim mit 16 000 Teilnehmer besetzten ING Night Marathon Luxembourg. Foto: Holger Teusch

Gute Stimmung am Streckenrand an einem Sommerabend kennt auch Betty Chepkwony. Allerdings war die Kenianerin das erste Mal beim Luxemburg-Marathon dabei. Ihre Nachtlauf-Erfahrung hat die 24-Jährige als Siegerin beim Kröver Mitternachtslauf vor zwei Jahren gesammelt. An die Mosel zurückkommen wird Chepkwony nach ihrem Marathonsieg in 2:38:53 Stunden allerdings genauso wenig wie sie Luxemburg in Ruhe statt im Laufschritt besichtigen konnte. Bereits am Sonntagmorgen ging es zurück nach Kenia.

Während das Marathonrennen wieder ganz in der Hand der Ostafrikaner war, siegten mit Liz Nepper (1:25:20 Stunden) und Justin Mathieu  (1:10:27) auf der halben Distanz eine Luxemburgerin und ein Belgier. Marina Wierz verpasste als Fünftplatzierte in 1:33:05 Stunden nur knapp den Sprung aufs Podium. Den ersten Streckenabschnitt über das Kirchberg-Plateau habe sie mit einem Kilometer-Schnitt unter vier Minuten zu schnell in Angriff genommen. „Ich habe dann sehr schnell gemerkt dass mein Körper das noch nicht gewohnt ist. Es war viel zu heiß.“ Auf der zweiten Hälfte musste Wierz kämpfen und zwei Luxemburgerinnen passieren lassen. „Ich bin zufrieden für die harten Bedingungen“, erklärte die Läuferin vom LT Schweich. „Die Stimmung war wie immer top. Ich hatte das Gefühl, es war noch mehr los als sonst“, zeigte sie sich von der Atmosphäre von diesmal 72 Musikbands, Kapellen und DJs begeistert.

Viel Wasser verbrauchten die 16 000 Teilnehmer beim 14. ING Night Marathon Luxembourg. Foto: Holger Teusch

Durch Wierz auf der Halbmarathon-Distanz sowie Elke Schmitz von der LG Pronsfeld-Lünebach (1. W 50 in 4:02:05 Stunden) und Irmgard Mann vom TV Bitburg (1. W 65 in 5:33:38) gab es diesmal drei Altersklassensiege für den ehemaligen Regierungsbezirk Trier bei der mit 16 000 Anmeldungen größten Laufveranstaltung der Großregion.

Ergebnisse:

Frauen, 21,1 km: 1. Liz Nepper (Luxemburg) 1:25:20 Stunden, 2. Jackie Mores (Luxemburg) 1:30:00, 3. Amélie Franc (Frankreich) 1:30:41, 4. Runa Egilsdottir (Luxemburg) 1:32:13, 5. Marina Wierz (LT Schweich/1. W 20) 1:33:05, 18. Sara Schumacher (Trier/IPConcept) 1:40:20, 22. Maëlynn Dussaucy (LT Schweich/Moutarderie de Luxembourg) 1:40:59, 33. Evelyn Schmitz (Die Eifelläufer) 1:42:28, 40. Gina Breuer (Kuehne & Nagel) 1:45:43 (brutto 1:46:46) , 47. Celina Gretz (LG Pronsfeld-Lünebach) 1:46:43 (brutto 1:47:50), 51. Gerline Helten (Maar-Läufer Daun) 1:44:48 (brutto 1:48:18), 55. Sabine Häbel (PST Trier) 1:44:51 (brutto 1:49:28).

42,195 km: 1. Betty Chepkwony 2:38:53 Stunden, 2. Rebby Cherono Koech 2:39:27, 3. Sarah Jerop Lagat 2:41:46, 4. Anita Kiptum Jepchumba 2:44:19 (alle Kenia), 5. Karin Schank (Luxemburg/1. W 45) 3:05:21, 19. Kerstin Kotz (Team Sattelfest) 3:51:55, 25. Carina Weber 3:53:36, 26. Elke Schmitz (LG Pronsfeld-Lünebach/1. W 50) 4:02:05, 33. Petra Schneider (LG Pronsfeld-Lünebach) 4:09:37, 38. Alexandra Harig 4:12:19, 44. Verena Pinten (Winringen) 4:12:33.

Männer, 21,1 km: 1. Justin Mathieu (Belgien/1. M 30) 1:10:27 Stunden, 2. Christophe Kass (Luxemburg/1. M 35) 1:11:30, 3. Yannick Lieners (Luxemburg) 1:13:02, 11. Oliver Ewen (PST Trier/2. M 35) 1:17:14, 40. Thomas Ernsdorf (LT Schweich) 1:25:00, 53. Tilo Hossbach 1:25:55, 63. Michael Beck (SV Palzem-Wehr) 1:27:12, 74. Ge An (Osburg) 1:27:58, 77. Michael Spanner 1:28:18, 88. André Wilhelms (PST Trier) 1:28:52, 110. Alex Kober (SC Niederstadtfeld) 1:30:16, 134. Michael Düro (Tri Post Trier) 1:31:56.

42,195 km: 1. John Kipkorir Komen (1. M 40) 2:16:03 Stunden, 2. Joseph Kyengo Munywoki 2:18:53, 3. Philip Kiplagat Birech 2:20:16, 10. Matthias Geistor (CSL) 2:53:25, 14. Matthias Vossler (InterFaith/1. M 50) 2:57:31, 22. Mario Reimer 3:07:09, 43. Jürgen Wagner 3:18:02, 45. Florian Ganz 3:18:40 (brutto 3:19:29), 44. Michael Klein 3:18:26 (brutto 3:19:39), 48. Stefan Halfen (DJK Dockendorf) 3:18:39, 53. Christian Reiter (getFit Trier) 3:19:50, 70. Andreas Wagner (BBH) 3:24:41, 90. Matthias Wagner 3:26:33, 94. Nicolay Schmitt 3:26:50.

Staffelmarathon, 42,195 km: 1. Christian Therwer Laaf an Sprintschoul 2:34:29 Stunden, 2. Go hard or go home 2:35:44, 3. Free the turtles 2:52:29.

Anmerkung: Angegeben sind die Nettozeiten vom individuellen Überqueren der Startlinie bis ins Ziel. Gewertet wurde aber nach Bruttozeit (startet beim Startschuss).

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