Erst Rad fahren, dann laufen IRT-Läufermeeting: Müller macht den Weg für Rekord frei

Föhren · Noch nie kamen so viele Sportler beim IRT-Läufermeeting der LG Meulenwald Föhren ins Ziel. Wie Lokalmatador Martin Müller über fünf Kilometer den Weg für nationale Nachwuchsspitzenzeiten freimachte.

489 Läufer laufen beim IRT-Läufermeeting in Föhren
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589 Läufer laufen beim IRT-Läufermeeting

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Foto: Holger Teusch

Erst aufs Fahrrad, dann in die Rennschuhe, Martin Müller hatte beim elften IRT-Läufermeeting seines Vereins LG Meulenwald Föhren wieder ein volles Programm. „Natürlich mit Helm“, betonte der 32-jährige Trierer, fuhr er im Ein-Kilometer-Kinder- und auch beim Fünf-Kilometer-Rennen vorneweg, um als Führungsfahrradfahrer den Weg zu weisen. „Auf der zweiten Runde beim Fünfer hat man da schon einiges zu tun“, erklärte der amtierende Rheinlandmeister im Halbmarathonlauf. Überrundete Läufer bat Müller, auf den Parkwegen rechts zu laufen, damit die Spitzengruppe problemlos dem Ziel entgegenlaufen konnte.

Erst fuhr Martin Müller (rechts) von der LG Meulenwald Föhren beim IRT-Läufermeeting über 1000 Meter und fünf Kilometer das Führungsfahrrad, dann belegte der 32-Jährige hinter Alexander Bock (LC Rehlingen, links) und Andreas Theobald (PST Trier, Mitte) über zehn Kilometer den drittne Platz.

Erst fuhr Martin Müller (rechts) von der LG Meulenwald Föhren beim IRT-Läufermeeting über 1000 Meter und fünf Kilometer das Führungsfahrrad, dann belegte der 32-Jährige hinter Alexander Bock (LC Rehlingen, links) und Andreas Theobald (PST Trier, Mitte) über zehn Kilometer den drittne Platz.

Foto: Holger Teusch

Die Zeiten, die auf der immer beliebter werdenden kurzen Distanz erzielt wurden, waren nämlich wieder nationaler Spitzenklasse beim Nachwuchs. Der 18-jährige Lennart Zehfeld vom LC Rehlingen lief in 15:01 Minuten IRT-Streckenrekord und die viertschnellste Zeit eines deutschen U 20-Juniors in diesem Jahr. Sogar nur um sechs Sekunden die deutsche Jahresspitze bei den 15-Jährigen verpasste Lya Bourgund in 18:21 Minuten. Für die Deutsche U 16-Meisterin über 3000 Meter war es bereits der zweite Erfolg in Föhren. Vor der Corona-Pandemie siegte sie als Elfjährige im Ein-Kilometer-Kinderlauf. Ein Vorbild für die rund 100 Mädchen und Jungen, die diesmal diese Strecke in Angriff nahmen.

Obwohl über zehn Kilometer mit Jenny Gloden und Anny Wolter gleich zwei luxemburgische Meisterinnen am Start waren, gab es keinen Doppelsieg fürs Großherzogtum. LUX-Hindernislaufrekordlerin Gloden setzte sich zwar in 37:40 Minuten durch, sowohl Michelle Bauer (38:39) als auch Tine Hausmann (39:27, beide LT Schweich) überholten Wolter (39:54) auf der zweiten Hälfte noch. Schnellster Mann war Alexander Bock. Zwei Wochen, nachdem der ehemalige PST-Trier-Läufer (jetzt LC Rehlingen) beim Berlin-Marathon erstmals die 2:20-Stunden-Schallmauer durchbrochen hatte, ließ der 31-Jährige in 32:35 Minuten Andreas Theobald (PST Trier/32:45) hinter sich. Martin Müller (33:08), der das Fahrrad gegen die Laufschuhe getauscht hatte, wurde Dritter.

 Erst fuhr Martin Müller von der LG Meulenwald Föhren beim IRT-Läufermeeting seines Vereins als Führungsfahrradfahrer im Kinderlauf und Lennart Zehfelds Fünf-Kilometer-Streckenrekordlauf vorneweg, dann wurde der 32-Jährige Dritter (im Lauf) über zehn Kilometer.

Erst fuhr Martin Müller von der LG Meulenwald Föhren beim IRT-Läufermeeting seines Vereins als Führungsfahrradfahrer im Kinderlauf und Lennart Zehfelds Fünf-Kilometer-Streckenrekordlauf vorneweg, dann wurde der 32-Jährige Dritter (im Lauf) über zehn Kilometer.

Foto: Holger Teusch

Dass der Herbstlauf mit 489 Läufern im Ziel ein Allzeithoch erreichte, zeigt für Meulenwald-Chef Wolfram Braun, dass Schwarzmalerei bei den Lauf-Teilnehmerzahlen nicht angesagt ist: „Über zehn Kilometer ist noch deutliches Potential nach oben. Erfreulich ist aber die Entwicklung auf den anderen Distanzen. 489 Finisher, das ist Ansporn im kommenden Jahr die 500er-Marke zu knacken!“