Laufen im grünen Industriegebiet

Vor 30 Jahren kamen die Läufer aus den Wäldern und eroberten die Städte. Die LG Meulenwald Föhren organisiert am Samstag (11. Oktober) in einem Industrie- und Gewerbegebiet - aus praktischen Überlegungen. Das vom Trierischen Volksfreund präsentierte IRT-Läufermeeting ist erstmals Teil des Bitburger-Läufercups.

Wolfram Braun ist von der Idee des Laufs durch den Industriepark Region Trier (IRT) überzeugt: "Der Riesenvorteil, den wir haben, ist das Kompakte", sagt der Vorsitzende der LG Meulenwald Föhren (LGM). Nur etwa 300 Meter Fußweg seien nötig, damit die Zuschauer beim Zehn-Kilometer-Rennen die Läufer fünfmal sehen. Auch für die Sportler ist es eine Veranstaltung der kurzen Wege. Anmeldung und Siegerehrung liegen weniger als 100 Meter vom Start entfernt.

Dass die LGM sich das IRT-Gelände für ihre nach dem Bendersbachtal-Freundschaftslauf im Frühjahr zweite Laufveranstaltung ausgesucht hat, liege an der guten Infrastruktur und den absolut ebenen Laufstrecken. Wer beim Industriepark an breite, graue und eintönige Straßen denkt, liegt falsch. Große Teile der Strecken führen über Fußwege durch die parkähnlich angelegten Grünflächen des IRT. Auch auf den Straßen, die genutzt werden, dominiert Grün beziehungsweise das bunte Herbstlaub der vielen Bäume am Straßenrand. "Starker Wind ist das Einzige, was da oben stört", sagt Braun.

Durch die spezielle Streckenführung (über zehn Kilometer eine große Runde und eine als Acht geführte Schleife) komme man als kleiner Verein (57 Mitglieder) mit wenigen Streckenposten aus. Im Hauptlauf werden den Teilnehmern beispielsweise dreimal Getränke gereicht. Immer an ein und derselben Verpflegungsstation. Insgesamt werde man etwa 60 Helfer im Einsatz haben, sagt Braun. Außer denen des Ausrichtervereins kommen diese von der Freiwilligen Feuerwehr und dem Musikverein Föhren, der AWO und dem Malteser Hilfsdienst, der die Sanitäter stellt.

Nachteil des IRT als Standort für eine Laufveranstaltung: Es gibt nur begrenzt Duschen. Während sich die Sportlerinnen im Ärztehaus duschen können, werden für die Männer Duschzelte der Trierer Feuerwehr aufgestellt. "Damit sind natürlich auch Kosten verbunden", sagt Braun: 1400 bis 1500 Euro des etwa 5000 Euro umfassenden Budgets.

Zwar gehört das sogenannte IRT-Läufermeeting erstmals zum Bitburger-Läufercup, weil der LGM gegenüber der Premiere im vergangenen Jahr ein Hauptsponsor abgesprungen ist, wäre Braun mit einer schwarzen Null in der Endabrechnung zufrieden. "Wir brauchen 250 Leute im Hauptlauf und 70 im Drei-Meilenlauf mit der IRT-Firmenwertung", erklärt der Vereinsvorsitzende. Insgesamt hoffe er auf 500 Starter. "Aber das momentan ist das Risiko."

Programm IRT-Läufermeeting:
13 Uhr Bambini (Jahrgänge 2009 und jünger, 500 Meter)
13.10 Uhr Kinderlauf (2005-08, 1 km)
13.30 Uhr Jugendlauf (1999-2004, 3 km)
14 Uhr Drei-Meilen-Lauf (rund 4,8 km) mit Firmenwertung
15 Uhr Bitburger 0,0% Hauptlauf (10 km)

Internetseite mit Streckenplänen und Online-Anmeldung

Bericht IRT-Läufermeeting 2013 mit Bildern und Ergebnissen