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Längster Berglauf der Region Trier in Quint erfordert doppelt Ausdauer

Quinter Hochmarklauf : Berglauf erfordert doppelt Ausdauer

Wie genau der Ablauf beim bisher längsten Berglauf der Region Trier am Sonntag (6.9.) in Trier-Quint sein wird, steht erst am Abend vor dem Rennen fest.

Flexibilität ist gefragt von den 76 Läufer, die sich für die Premiere des ersten Quinter Hochmarklaufs angemeldet haben. Die Organisatoren des SV Ehrang geben erst im Laufe des Samstags auf der Vereins-Homepage (www.sv-ehrang.de) den Startablauf für das Rennen am Sonntag (6. September) bekannt. Möglichkeiten sind Einzelstarts, zeitversetzt loslaufende kleine Gruppen oder ein Massenstart.

Am wahrscheinlichsten ist, dass Gruppen von etwa zehn Läufern in mehreren Minuten Abstand auf die 7,4 Kilometer lange Strecke hinauf zur Quinter Hochmark geschickt werden. Die schnellsten Läufer würden dabei in der ersten Gruppe starten, die langsamsten in der letzten. Das minimiert die Wahrscheinlichkeit von Überholvorgängen. Um diese Einteilung sicherzustellen, mussten die Teilnehmer bei der Anmeldung bereits ihre Leistungsfähigkeit anhand einer Zehn-Kilometer-Zeit einschätzen.

Wenn es am Sonntag zu dieser wahrscheinlichsten Variante kommt, werden sich mit dem Zehn-Kilometer-Rheinlandmeister Martin Müller (LG Meulenwald Föhren), dem ehemaligen Berglauf-Nationalkaderathlet Philipp Klaeren aus Palzem, dem Wiesbadener Nils Bergmann, dem Quinter Lokalmatadoren Thomas Ernsdorf, dem aus Schweich stammenden Markus Krempchen und dem Trierer Luca Ruben Klimm eine interessante Spitzengruppe mit etablierten und noch weniger bekannten Läufern auf den Weg machen. Bei den Frauen scheint es auf den etwa 400 zu erklimmenden Höhenmetern auf einen Dreikampf zwischen der 20-jährigen Judith Pink, Senioren-Rheinlandrekordlerin Julia Moll (beide PST Trier) und Miriam Engel (TG Konz) hinauszulaufen.

Der Quinter Hochmarklauf wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr anstelle des Ehranger Stadtmauerlaufs ausgetragen. Einsame Waldwege erleichtern die Einhaltung von Abstandsregeln. Der SV Ehrang organisiert außerdem als erster Verein seit dem 1. März (Saarburger Kammerwaldlauf) ein Nachwuchsrennen außerhalb des Stadions. Für die Acht- bis Fünfzehnjährigen (Jahrgänge 2005-12) ist eine etwa 1,4 Kilometer lange Strecke abgesteckt.

Außer Abstand vor und beim Start, den Verzicht auf, Umkleide- und Duschmöglichkeiten erfordern die Corona-Regeln auch besondere Ausdauer von den Teilnehmer. Und das nicht nur, weil die Quinter Berglaufstrecke mit fünf römischen Meilen und 400 Höhenmetern die wohl schwerste ist, die je in der Region Trier angeboten wurde. Bei den Rheinlandmeisterschaften 2015 in Bekond musste zwar weiter gelaufen werden, es ging aber „nur“ 350 Meter in die Höhe. Weil Bustransporte zurzeit problematisch wäre, muss auch der Weg zurück zum Start per pedes (auf einem separat zur Bergan-Strecke markierten Parcours) absolviert werden.