12 758 Läufer können nicht irren

Der Maare-Mosel-Lauf feiert am 26. August seine 20. Auflage. Was mit 75 Teilnehmern begann, hat sich zum größten Landschaftslauf der Region entwickelt.

Von 75 auf über 1000 in knapp zwei Jahrzehnten. Der vom Trierischen Volksfreund präsentierte Maare-Mosel-Lauf ist wohl eines der besten Beispiele, dass sich im Ausdauersportler Kontinuität und Beharrlichkeit nicht nur für die Sportler, sondern auch für Veranstalter auszahlt. Von einer kleinen Veranstaltung mit gerade einmal 75 Läufern im Ziel steigen die Teilnehmerzahlen bis auf den Höchstwert von 1237 im Jahr 2015. Im vergangenen Jahr waren es zwar nur 1082, aber der 19. Maare-Mosel-Lauf ging auch als der bisher heißeste in der Geschichte ein. Insgesamt 12 758 Teilnehmer waren seit 1998 beim Maare-Mosel-Lauf dabei.

Als auf dem nördlichen Teil der ehemaligen Bahntrasse von Wittlich-Wengerohr nach Daun Ende Mai 1998 der erste Teil des Maare-Mosel-Radwegs eröffnet wurde (der südliche Teil folgte zwei Jahre später) fiel auch der Startschuss für den Maare-Mosel-Lauf. 75 Teilnehmer kamen auf den elf Kilometern zwischen Daun und Gillenfeld, dem letzten Ort vor dem damaligen Radwegende am Holzmaar, ins Ziel. Als erste Gewinner trugen sich Birgit Weber vom SV Ellscheid und Viktor Lieder von der LG Vulkaneifel in die Siegerliste ein.

Diese zieren mittlerweile die Namen von etlichen Spitzenläufern der Region. Unvergessen: 2006 lief der ehemalige Crosslauf-Europameisterschafts-Sechste der Junioren, Carlo Schuff aus Dockweiler, in 30:36 Minuten den seitdem unerreichten Zehn-Kilometer-Streckenrekord. Auf der Halbmarathondistanz (21,1 Kilometer) lief vor vier Jahren Florian Neuschwander (Trierer Stadtlauf e.V.) als frischgebackener Vizeweltmeister im Ultratrail als bisher einziger unter 70 Minuten (1:09:10 Stunden). Zehn Jahre älter ist bereits die Bestzeit der Frauen von 1:27:59 Stunden.

Hauptgrund für den Erfolg des Maare-Mosel-Laufs ist natürlich die Strecke. Die ehemalige Bahntrasse ermöglicht trotz Landschaftslauferlebnis Strecken mit weitgehend nur moderaten Steigungen. Zudem führen die Punkt-zu-Punkt-Strecken tendenziell bergab von Daun (Start Halbmarathon) beziehungsweise Schalkenmehren (zehn und sieben Kilometer) nach Gillenfeld.

Wichtig für das kontinuierliche Wachstum ist nach Ansicht von Inge Umbach von den Vulkanläufern der seit 1999 feste Termin am letzten Augustsamstag. Läufer lieben Verlässlichkeit, ist sich die Organisationsleiterin sicher. Die Erweiterung des Streckenangebots ist der zweite Erfolgsfaktor: Als 2002 ein Halbmarathon angeboten wurde, verdoppelte sich die Teilnehmerzahl. Ein Jahr wurde aus dem Elf- ein Zehn-Kilometer-Rennen. Als 2012 die sogenannte Gesundland-Strecke eingeführt wurde, kamen erstmals mehr als 1000 Läufer, Walker und Wanderer ins Ziel. Auf der Sieben-Kilometer-Distanz werden keine Zeiten gestoppt, sodass damit auch für reine Gesundheitssportler ein Angebot geschaffen wurde. Alle, mittlerweile neun Wettbewerben zählen zur Firmenwertung, bei der es darauf ankommt, möglichst viele Betriebsangehörige für den Sport zu mobilisieren.

20. Maare-Mosel-Lauf
(teu) Zum Jubiläum am 26. August (ab 17 Uhr) gibt es für die ersten 100 angemeldeten Läufer ein Funktionsshirt gratis. Meldungen sind online unter www.maaremosellauf.de möglich.
Streckenangebot: 300 Meter Bambini, 800 Meter Jahrgänge 2006-09, 1600 Meter Jahrgänge 2002-05, 7 km Jedermannlauf und Walking mit Zeitmessung oder Gesundlandstrecke ohne Zeitmessung, 10 km, Halbmarathon (21,1 km)

Internet

Rückblick mit Bildern: 2016 , 2015 , 2014 , 2013