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Auch Rollis können beim Maare-Mosel-Lauf in der Vulkaneifel teilnehmen

Landschaftslauf : Jetzt auch Rollis beim Maare-Mosel-Lauf

Der vor Corona größte Landschaftslauf der Region Trier wird am 28. August durchgeführt. Mit einem anderen Konzept und neuen Strecken.

Die Idee gab es schon lange, am 28. August sie realisiert: Erstmals können beim 23. Maare-Mosel-Lauf (MML) auch Rollstuhlfahrer und Inline-Skater starten. Die Anfrage der Koblenz-Speedos, einer Rollstuhl-Rugby-Mannschaft vom Deutschen Eck hat Inge Umbach motiviert das Projekt im Eiltempo zu realisieren. „Sieben junge Männer wollen die Zehn-Kilometer-Strecke von Daun nach Gillenfeld im Rollstuhl bewältigen“, erzählt die MML-Organisationsleiterin. In diesem Zug können sich außer weiteren Rollstuhlfahrern auch Inline-Skater für das Start-Zeitfenster 13 Uhr anmelden.

Möglich macht die Zulassung der rollenden Sportler die durch Corona erzwungenen Streckenänderungen. Die 23. Auflage des größten Landschaftslaufs der Region (zwischen 2012 und 2019 jeweils mehr als 1000 Teilnehmer im Ziel, 2020 ausgefallen) wird durch die Pandemie anders als die 22 bisherigen. Die Teilnehmer werden am 28. August in verschiedenen Startfenstern zwischen 11 Uhr und 17 Uhr auf die zwischen fünf und 21,1 Kilometer langen Strecken geschickt. Gedränge am Start und große Läuferpulks sind so ausgeschlossen. Mit Passieren der jeweiligen Startmatte wird die individuelle Zeitmessung ausgelöst. Weil diese Matten der limitierende Faktor sind, mussten die Startorte der Wettbewerbe auf nur noch zwei reduziert werden: Viadukt Daun für zehn Kilometer und Halbmarathon sowie Bahnhof Schalkenmehren für fünf Kilometer. Geblieben ist der Start der sogenannten Gesundland-Strecke (etwa sieben Kilometer) ausgangs des Gewerbegebiets Mehren. Beim Gesundheitssportangebot werden allerdings keine Zeiten gestoppt und folglich kein entsprechendes System benötigt.

Die Startort-Änderungen zogen weitreichende Streckenänderungen nach sich. Die Zehn-Kilometer-Distanz führt nun ausschließlich über den Maare-Mosel-Radweg von Daun nach Gillenfeld und ist damit bestens auch für Rollstuhlfahrer und Inline-Skater geeignet. Aber auch der Halbmarathon bekommt ein weitgehend neues Gesicht: Erstmals können die 21,1-Kilometer-Läufer die Aussicht vom Maarkreuz auf das Schalkenmehrener Maar genießen, bevor am Ufer des Kratersees entlang laufen. Der berüchtigte Anstieg am Naturschutzgebiet Mürmes wird durch die flacheren Passagen am Sangweiher bei Udler ersetzt.

„Wir wollen die Läufe so durchführen, als wären 1000 Leute auf der Strecke“, verspricht Inge Umbach. Die Verpflegungsstationen werden den gesamten Nachmittag über besetzt. Außerdem gibt es an vier Stellen Musik, um die Sportler anzufeuern. Bisher seien deutlich über 300 Teilnehmer angemeldet, freut sich die 67-Jährige knapp eine Woche vor Ende der ersten Anmeldephase am Sonntag, 15. August.

Ein Wermutstropfen bleibt: „Es wird diesmal leider keine Kinder- und Jugendläufe geben“, bedauert Umbach, betont aber im gleichen Atemzug: „Im nächsten Frühjahr wollen wir eine extra Veranstaltung für den Nachwuchs machen!“ Dann wird die Pandemie hoffentlich auch so weit eingedämmt sein, dass der Maare-Mosel-Lauf wieder mit Massenstarts über die Bühne gehen kann.

 Beim Maare-Mosel-Lauf am 28. August führen die Strecken weiterhin durch den ehemaligen Eisenbahntunnel und am Schalkenmehrener Maar vorbei, aber der Streckenverlauf über zehn Kilometer und Halbmarathon wurde erstmals seit Jahren wieder geändert.
Beim Maare-Mosel-Lauf am 28. August führen die Strecken weiterhin durch den ehemaligen Eisenbahntunnel und am Schalkenmehrener Maar vorbei, aber der Streckenverlauf über zehn Kilometer und Halbmarathon wurde erstmals seit Jahren wieder geändert. Foto: Holger Teusch

Internet: www.maaremosellauf.de