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Marathon-Olympia-Starter Steinruck und Petros bei Trierer Silvesterlauf

Kostenpflichtiger Inhalt: Silvesterlauf : Deutsche Marathon-Olympia-Starter beim Silvesterlauf

Die zehntschnellste deutsche Frau und der neuntschnellste deutsche Mann „aller Zeiten“ geben ihre Startzusage für das Jubiläumsrennen am 31. Dezember. Damit sind gleich zwei künftige Olympiateilnehmer dabei.

Katharina Steinruck (geborene Heinig) hat bereits am vergangenen Sonntag mit ihrem Adventslauf-Sieg in Zell an der Mosel ins Wettkampfgeschehen zurückgefunden. Die 30-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt hat ebenso bereits die internationale Olympia-Norm auf der Marathondistanz abgehakt, wie Amanal Petros (TV Wattenscheid). Der 24-Jährige unterbot Anfang Dezember im spanischen Valencia gleich bei seinem Debüt über 42,195 Kilometer in 2:10:29 Stunden die geforderten 2:11:30 Stunden klar.

„Ich dachte mir irgendwann: Wann geht das endlich zu Ende?“, erzählt Petros von seinem ersten Marathon. Erst nach den zwei Vizetiteln bei der Militär-WM (5000 Meter un 10 000 Meter) hatte er sich für einen Start in Valencia entschieden. „Ein Monat Vorbereitung waren für einen Marathon dann vielleicht doch ein wenig knapp“, meint er lachend.

Aber das Resultat entschädigt für alle Qualen. Vorbehaltlich eines Leistungsnachweises im kommenden Jahr dürfen damit sowohl Steinruck wie Petros mit den Olympischen Spielen als Saisonhöhepunkt 2020 planen. Es ist kaum anzunehmen, dass die zehntschnellste deutsche Frau oder der neuntschnellste deutsche Mann „aller Zeiten“ noch verdrängt werden.

Petros kann damit beim 30. Bitburger-0,0%-Silvesterlauf seine bisher beste Saison stimmungsvoll ausklingen lassen. Auf allen Distanzen von 1500 Meter bis Marathon stellte der gebürtige Eritreer, der seit 2015 die deutsche Staatsbürgerschaft hat, persönliche Bestzeiten aufgestellt. Ein Jahr nach dem 10 000-Meter-Europacup-Siegs von Richard Ringer vertrat Petros diesmal die DLV-Läufer als Zweitplatzierter hervorragend. Im 5000-Meter-Herzuschlagfinale der Deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion musste er sich nur um eine Sekunden dem Rehlinger Ringer und wenige Wimpernschläge Sam Parsons geschlagen geben. Die 5000-Meter-WM-Teilnahme Doha verpasste der Deutsche Zehn-Kilometer-Straßenlaufmeister denkbar knapp um zwei Hundertstelsekunden. „Das war eine riesengroße Enttäuschung“, sagt Petros.

Im Endspurt der Deutschen Meisterschaften auf der blauen Bahn des Berliner Olympiastadions musste sich Amanal Petros vom TV Wattenscheid nur knapp mit dem dritten Platz zurfrieden geben. Anfang Dezember erfüllte er aber die internationale Olympianorm über die Marathondistanz. Foto: Holger Teusch

Mit seinem Marathondebüt ist er diese Qualifikationssorgen nun los. Allerdings will er auch noch versuchen, sich über 5000 Meter oder 10 000 Meter für Tokio zu qualifizieren. Patros' Start im Bitburger-0,0%-Asselauf über acht Kilometer wird sein erster Wettkampf nach dem Marathondebüt. Der Schützling des Wattenscheider Trainers Tono Kirschbaum, der schon Jan Fitschen zum Europameistertitel über 10 000 Meter führte, trifft dabei unter anderem auf Richard Ringer, dem Vorjahresersten Isaac Kimeli aus Belgien und Silvesterlauf-Rekordsieger Moses Kipsiro aus Uganda.