Mehr Mosel und mehr Glühwein beim Raiffeisenbank-Adventslauf in Zell

Leichtathletik : Mehr Mosel und mehr Glühwein beim Adventslauf

Ein neues Zeitmess-System und eine kleine Streckenänderung erwartet die Teilnehmer des einzigen Stadtlaufs an der Mittelmosel am dritten Adventssonntag (15. Dezember) in Zell.

Mehr Mosel, mehr Glühwein, aber die gleiche gute Stimmung, wie es seit 15 Jahren das Markenzeichen des Zeller Raiffeisenbank-Adventslaufs ist, versprechen die Organisatoren für den 15. Dezember. Erstmals seit 2006 die bisherige, knapp ein Kilometer lange Innenstadtrunde etabliert wurde, wird der Parcours leicht abgeändert. Statt über den Marktplatz mit dem Schwarze-Katz-Brunnen geht es schon etwas eher, gegenüber der Filiale des Titelsponsors, auf die Moseluferstraße.

Der Grund: Der Zeller Schützenverein organisiert in der Wein-Lounge auf dem Marktplatz eine Grühweinparty. Deshalb sei es besser, wenn der Platz komplett für Zuschauer frei bleibe. „Wir sehen das auch als Chance. Vielleicht ist das ja sogar noch besser für die Stimmung als bisher. Man muss sehen“, sagt Murat Aydin vom Adventslauf-Organisationsteam des Rudervereins Zell und der Läufergruppe des TSV Bullay-Alf.

An den Streckenlängen und dem kompakten Programm ändert sich nichts. Höhepunkt bleibt der sogenannte „Raserlauf“ über fünf Kilometer, in dem schon nationale und internationale Laufgrößten in den Ergebnislisten verewigt haben. Angefangen von belgischen Orientierungslaufstar Yannick Michiels aus Belgien, der 2018 in 14:48 Minuten siegte, über U-23-Vizeeuropameister Samuel Fitwi (LG Vulkaneifel, 2017), über den Jugend-Olympia-Zweiten Fekru Jebesa aus Äthiopien, der 2012 den deutschen Rekordler Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) niederrang, bis hin zu Rekordgewinner Marc Kowalinski (Sieger 2005-07 und 2011). Bei den Frauen gewannen unter anderem die Brüssel-Halbmarathon-Erste Sonja Vernikov (LAZ Puma Rhein-Sieg, 2018) sowie die an dem Marathon-Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmerinnen Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt, 2009 und 2016) und Susanne Hahn (LG Meckenheim, 2006/07).

Kowalinski kommt auch nach seiner akiven Zeit als Trainer des Post-Sportvereins Trier immer wieder zum Adventslauf. „So einen stimmungsvollen Lauf findet man sonst kaum. Da ist natürlich der Silvesterlauf in Trier und direkt danach kommt Zell“, sagt der Deutsche 1500-Meter-Vizemeister von 2003. Er nutzt die Rennen an der Mosel als Motivationsschub und Leistungstest für seine Schützlinge im Wintertraining.

Außer der kleinen Streckenmotivikation erwartet die alljährlich rund 500 Teilnehmer (Teilnehmerrekord: 578 Läufer im Ziel) bei der Zeitmessung eine Neuerung und Vereinfachung. Dank in die Startnummern integrierte Chips gibt es keine klammen Finger mehr beim Befestigen und Lösen der bisher verwendeten Chips am Schuh.

Anders als im „Raserlauf“ sollen sich die Teilnehmer des „Genießerlaufs“ mehr als 21 Minuten Zeit für die fünf Kilometer lassen. Mit dabei ist auch immer ein Weihnachtsmann, der im Abschlusswettbewerb Süßigkeiten an die Zuschauer verteilt. Daneben gibt es Rennen für den Nachwuchs und einen in der Region einmaligen Staffellauf (siehe Info).

Info: 16. Zeller Raiffeisenbank-Adventslauf am 15. Dezember:

Zeitplan:

14 Uhr Staffellauf (4 x zirka 1 km)

14.30 Uhr Bambinilauf Jahrgänge 2012 und jünger (200 Meter)

14.35 Uhr Jugendlauf Jahrgänge 2004-07 (1050 Meter)

14.45 Uhr 5-km-Raserlauf (bis 21 Minuten)

15.15 Uhr Kinderlauf Jahrgänge 2008-11 (560 Meter)

15.30 Uhr 5-km-Genießerlauf (ab 21 Minuten)

Online-Anmeldungen bis 9. Dezember: www.adventslauf.net

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