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Mosel-Crosslauf-Serie: Crosslauf-Pionier macht keine Corona-Pause

Veranstaltungsreihe : Crosslauf-Pionier macht keine Corona-Pause

Mosel-Crosslauf-Serie findet zum 45. Mal in Folge statt. Allerdings mit nur drei statt vier Rennen und Teilnehmerlimits. Das Startgeld wird gesenkt.

Die traditionsreichsten rheinland-pfälzische Laufserie wird auch unter Corona-Bedingungen weitergeführt. Am 24. Oktober soll in Breit im Hunsrück der erste Start zur 45. Mosel-Crosslauf-Serie fallen. Die Pandemie erzwingt die größten Veränderungen seit einem Vierteljahrhundert. Weg fällt in diesem Jahr die Veranstaltung in Wittlich. Das Start-Ziel-Gelände am Lüxemer Sportplatz nicht weitläufig genug. In Breit (24.10.), Wintrich (31.10.) und Gladbach (28.11.) ist dagegen Platz genug. Die Serienwertung wird anhand der zwei besten der maximal drei Resultate (bisher drei von maximal vier) erstellt.

„Wir haben lange überlegt, wie wir es machen können“, erzählt Uwe Kollmann vom Crosslauf-Serien-Organisationsteam von der konkreten Planung. Dass ein halbes Dutzend Frauen und Männer den Sommer über im übertragenen Sinne die Köpfe zusammengesteckt haben, hat sich gelohnt. Keiner der von den Mosel-Cross-Veranstaltungen bekannten Wettbewerbe fällt weg. Es gibt weiterhin Bambini-, Kinder- und Jugendläufe sowie Mittel- und Langstrecke. Das Programm wird allerdings gestreckt, dauert etwa doppelt so lange wie bisher. Hauptgrund: Die Hauptläufe über Mittel- und Langstrecke werden in drei beziehungsweise zwei Zeitläufen untergebracht.

Als „mutig, aber bedacht“ bezeichnet Hermann Barten aus Breit das Konzept. Wie bei allen Laufveranstaltungen der vergangenen Monate müssen sich die Teilnehmer vorab (spätestens bis mittwochs vor der jeweiligen Veranstaltung) mit ihren Kontaktdaten anmelden. Nachmeldungen vor Ort sind nicht möglich. Pro Einzelrennen sind maximal 30 Starter zugelassen. Rein theoretisch können bei Ausschöpfung aller Startkontingente 270 Crossläufer zu jeder Veranstaltung kommen. Das läge dann nur knapp unter dem Schnitt der Mosel-Serie 2019/20 (274).

Wie in den Pionierjahren der Mosel-Serie in den 70er und 80er Jahren muss auf Duschen und Umkleiden verzichtet werden. Siegerehrungen wird es außer für die jeweils drei schnellsten Frauen und Männer keine geben. Urkunden gibt es wie die Ergebnisliste im Internet.

Nobel: Weil sie weniger anbieten können, als in den Vorjahren, haben die Crosslauf-Machern von LT Büdlich-Breit-Neurath, SV Wintrich und SV Gladbach beschlossen, die Startgelder von 6 Euro auf 5 Euro (Kinder/Jugend: 3 Euro statt 3,50 Euro) zu senken. „Uns geht es nicht darum Geld zu verdienen, sondern darum, Sport anzubieten“, sagt Barten. Auf gut 150 Teilnehmer pro Veranstalter hoffen die Organisatoren, um nicht ins Minus zu rutschen.

Logischerweise fallen auch Einnahmen aus Essens- und Getränkeverkäufen bei den Siegerehrungen weg. Kleiner Vorteil: „Für uns ist der Aufwand nicht größer, weil wir nichts im Gemeindehaus machen“, erklärt Kollmann am Beispiel der Auftaktveranstaltung des LT Büdlich-Breit-Naurath am 24. Oktober. „Bei uns spielt sich diesmal alles oben auf dem Sportplatz ab“, sagt der 59-Jährige. Ohne den Druck, am Wettkampftag Altersklassen-Siegerehrungen durchführen zu müssen, dürfte auch die Auswertung entspannter ablaufen.

Barten glaubt, dass es wichtig ist, trotz der erschwerten Umstände die Kontinuität beizubehalten. „Wenn es Unterbrechungen gibt, weiß man, dass Veranstaltungen oft nicht mehr weitergeführt werden.“ Wenn es nun gelingt, die 45. Mosel-Serie durchzuführen, können die Organisatoren der Veranstaltungsreihe schon langsam mit der Planung des 50. Jubiläums beginnen.

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