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Oliver Ewen rennen auf dem Flugplatz Bitburg gegen die Ruhrpott-Läufer

Halbmarathon : Oli Ewen in Bitburg gegen die Ruhrpott-Läufer

Rund 250 Läufer haben sich für den Bunert-Solo-Run auf der ehemaligen US-Airbase angekündigt. Erstmals wird auch Halbmarathon gelaufen.

Beim ersten Halbmarathonlauf in der Region in diesem Jahr schultert Oliver Ewen die Hoffnungen der einheimischen Ausdauersportler. Der 37-Jährige vom Post-Sportverein Trier (PST) trifft beim sogenannten Bunert-Solo-Run am Samstag (3. Oktober) auf dem Flugplatzgelände von Bitburg auf etliche Läufer aus Nordrhein-Westfalen. Diese hatten bei der im Nachbarbundesland initiierten Laufserie der Eventagentur bunert Events aus Essen bereits vorne mitgespielt.

Dort ging es allerdings zuletzt im echten Solo-Modus einzeln gegen die Uhr. In Bitburg wird in Gruppen im Minutenabstand gestartet. Eine Gesamtergebnisliste wird nach der Veranstaltung aus den einzelnen Laufzeiten erstellt. Allerdings ist der Solo-Run weder offiziell vermessen noch beim Leichtathletik-Verband angemeldet, so dass die Zeiten nicht für Bestenlisten anerkannt werden. Ein offiziell vermessener und anerkannter Halbmarathon ist für den 25. Oktober in Föhren geplant.

Spannend dürfte es in der ersten, vermeintlichen schnellsten Startgruppe trotzdem werden. PST-Läufer Ewen bekommt es unter anderem mit Andreas Sprott aus Düsseldorf zu tun. Der letztjährige Gewinner des Kö-Halbmarathons (in 1:15:10 Stunden) hat im August bei der Siegburger Bahnlaufserie mit persönlichen Bestzeiten von 9:02,29 Minuten (3000 Meter), 15:38,67 Minuten (5000 Meter) und 32:34,54 Minuten (10 000 Meter) geglänzt. Für die drei Sieben-Kilometer-Runden auf dem Bitburger Flutplatzgelände hat er einen neuen persönlichen 21,1-Kilometer-Rekord angekündigt.

Beim 19. SWT-Flutlichtmeeting im Trierer Moselstadion ließ Tine Hausmann vom Trierer Team getFit zahlreiche Männer hinter sich. Das dürfte ihr auch beim Bitburger Bunert-Solo-Run über die Halbmarathondistanz gelingen. Foto: Holger Teusch

Ewen lief über diese Distanz bereits 1:11:52 Stunden. Ein paar Sekunden schneller (1:11:42) war Markus Mockenhaupt, der ebenfalls gemeldet ist. Der Zwillingsbruder der 45-maligen deutschen Meisterin Sabrina Mockenhaupt-Gregor ist mittlerweile aber überwiegend als Hobbytriathlet unterwegs. Er gehe ohne Straßenlauf-Wettkampfpraxis in diesem Jahr und ohne spezielle Vorbereitung ohne große Erwartungen in das Rennen, erklärt Ewen.

Gespannt sein darf man, ob die einzige Frau unter sieben Männern in der ersten Startgruppe (12.00 Uhr) einige Vertreter des vermeintlich starken Geschlechts hinter sich lässt. Das Potential hat Annika Vössing. Die ehemalige Triathlon-Junioren-Europameisterin (2010) gewann bereits den Essen-, Rhein-Ruhr- und Vivawest-Marathon im Ruhrpott. Vor drei Jahren schrammte die Oberhausenerin mit 1:20:34 Stunden knapp an der 80-Minuten-Marke vorbei.

Gegen die 27 Jahre Vössing scheint für Tine Hausmann (noch) eine Nummer zu groß. Auch Johanna Amendt aus Minden, die bereits 1:27:52 Stunden über 21,1 Kilometer gelaufen ist, dürfte für die Triererin vom Team getFit schwer zu schlagen sein. Hausmann konnte sich aber jüngst beim SWT-Flutlichtmeeting im heimischen Moselstadion über 5000 Meter auf 19:18,13 Minuten verbessern. Das lässt auch über die mehr als viermal längere Distanz auf eine Zeit um 90 Minuten hoffen. Weit vorne darf man auch Gina Breuer von der TG Konz erwarten.

Insgesamt hatten sich einen Tag vor Meldeschluss (1. Oktober) rund 250 Läufer für den Bunert-Solo-Run in Bitburg angemeldet. Am gefragtesten ist der Halbmarathon, auf den etwa zwei Drittel der Anmeldungen entfallen. Angeboten werden aber auch 14 Kilometer und sieben Kilometer (mit Familienwertung). Nachmeldungen vor Ort sind am Tag der Deutschen Einheit nicht möglich. Zuschauer sind aus Infektionsschutzgründen ebenfalls nicht zugelassen.

Internet: www.solo-run.de/bitburg

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