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2000 Sportler, 10000 Zuschauer, kein Favorit: Silvesterlauf Trier

2000 Sportler, 10000 Zuschauer, kein Favorit: Silvesterlauf Trier

Bei der Abschluss-Pressekonferenz zum 21. Bitburger-Silvesterlauf in Trier hat sich am Donnerstagkeiner der Favoriten in punkto Siegprognose aus der Reserve locken lassen. Bei der vom TV präsentierten Veranstaltung werden heute mehr als 10 000 Zuschauer und rund 2000 Sportler vom Olympiateilnehmer bis zum Nachwuchsläufer erwartet.

Trier. Den Trierer Silvesterlauf halten weder Schnee noch Eis auf. Während sich deutschlandweit die Lauf-Absagen zum Jahresende häufen, geht es heute an der Mosel wieder rund.

Die Mitarbeiter der Stadtreinigung seien seit drei Wochen fast Tag und Nacht im Einsatz, sagte Oberbürgermeister Klaus Jensen auf der Abschluss-Pressekonferenz. "Die haben das mit einer solchen Intensität vorbereitet, dass gute Bedingungen für Läufer und Zuschauer herrschen werden", war sich der Silvesterlauf-Schirmherr gestern sicher.

Außerdem, ein Jahreswechsel in Trier ohne Silvesterlauf? "Niemand in Trier kann sich vorstellen, dass es Silvester ohne diesen Lauf gibt", sagte Jensen. Das Winterwetter könnte der fast vollständig versammelten deutschen Spitze diesmal beim Sprung aufs Podest helfen. Zuletzt siegte vor 14 Jahren der Mayener Thorsten Naumann im Bitburger-Lauf der männlichen Asse über acht Kilometer - bei unter minus zehn Grad.

Die deutschen Zugpferde hielten sich gestern aber zurück, was die Favoritenrolle angeht: Vize-Europameister Carsten Schlangen schob die Verantwortung, mit den Afrikanern mitzugehen, auf Arne Gabius. Der Tübinger, der sich zu diesem Zeitpunkt noch bei der Anreise nach Trier befand, laufe doch gerne von Anfang an ein hohes Tempo. Er laboriere zudem an einer leichten Erkältung, sagte Schlangen.

Auch André Pollmächer stapelte vor seinen ersten hochkarätigen Wettkampf seit seinem Wiedereinstieg ins systematische Training vor acht Wochen tief: "Im Herbst kommenden Jahres möchte ich zeigen, was ich wirklich kann", sagte der Europacup-Sieger von 2007.

Gelassen hörte Micah Kogo seinen Konkurrenten zu. Angst vor glatten Straßen habe er in Trier nicht. Erstens habe er bereits vor zwei Jahren gewonnen, als die Straßen morgens spiegelglatt waren. Und zweitens: "Durch das Training mit Marc habe ich mich gut an den Boden gewöhnt", sagte der Kenianer. Der Trierer DM-Dritte, Marc Kowalinski, begleitete den Olympia-Bronzemedaillengewinner von Peking seit Dienstag läuferisch.

Angepasst an die winterlichen Bedingungen hat sich auch Sabrina Mockenhaupt: "Am Montag habe ich mir Langlaufski gekauft. Jetzt habe ich Muskelkater", verriet die EM-Sechste. Denn: "Bei uns im Westerwald ist Schnee unter."

Aber dank Silvesterlauf finde man auch bei widrigsten Bedingungen immer wieder Wege, um zu trainieren. Eine Zeit von unter 16 Minuten im Sparkassen-Elitelauf der Frauen über fünf Kilometer wäre schön.

Benefiz-Aktion: Beim 21. Bitburger-Silvesterlauf wird auch wieder Geld für einen guten Zweck gesammelt. Beim Abholen der Startnummern und durch den Kauf eines Silvesterlauf-Shirts können die Läufer spenden.