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Äthiopischer Doppelsieg beim 22. Trierer Silvesterlauf

Äthiopischer Doppelsieg beim 22. Trierer Silvesterlauf

Vor rund 10.000 Zuschauern in der Trierer Innenstadt haben äthiopische Läuferinnen und Läufer die Topläufe bei der 22. Auflage des Trierer Silvesterlaufs dominiert. Almensh Belete gewann den Sparkassen-Elitelauf der Frauen, Mosinet Girmet setzte sich vor drei weiteren Landsleuten beim Bitburger-Asse-Lauf der Männer durch.

Belete hatte nach fünf Kilometern in 15:55,3 Minuten einen Vorsprung von neun Sekunden auf die deutsche 1500-Meisterin Corinna Harrer aus Regensburg. Dahinter folgten in Diana Sujew (Potsdam, 16:07 Minuten), Junioren-Europameisterin Gesa Krause (Frankfurt, 16:15) und Anna Hahner (Fulda, 16:27) drei weitere Deutsche. Beste regionale Starterin im Sparkassen-Elitelauf wurde Yvonne Jungbluth (Sparkasse Trier, Spriridon Hochwald). Nach der dritten Runde hatte sich Belete von den starken Deutschen abgesetzt und am Ende unangefochten gewonnen. Im Vorjahr hatte Sabrina Mockenhaupt für einen deutschen Sieg gesorgt.

Deutlich spannender war der Bitburger-AsseLauf der Männer. Der fünffache deutsche 5000-Meter-Meister trotzte lange der afrikanischen Übermacht und lieferte ein beherztes Rennen. Einem Zwischenspurt der Afrikaner in der der vorletzten Runde hatte der Vorjahreszweite von Trier aber nichts mehr entgegenzusetzen. Als bester Nicht-Äthiopier wurde der Tübinger am Ende Fünfter. Somit wartet man beim Trierer Silvesterlauf seit 1996 auf einen deutschen Erfolg im Asse-Lauf.

Sieger wurde - dank eines entschlossenen Schluss-Spurts - die Startnummer 1, Mosinet Girmet. In 22:36,2 Minuten lag er nach acht Kilometern zwei Sekunden vor seinem Landsmann Bane Toia. Der Streckenrekord von 22:21 (Moses Karioki im Jahr 1997) war trotz eines sehrschnellen Rennens bei trockenen Bedingungen nicht in Gefahr. Hinter Girmet folgten in Yigrem Demelash (22:38,8) und Damte Taye (22:42,2) zwei weitere Äthiopier. Bester Teilnehmer aus dem Bezirk Trier im Asse-Lauf war Mark Kowalinski (PST Trier), der sich in der vorletzten Runde von seinem Vereinskameraden Florian Neuschwander absetzte. "Ein unglaubliches Gefühl", sagte "Kowa" dem TV, "weit besser als ich gerechnet hatte."

Insgesamt nahmen rund 2000 Teilnehmer an den insgesamt neun Läufen teil, von den Bambini bis zu den Masters-Startern. BP