Es läuft weiter rund am Jahresende

Mit Freunden und Partnern hat der Verein Trierer Silvesterlauf e.V. am Freitag seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Bei der Gala wurde bekannt, dass Vereinsgründer Berthold Mertes nach zweijähriger Pause wieder den Vorsitz übernimmt - und mindestens bis 2014 weitermacht.

 Neuer, alter Chef des Silvesterlaufs: Berthold Mertes.TV-Foto: Björn Pazen
Neuer, alter Chef des Silvesterlaufs: Berthold Mertes.TV-Foto: Björn Pazen

Trier. Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen war zwischen Audienz beim Papst-Nuntius und Wallfahrtseröffnung bestens gelaunt. "Das ist wie in Russland mit Putin und Medwedjew", kommentierte er den am Donnerstag vollzogenen Führungswechsel beim Verein Trierer Silvesterlauf e.V. Berthold Mertes, früherer TV-Redakteur und einer der Gründer des Laufs, hatte vor zwei Jahren und bei seinem Wechsel zur nationalen Anti-Doping Agentur die Präsidentschaft an den Trierer Anwalt Norbert Feder abgegeben, nun amtiert Mertes wieder als Chef des Laufs, Feder bleibt dem Verein als Kassenprüfer erhalten.
"Ich hätte nie damit gerechnet, noch einmal Nachfolger meines Nachfolgers zu werden, aber da das ganze Team, das mir sehr ans Herz gewachsen ist, weitermacht, übernehme ich den Posten wieder sehr gerne", begründete Mertes gestern bei einer Gala zum zehnten Geburtstag des Vereins seinen Schritt. Das Team, das sind Mitgründer Christoph Güntzer als Schatzmeister und Egbert Ries als zweiter Vorsitzender. Gemeinsam hat sich der Vorstand bis 2014 wählen lassen - dann soll die Organisation mit dem Lauf zum 25. Geburtstag in jüngere Hände übergeben werden. "Die Zukunft ist gesichert, auch von den Partnern gab es schon viele positive Signale", sagte Mertes, der sich bei seinem Vorgänger Feder für dessen Arbeit bedankte.
In launigen Grußworten würdigten Oberbürgermeister und Laufschirmherr Jensen sowie Streckensprecher und ZDF-Moderator Wolf-Dieter Poschmann 22 Jahre Silvesterlauf und zehn Jahre Silvesterlauf e.V. "Der Silvesterlauf ist authentisch, verfügt über Konstanz, aber ist keine Routine, sondern immer etwas Neues", sagte Jensen. "Der Lauf hat eine unglaubliche Entwicklung genommen, sein Charakter und sein Charme sind allerdings geblieben, das ist eine einmalige Atmosphäre. Nirgendwo anders geht die deutsche Spitze so geballt an den Start gegen afrikanische Stars wie Haile Gebrselassie 2009", ergänzte Poschmann, der nur einen Verbesserungsvorschlag hatte: "Macht doch bitte mal ein Casting für neue Sambatänzerinnen!"
Nach zehn Jahren verfügt der Verein über rund 175 Mitglieder, acht Gründungsmitglieder sind immer noch im Club aktiv, der sich neben der Organisation des Jahresend-Laufs auch um die Nachwuchsarbeit mit jungen Läufern kümmert. Zusätzlich wird ab Mittwoch (jeweils um 19 Uhr, Treffpunkt Turm Luxemburg auf dem Petrisberg) ein wöchentlicher Lauftreff, nicht nur für Mitglieder, angeboten.

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