Weltmeisterschafts-Dritte läuft an Silvester in Trier

Weltmeisterschafts-Dritte läuft an Silvester in Trier

Mit Gesa Felicitas Krause hat die einzige deutsche Lauf-Medaillengewinnerin der Weltmeisterschaften von Peking ihre Startzusage für den vom Trierischen Volksfreund präsentierten Bitburger-Silvesterlauf in Trier gegeben. Die Besetzung der Eliterennen nimmt langsam Formen an.

Das Pekinger Olympiastadion Ende August. Nach dem letzten Hindernis liegt im 3000-Meter-Hindernisrennen plötzlich nicht eine afrikanische, sondern eine hellhäutige Läuferin vorne: Gesa Felicitas Krause. Die 23 Jahre alte Frankfurterin muss auf den letzten Metern zwar noch um Hundertstelsekunden Hyvin Kiyeng Jepkemoi aus Kenia und die Tunesierin Habiba Ghribi passieren lassen, gewinnt mit Bronze aber die erste WM-Medaille einer Deutschen auf dieser Distanz. Eine Sensation! Es ist das erste Edelmetall bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen für die deutschen Läufer seit 15 Jahren!

Krause, die am vergangenen Wochenende als Deutschlands Läuferin des Jahres geehrt wurde (bei den Männern gewann Marathon-Ass Arne Gabius die Wahl), wird das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere in Trier beenden. Wie schon viermal zuvor wird sie sich im Sparkassen-Elitelauf der Frauen mit der nationalen Elite und internationalen Spitzenläuferinnen messen.

Einmal (2010) stand der Schützling von Wolfgang Heinig bereits auf dem Podium - wie in Peking als Drittplatzierte. Im vergangenen Jahr kam sie als Siebte nur eine Sekunde vor der Gewinnerin des SWT-Bezirkswertung ins Ziel. Die in Deutschland für den Post-SV Trier startende Dänin Anna Holm-Baumeister deutete mit 16:21 Minuten bereits an, wozu sie in diesem Jahr fähig ist. Beim Frankfurt-Marathon erfüllte sie in 2:34:28 Stunden die Olympianorm des dänischen Verbands für die 42,195 Kilometer durch Rio de Janeiro. Die 28-Jährige wird wie Krause laut Silvesterlauf-Ausrichter-Verein am 31. Dezember ebenfalls an der Startlinie stehen.

Die Konkurrenz ist aber bärenstark: Mit der Niederländerin Maureen Koster hat auch die zweitschnellste Europäerin dieses Jahres über 5000 Meter (mit 15:07,73 Minuten) zugesagt, die mit 3:59,79 Minuten über 1500 Meter aber vor allem eine Weltklasse-Mittelstrecklerin ist. Ob Koster auf die beste deutsche 1500-Meter-Läuferin des Jahres trifft, ist noch unklar: Die zweimalige Silvesterlauf-Gewinnerin Corinna Harrer (Regensburg) befindet sich nach einem Achillessehnenriss im Sommer noch im Aufbautraining.

Bereits abgesagt hat Homiyu Tesfaye. Krauses Frankfurter Trainingskollege, der 2013 als erster Deutscher seit 1997 den Trierer Silvesterlauf gewann, musste sich im Sommer einer Knie-Operation unterziehen, nachdem er noch in der Hallensaison deutschen 1500-Meter-Rekord gelaufen war. Auch die Verhandlungen mit Silvesterlauf-Rekordsieger Moses Kipsiro (Uganda) und dem deutschen Marathon-Rekordler Arne Gabius laufen nach Angaben des Silvesterlauf Trier e.V. noch.

Zugesagt haben aber der drittschnellste deutsche Marathonläufer des Jahres Julian Flügel (2:13:57) und sein Rother Vereinskamerad Simon Stützel, der bereits 28:56 Minuten über 10 000 Meter gelaufen ist. Wie bei den Frauen haben die Niederländer auch im Bitburger-Lauf der Asse über acht Kilometer mit Dennis Licht ein ganz heißes Eisen im Feuer. Der 31 Jahre alte achtmalige niederländische Meister ist mit 13.23,00 Minuten elftbester Europäer des Jahres.

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