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Lebensrettende Läufer beim Spiridon-Hochwald-Lauf

521 Läufer und Walker genossen am Samstagnachmittag bei warmen Spätsommerwetter die Hochwald-Landschaft rund um Schillingen und Kell am See.
521 Läufer und Walker genossen am Samstagnachmittag bei warmen Spätsommerwetter die Hochwald-Landschaft rund um Schillingen und Kell am See. FOTO: Holger Teusch
Schillingen. Angesichts eines kollabierten Läufers, der ins Krankenhaus gebracht werden musste, traten die Sieger des 19. von Spiridon Hochwald organisierten Volkslaufs in den Hintergrund. Das feucht-warme Wetter machte den Ausdauersportlern zu schaffen. Holger Teusch

Es ist die Horrorvorstellung jedes Lauf-Veranstalters, die für die Organisatoren des Spiridon-Volkslauf am Samstagnachmittag wahr wurde: Im Jedermannlauf über fünf Kilometer brach nach etwa der Hälfte der Distanz ein 63-Jähriger zusammen. Zwei Mitläufer ergriffen beherzt lebensrettende Maßnahmen. Kurze Zeit später brachten die vom Start-Ziel-Bereich herbeigeeilten Sanitäter den Mann in ein Trierer Krankenhaus.

Noch ein weiterer Läufer musste abtransportiert werden. Sogar Marathonsieger Heinz Bender aus dem baden-württembergischen Ettlingen (3:34:28 Stunden) wurde behandelt. Der erfahrene Ultramarathonläufer mit einer 100-Kilometer-Bestzeit von 9:01:59 Stunden bekam drei Stunden nach seinem Zieleinlauf Kreislaufprobleme.

Es war der Schatten, der am diesem Spätsommertag auf den 19. Spiridon-Volkslauf fiel. 521 Läufer, trotz der großen Konkurrenz am vergangenen Wochenende nur drei weniger als 2013, kamen ins Ziel. Beeindruckend: die vielen Kinder, die über einen und zwei Kilometer an den Start gingen. Die Landschaftslaufstrecken besonders über die Halbmarathon- und Marathondistanz locken Läufer aus ganz Deutschland in den Hochwald. Der Ausdauersportverein Neukirchen-Vluyn (Nordrhein-Westfalen) führte mit 36 seiner Mitglieder sogar eine Clubfahrt nach Schillingen durch, um am Keller See entlang und durch die Wälder an den Hängen des Rösterkopfes zu laufen.

Völlig überrascht von seinem Sieg über die Halbmarathon-Distanz (21,1 Kilometer) war Thomas Werner. "Ich hatte vielleicht auch ein bisschen Glück, dass Dominik vergangene Woche Marathon gelaufen ist", sagte der 22-Jährige von der TG Konz nach 1:30:59 Stunden. Der zweitplatzierte Dominik Gasthauer vom SV Olewig spürte die 42,195 Kilometer von Köln (in 3:43:31 Stunden) noch in den Beinen, hatte aber nur 64 Sekunden Rückstand. Bei den Frauen entschied Birthe Hilmes (LG Meulenwald Föhren) den Zweikampf im am besten besetzten Rennen des Tages in 1:41:10 Stunden gegen Irene Schikowski (TG Konz/1:42:22) für sich.

Über zehn Kilometer setzten sich mit Doris Weber vom TV Hermeskeil in 48:38 Minuten und Walter Paulus vom LT Büdlich-Breit-Naurath in 40:59 Minuten zwei Läufer der Altersklasse der 50- bis 54-Jährigen (W50 beziehungsweise M50) durch. Über fünf Kilometer siegte in 19:25 Minuten Manuel Telle von der Lebenshilfe Trier/Hofgut Serrig. Zweischnellster war Maximilian Fuchs in 21:40 Minuten. Der 14-jährige vom Wittlicher TV setzte sich mit drei Sekunden Vorsprung gegen Thomas Meiers und seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Constantin (21:56) durch. Bei den Frauen siegte Jutta Bermes (TG Konz) in 25:24 Minuten vor der Fußballerin Eva Marie Anell vom TuS Schillingen, die für die hügelige Strecke 25:59 Minuten benötigte.