Anmeldung nur noch heute 2300 Teilnehmer: Die Wiedergeburt des Trierer Stadtlaufs
Update | Trier · Rund eine Woche vor dem Trierer Stadtlauf ist Nicolas Klein zufrieden. Nach drei Jahren Pause findet die Traditionsveranstaltung am 25. Juni zum 37. Mal real statt. Doch wer sich für einen der Läufe anmelden will, sollte sich sputen.
Die ersten Teilnehmer des Trierer Stadtlaufs haben ihre Startnummern in den vergangenen Tagen bereits in den Händen gehalten. Per Post werden die Unterlagen derzeit zugestellt. „Die ersten 1000 Startnummern sind verschickt. Alle, die sich bis zum heutigen Freitag anmelden, bekommen sie per Post“, verspricht Nicolas Klein. Was sich wohl nur die wenigsten vorstellen können: Der Versand ist reine Handarbeit und viele der Startnummern wandern durch die Hände des Vorsitzenden des Vereins Trierer Stadtlauf in den Briefumschlag. „Die Adress-Aufkleber müssen gedruckt werden und die Startnummern kommen zusammen mit einem Info-Schreiben und Sicherheitsnadeln in den Umschlag“, erklärt Klein.
Immer wenn einige Hundert Anmeldungen zusammen sind, machen Klein und das Stadtlauf-Team wieder Umschläge für den Versand fertig. Gut eine Woche vor dem 37. Trierer Stadtlauf sind mehr als 2300 Anmeldungen für die sechs Wettbewerbe, vom Bambinilauf über Jugend- und Firmenläufe bis hin zum Zehn-Kilometer-Rennen und Halbmarathon eingegangen. „Dafür, dass wir drei Jahre lang pausiert haben, ist die Zahl jetzt okay“, sagt Klein. Bis zum Voranmeldeschluss am 16. Juni erwartet er noch einige Meldungen. Vor der Pandemie erreichten 2019 mehr als 3000 Läufer das Ziel vor der Porta Nigra. Es wird spannend, wie sich drei Jahre Stadtlauf-Abstinenz auf Triers Pflaster auf die Teilnehmerzahlen am Ende auswirken.
Aufatmen kann Klein beim Thema Streckenposten. Zur Erinnerung: Noch Ende Mai suchten die Stadtlauf-Organisatoren Streckenposten. Diese erhalten für ihren meist rund vierstündigen Dienst 35 Euro Helfergeld und eine Eintrittkarte zu einem Basketballspiel der Römerstrom Gladiators. „Bei den Streckenposten sind nun auf der sicheren Seite. Wir sind gut aufgestellt und konnten sogar eine Reserve bilden“, sagt Klein und bedauert, dass man einigen jugendlichen Helfern unter 18 Jahren absagen musste. „Da halten wir uns natürlich strikt an die Regeln“, betont der Stadtlauf-Vereinsvorsitzende. Die Streckenposten müssen sich gegebenenfalls durchsetzen können, wenn jemand nicht einsehen will, dass am letzten Sonntagvormittag im Juni einige Trierer Straßen den Läufern vorbehalten sind.
Impressionen vom Trierer Stadtlauf 2019
Allein rund 150 Streckenposten werden am 25. Juni ein Einsatz sein. Das liegt vor allem daran, dass beim Stadtlauf in den Hauptrennen eine große, rund zehn Kilometer lange Runde an vielen Sehenswürdigkeiten Triers gelaufen wird. Porta Nigra, Hauptmarkt, Kaiser- und Barbarathermen gehören beispielsweise dazu. „Insgesamt sind wir locker bei 300 Leuten, die aktiv sind“, rechnet Klein den Helferaufwand vor.
Nachdem der Stadtlauf von 2005 bis 2009 bereits im Mai stattfand, ist die traditionsreichste Trierer Laufveranstaltung seitdem wieder ins Altstadtfest integriert. Und damit auch in dessen Sicherheitskonzept. Das bedeutet für die Organisation in diesem Jahr, dass ein strikter Zeitplan vor allem beim Abbau eingehalten werden muss. „Bis 13 Uhr müssen alle Gitter weg sein“, erzählt Klein. Der Veranstaltungstag fängt für sein Team am frühen Morgen an. „Kurz vor 5 Uhr geht es los und bis 7 Uhr muss alles stehen. Um 7.30 Uhr ist Abnahme mit der Polizei.“
Um 8 Uhr fällt der erste Startschuss. Die frühen Startzeiten sind den Erfahrungen im Hitzesommer 2019 geschuldet. Vor vier Jahren mussten die Startzeiten wegen der erwarteten (und eingetretenen) hohen Temperaturen kurzfristig vorverlegt werden. Das will man in Zukunft von vornherein vermeiden. Wichtig sei, dass der letzte Start kurz vor Zehn erfolge, sagt Klein. Geplant ist, um 9.55 Uhr 5,4-Kilometer-Läufer und Bambini auf ihre Strecken zu schicken - bei dann wahrscheinlich noch angenehmen Temperaturen.