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Der TV bewegt! Impressionen einer Massenbewegung

Der TV bewegt! Impressionen einer Massenbewegung

Die große Fitnessaktion "Der TV bewegt!" im Jahr 2013 ist Geschichte. 60 Läuferinnen und Läufer haben nach elf Wochen gemeinsamer Trainingsarbeit den Trierer Stadtlau gefinisht. Die Reportage von Rainer Neubert gibt eine Ahnung von der guten Stimmung im Team. Die große Bilderstrecke dokumentiert Training und Wettkampf.

Wie gut es doch tut, wenn am Ende einer großen Laufaktion so viele glückliche Gesichter zu sehen sind. Der Trierer Stadtlauf war der Abschluss der fünften Auflage von "Der TV bewegt!”. Es hat allen Spaß gemacht. Lediglich vier der insgesamt 65 angemeldeten Läuferinnen und Läufer sind nicht gestartet.

Sonntag, 7.30 Uhr. Als ich mit den drei Kisten Anmeldeunterlagen in den Stützpunkt TV-Pressecenter komme, warten bereits zwei Frühaufsteher. Nicole, die mir bei all dem organisatorischen Kram sehr geholfen hat, ist natürlich auch schon da. Danke an dieser stelle nochmal an sie.

Um 9 Uhr startet der 10-Kilometer-Lauf, eine viertel Stunde später der Halbmarathon. Bis zu den beiden Gruppenfotos vergeht also noch eine Stunde. Immer mehr Frühaufsteher treffen ein, ziehen sich um. Wie immer ist eine erwartungsvolle Spannung förmlich greifbar vor dem Start.

Michis Gruppe der 10er-Läufer ist wirklich groß. Heute sind alle da. Bei den Halbmarathonis ist man das Bild gewohnt. Sie waren wie in den vergangenen Jahren die verlässlichsten Trainingsteilnehmer, auch wenn einige sogar den nicht ganz kurzen Weg aus der Vulkaneifel nach Trier auf sich nehmen mussten.

Während Michis Truppe - darunter auch die nach eigener Aussage leicht soziophobe Anne, die heute mit Spaß über ihren Schatten springt - bereits Richtung Start unterwegs ist, macht Jens den "Halben” vor, wie man sich vernünfitg aufwärmt: Locker laufen, einige Anfersübungen, einige moderate Steigerungsläufe. Dann geht es auch schon in die Moselstraße, wo in diesem Jahr der Start für die längste Distanz beim Trierer Stadtlauf aufgebaut ist.

Ich biete an, den Pacemaker für eine Zeit knapp unter 1:45 Stunden zu machen. Schließlich will ich meine Fuß testen und nicht am Limit laufen. Sylvio, Stefan und Lisa - eine Gastläuferin aus Ockfen - wollen es versuchen. Los geht es also im gemächlichen Tempo von 4:50 Minuten/Kilometer. Ich lasse mich nicht treiben und bremse die drei anderen, sich nicht zu sehr mitreißen zu lassen. Es geht hinunter bis auf die Nordallee, dann hinauf bis in Höhe Porta und links in die Paulinstraße.

Eine neue Strecke zum 30. Trierer Stadtlauf. Zunächst in den Norden. Trier-West und Pallien werden dafür in diesem Jahr nicht tangiert. Angenehm ist der neue Asphalt in der Herzogenbuscher Straße zu laufen. Auf anderen Streckenpassagen lästern wir hingegen, dass der Stadtlauf bald als Crosslauf gelten kann, wenn die tiefen Löcher in der Straße nicht ausgebessert werden.

Sylivio und Stefan ist das Tempo offensichtlich doch etwas zu hoch. Bei Kilometer acht fallen sie zurück. Ich nehme etwas Tempo raus. Sie verlieren dennoch den Anschluss. Auch eine taktisch klug gelegte BDBP (Blasendruckbefreiungspause) bringt sie nicht in Sicht. Lisa, die auch schon mal in früheren Jahren eine 1:35-Zeit gelaufen war, ist in der Zwischenzeit enteilt und fordert mir eine wirklich flotten Kilometer ab, um wieder aufzuschließen. Karina und Kessie frönen derweil in der Parkstraße am Straßenrand mit ihren Familien einem Frühstückshappening mit Sicht auf Läufermeute. Wir sehen uns. Hey ho! Und weiter geht's.

Was der Strecke sowohl für die 10er- wie für die 21er-Variante geblieben ist: der lange Anstieg in der Ostallee, der mit dem Auto normalerweise gar nicht zu merken ist. Und die Unterführung an den Kaiserthermen mit der giftigen Rampe, die vielen Läufern den Atem nimmt. In der ersten Runde sind Christoph und Michael von meinem Lauftreff zu mir aufgelaufen. Ich habe sie ziehen lassen und bin meinen Pacemakeraufgaben treu geblieben (Bin ich nicht toll?).

Sehr schön ist der Rückweg parallel zur Saarstraße durch die schmalen und idyllischen Wohnstraßen in Trier-Süd. Viele Zuschauer sind zwar nicht da. Aber es geht auch ohne ganz gut. Und auch der Abschnitt am Moselufer, für den ein Fahrstreifen gesperrt ist, hat etwas. Auch dass vor der Hauptwache der Berufsfeuerwehr die Getränke in Einsatzmontur angeboten werden.

Lisa, die mich weiter begleitet, hat viel zu erzählen. Nett. Und flott ist sie auch. Allerdings nimmt die Zahl der Worte auf den letzten vier Kilometern deutlich ab. Nun kann ich meine Eigenschaften als Laufmotivator erproben … Nochmal die Südallee hinauf. Dort schließen wir zu Inge auf, die in ihrer Alterklasse Platz vier erreichen wird. Meine Motivationsversuche, es auf dem letzten Kilometer nochmal richtig krachen zu lassen, will sie aber nicht folgen. Lisl dagegen beißt. Schließlich geht es nun "nur noch” die lange Gerade hinunter bis zu Porta. Und da sind noch einige Läufer vor uns, die überholt werden wollen.

Tolle Stimmung in der Simeonstraße. Jetzt noch mal Gas geben. In vollen Zügen den Zieleinlauf genießen. 1:42:12 - bei weitem keine Bestzeit, aber ein Lauf mit viel Spaß.

Und noch mehr Freude macht das Abklatschen mit all den TV-bewegt-Läufern, die bereits da sind oder in den folgenden Minuten ins Ziel kommen. Stefan, Sylvio, Marek, Yvonne, Birgit, die endlich die 2-Stunden unterbietet. Großes Hallo auch mit den anderen Bekannten und Freunden. Christof, Dominik, Jens, Marcel und, und, und …. Der Stadtlauf ist auch irgendwie ein Fest der regionalen Lauffamilie. Und über allem scheint die Sonne. Ein Prachtwetter für einen Prachtlauf.