Stadtlauf: Splitter und Stimmen

Jubiläumsjahr: Beim 30. Trierer Stadtlauf am 30. Juni 2013 erwartet die Läufer eine grundlegende Neuerung. "Es wird eine neue Strecke.

Die läuft in eine Richtung, wie sie bisher noch nie gelaufen ist", sagte der Stadtlauf-Vereins-Vorsitzende Nicolas Klein. Die genaue Streckenführung wird demnächst bekanntgegeben. Tempomacher: Die TV-bewegt-Trainer Jens Nagel und Daniel Jacobi versuchten sich als besondere Tempomacher vor einige ihrer Schützlinge zu spannen. Der 35-jährige Nagel lief die 21,1 Kilometer, sein Trainerkollege die zehn Kilometer mit Babyjogger samt Nachwuchs. Jacobi war nach 46:17 Minuten, Nagel nach 1:35:30 Stunden im Ziel. Spendenaktion: 914 Mal wurde laut Klaus Kolz vom Zeitmessteam die Spendenmatte vor der Porta Nigra überlaufen. Damit fließen allein durch das Überqueren der speziellen Zeitmessmatte 4570 Euro der Lebenshilfe Trier zu. Die Organisation ist Charity-Partner des Trierer Stadtlaufs, half aber auch bei der Organisation und war mit behinderten Menschen und Mitarbeitern in den verschiedenen Läufen unter dem Motto "laufend integrieren" mit von der Partie. Ausdauernder Sprinter: 100 Meter lief Oliver Werner aus Konz in 10,69 Sekunden. Seit Jahren läuft der ehemalige Top-Sprinter der Region aber auch immer beim Trierer Stadtlauf die langen Strecken, bis hin zu Halbmarathon. "Das ist immer ein Kampf gegen den inneren Schweinehund. Aber nach zehn, elf Kilometern geht es", sagte der 42-Jährige. Nach 2:00:42 Stunden sparte er sich den Endspurt: "Ich war zu kaputt!" Olympiateilnehmer: Manfred Steffny gewann über zehn Kilometer in der Altersklasse der 70- bis 74-Jährigen (M70) in 45:16 Minuten. "Am Donnerstag habe ich noch 14 Stunden gearbeitet und wusste nicht, ob ich mich so schnell erholen würde", erzählte der in Trier aufgewachsene Herausgeber des Laufmagazins Spiridon. Der ältere Bruder des EM-Dritten Herbert Steffny belegte 1968 beim olympischen Marathon von Mexiko den 17. und vier Jahre später in München den 31. Platz und ist einer der Pioniere des Straßenlaufs in Deutschland. Motivierter Trommler: Mit seiner Trommel steht Arno Rinken seit Jahren beim Stadtlauf in der Merianstraße und sorgte zwischen Kaiser-Wilhelm-Brücke und Porta Nigra für Abwechslung. "Das macht Spaß. Vor allem ist es immer schön, die Resonanz von den Läufern zu bekommen. Auch wir kriegen ja Applaus", sagte er. Stadtlauf-Dauerläufer: "Das war beim ersten Stadtlauf das Größte, als das Tor vom Amphitheater aufging und die Fanfaren ertönt sind", erzählte Otto Brommenschenkel vom Lauftreff Welschbillig von der Premiere 1984. Ebenfalls von Anfang an mit dabei und immer auf der längsten Strecke ist Wilfried Hermesdorf. "Das ist einfach ein Muss und solange es geht, mache ich mit", sagt das Läufer-Urgestein von der TG Konz. Wie für viele andere begann mit dem ersten Trierer Stadtlauf auch für den heute 54-Jährigen die Läuferkarriere. Hermesdorf brachte es bis zum deutschen Seniorenvizemeister. teu