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Trierer Stadtlauf hoffentlich nur 2021 virtuell

Laufen : Trierer Stadtlauf hoffentlich nur 2021 virtuell

Wenn sie schon wegen Corona keine echte Stadtlauf-Atmosphäre bieten, wollen die Trierer Citylauf-Macher dieses Jahr zumindest eine virtuelle Variante anbieten.

Es ist kein Liebesbeweis zu virtuellen Läufen. „Wir müssen etwas machen, sonst gibt es nächstes Jahr weder einen Verein noch einen Trierer Stadtlauf“, sagt Nicolas Klein. Am letzten Juni-Wochenende (26. und 27. Juni), dem traditionellen Stadtlauf-Termin, gibt es eine virtuelle Version des traditionsreichsten Citylaufs der Region. „Hoffentlich zum ersten und letzten Mal“, sagt Klein.

Der 39-Jährige würde mit seinem Co-Vorsitzenden Andreas Rippinger beim Trierer Stadtlauf-Verein momentan gerne in die Organisation für eine reale 37. Auflage stürzen. Aber diese wird es erst 2022 geben. „Wir haben aus dem vergangenen Jahr gelernt und haben frühzeitig abgesagt“, erklärt Klein. Damit laufen zumindest keine unnötigen Kosten auf. Mit der virtuellen Stadtlauf-Aktion hofft man die Fixkosten decken zu können, so dass der Ausrichterverein mit einer schwarzen Null aus dem zweiten Corona-Jahr heraus kommt.

Der Stadtlauf-Verein hofft auf die Solidarität der Läufer. Diese sollen 12,50 Euro als Startgeld für den virtuellen Lauf bezahlen. Klingt viel, wenn man sich eine fünf, zehn oder 21,1 Kilometer lange Strecke (Jugend bis 14 Jahre: zwei Kilometer) auch noch selbst suchen muss. Aber die Stadtlauf-Macher bieten dafür unter anderem ein Funktionsshirt mit der Jahreszahl 2021 und eine Erinnerungsmedaille. Zusammen mit einem sogenannten „GoodieBag“ mit kleinen Sponsoren-Überraschungen wird dies per Post zugeschickt. Die Stadtlauf-Vereinsmitglieder werden ab Juni die Pakete zusammenstellen. „Wenn wir das irgendwo abholen lassen würden, würde das ja auch gegen die Kontaktreduzierung sprechen“, erklärt Klein.

Wer will kann sein Laufresultat, gerne auch mit Bildern, hochladen. Daraus wird dann eine Art Ergebnisliste erstellt. „Das ist dann natürlich nicht bestenlistenreif“, sagt Nicolas Klein schmunzelnd. Zumindest so kann aber ein bisschen Wettkampfatmosphäre aufkommen und die Verbindung zwischen den Sportlern gepflegt werden. Virtuell hoffentlich zum letzten Mal!

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