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Vom Weltrekordrennen mit Gesas Papa ins Moselstadion

Flutlichtmeeting : Vom Weltrekordrennen mit Gesas Papa ins Moselstadion

Im Rahmen des 2000-Meter-Weltrekordrennens von Zagreb lief Kristiina Mäki tschechischen Rekord. Am Freitag (17.9.) soll die Olympiafinalistin Konstanze Klosterhalfen im Trierer Moselstadion zur deutschen Bestzeit führen.

(teu) Rekordläuferin macht Tempo für Rekordläuferin! Auf dem Weg zum ihrem zehnten deutschen Rekord bekommt Konstanze „Koko“ Klosterhalfen beim SWT-Flutlichtmeeting Unterstützung von einer frischgebackenen nationalen Rekordhalterin. Kristiina Mäki lief am Dienstagabend in Zagreb tschechischen Rekord über 2000 Meter und war dabei mit 5:36,06 Minuten schneller als die seit 1985 bestehende deutsche Bestmarke (5:37,62). Am Freitag (17.9., Beginn 17 Uhr, Hauptprogramm ab 18 Uhr) soll erst die deutsche 1500-Meter-Vizemeisterin Vera Coutellier (Köln) und dann bis zur 1200-Meter-Marke Mäki Klosterhalfen mit 65-Sekunden-Runden auf Kurs bringen.

Hält sie dieses Tempo durch, käme Klosterhalfen in Reichweite der Bestzeit ihrer Trainerin Sonia O'Sullivan. Mit 5:25,36 Minuten hält die 51-jährige Irin immer noch den Europarekord. Laut Klosterhalfen will die 5000-Meter-Weltmeisterin von 1995 das 2000-Meter-Rennen im Moselstadion live verfolgen. O'Sullivan gilt als „lebende Legende“. Wie die aus dem Siebengebirge stammende Deutsche war sie auf allen Strecken von 800 Meter an zu Hause. Den 2000-Meter-Weltrekord hält seit Dienstagabend aber Francine Niyonsaba aus Burundi. Die 800-Meter-Olympia-Zweite von Rio de Janeiro 2016 schraubte die Marke auf 5:21,56 Minuten. Als Vierte dieses Rennens stellte Mäki ihren vierten tschechischen Rekord auf.

Die 28-Jährige eifert damit Klosterhalfen nach. Aber erst zu Wochenbeginn zeichnete sich ab, dass die 1500-Meter-Olympia-Finalistin von Tokio den Tempomacherjob übernimmt. Die ursprünglich vorgesehene Polin Martina Galant musst wegen einer Familienangelegenheit kurzfristig absagen.

Mäki kann erst am Freitag anreisen. Ankunft Frankfurt Flughafen um 8.15 Uhr. Das Flutlichtmeeting-Organisationsteam des Vereins Silvesterlauf Trier ist dann bereits mit den letzten Vorbereitungsarbeiten verplant. Renndirektor Berthold Mertes telefonierte sich deshalb zu Wochenbeginn die Finger wund und landete in der Hoffnung, dass sie das Hindernisrennen ihrer Tochter im Moselstadion verfolgen wollten, bei Gesa Krauses Eltern in Dillenburg. Doch Inge Krause und Jürgen Maier sind am Freitagnachmittag beruflich gebunden. Aber vormittags sieht Gesas Papa ein Zeitfenster. Er werde Klosterhalfens Tempomacherin ehrenamtlich und unentgeltlich nach Trier bringen, um dann direkt wieder nach Frankfurt zur Arbeit zur fahren, erklärt Mertes. Vielleicht reicht die Zeit ja auch noch für eine Kaffee mit seiner Tochter.