König Jens vom Weißhauswald

Trierer Jens Roth gewinnt deutsche Crossduathlon-Meisterschaft. 380 Starter dabei.

Trier Bei Kaiserwetter krönte sich Jens Roth am Sonntag zum König vom Weißhauswald. Der 29-Jährige von DM-Ausrichter Tri Post Trier dominierte die nationalen Crossduathlon-Titelkämpfe. Nach fünf Kilometer Crosslauf, 23,2 Kilometern auf dem Mountainbike und noch einmal 2500 Metern Laufen lag Roth fast zwei Minuten vor Titelverteidiger Maximilian Sasserath (Heidelberg) und seinem Vereinskameraden Andreas Theobald.
"Ich bin froh, dass Andreas dabei war und uns die Gruppe nicht weggelaufen ist", sagt Roth. Zwar liefen der Münchner Simon Schwarz (16:03 Minuten) und Jonathan Löw (Tri-Team Heuchelberg/16:11) am schnellsten, doch die Tri-Post-Spitze mit Roth, Theobald und Tim Dülfer hatte nur rund eine halbe Minute Rückstand.
Keine Zeitspanne für Roth auf seiner Hausstrecke: "Ich habe die letzten zwei Monate permanent zwei Mal pro Woche im Weißhauswald trainiert und bin einfach mein Ding gefahren." Mit mehr als zwei Minuten Vorsprung ging Roth in den abschließenden 2,5-Kilometer-Lauf. "Ich wusste, da kann nichts mehr schiefgehen. Der Vorsprung war zu groß", erzählt Roth.
Während er sich auf den letzten Metern als Deutscher Meister der Eliteklasse feiern lassen konnte, fiel die Entscheidung um die übrigen Medaillenplätze erst auf dem letzten Kilometer. "Ich wusste, dass die Trierer noch mal aufdrehen können, wenn es im Stadion durch die Zuschauer geht. Deshalb habe ich vorher versucht wegzukommen", erzählte der entthronte Vorjahresmeister, Physikstudent Sasserath. X-Duathlon-Vorjahressieger Theobald gab aber alles. Im Ziel musste sich der 24-Jährige übergeben. "Als ich Andreas an den Treppen nicht mehr folgen konnte, hätte ich heulen können", erzählt Tim Dülfer, der als Vierter ins Ziel kam, vom packenden Kampf.
Katharina Wolff (Tri-Team Heuchelberg) verteidigte in der Eliteklasse ihren deutschen Meistertitel vor der letztjährigen X-Duathlon-Gewinnerin Rebecca Fondermann (Bonn). Während Roth und Theobald in der Eliteklasse starteten, hatte sich Dülfer in der Altersklasse gemeldet. Bei den 20- bis 24-Jährigen (M20) gewann der 22-Jährige ebenso einen DM-Titel wie Marc Pschebizin (Tri Post Trier/M40) und Christian Fieseler (Stahlross Wittlich/M45). Bei den U20-Junioren wurde Miguel Heidemann kurz vor dem Ziel noch von Wolffs Vereinskamerad Dustin Uhlig abgefangen. Sein Tri-Post-Vereinskamerad Peter Morbe wurde Dritter.
Die Deutsche Meisterschaft und fast schon sommerliche Temperaturen bescherten dem vom Trierischen Volksfreund präsentierten X-Duathlon einen Teilnehmerrekord. Von 380 Startern erreichten 369 das Ziel. Im sogenannten Volksduathlon (2,5 km - 11,6 km - 2,5 km) gab es durch Jennifer König vom Team Proficoaching und die Staffeln Men Power Trier (Jonas Westermann, Lennart Jung), das A-Mixed Team der Wittlicher Anna Rodenkirch und Andre Neumann und dem Lauftreff Schweich (Vera Wolsfeld, Isabelle Lehmann) ebenfalls erste Plätze für die Region. Jens Roth wird 2018 30 Jahre alt. Um den Nachwuchs muss man bei Tri Post Trier aber keine Angst haben. Der siebenjährige Fabian Drexler beispielsweise gewann das Rennen der C-Schüler.

Ergebnisse 10. X-Duathlon:
DM (5 km - 23,2 km - 2,5 km):
Frauen: 1. Katharina Wolff (Tri-Team Heuchelberg) 1:37:18 Stunden, 2. Rebecca Fondermann (SSF Bonn) 1:39:34, 3. Ana Molitari (Michelstadt/W40) 1:43:22.
Männer: 1. Jens Roth (TPT) 1:20:44 Stunden, 2. Maximilian Sasserath (Team Nikar Heidelberg) 1:22:42, 3. Andreas Theobald 1:22:59, 4. Tim Dülfer (M20) 1:23:05, 9. Marc Pschebizin (M40) 1:24:33, 14. Peter Schermann 1:26:52, 15. Miguel Heidemann 1:27:23, 19. Peter Morbe 1:29:20 (alle TPT).
Asse (5 km - 23,2 km - 2,5 km):
Frauen: 1. Stefanie Adam (3MD) 1:36:32 Stunden.
Männer: 1. François Reding (CCCTri) 1:26:53 Stunden.
Volksduathlon (2,5 km - 11,6 km -2,5 km):
Frauen: 1. Jennifer König (Team Proficoaching) 1:08:14 Stunden, 2. Joelle Braun (Hirondelle Schuttrange) 1:08:17, 3. Stéphanie Schmitz (Running Concept) 1:08:56, 4. Meike Hausberger (TPT) 1:09:54, 5. Jutta Weber (Team Trainingsbalance.de) 1:11:42.
Männer: 1. Arne Bubert (Breitenfelder SV) 55:14 Minuten, 2. Manuel Fernandez (Muselbikes) 55:15, 3. Roger da Costa (CA Belveaux) 55:45, 5. Joachim Oechner (PST) 56:19, 6. Johannes Scherer (PSV Wengerohr) 56:30, 10. Stefan Ambrosius (RSC Stahlross Wittlich) 59:00.
Staffel, Frauen: 1. LT Schweich (Wolsfeld, Lehmann) 1:00:00 Stunden, 2. Mission Possible (Laubenstein, Gilg) 1:02:53, 3. Team Saar-Lux (Amatini, Blasius) 1:11:57. Mixed: 1. A-Team Wittlich (Rodenkirch, Neumann) 52:09, 2. Kraftbräu Trier (Hein, Schlund) 57:38, 3. Zurlaubener Flitzer (Morgen, Morgen) 1:00:24. Männer: 1. Men Power Trier (Westermann, Jung) 46:30 Minuten, 2. PST Trier/RT Bekond (Wirtz, Ittenbach) 49:46, 3. Sfeet (Remakel, Heynen) 51:55.
Nachwuchs:
Mädchen, Schüler A: 2. Rebecca Bierbrauer (TPT). Schüler C: 2. Julie Vandenbussche (TG Konz).
Jungen, Jugend A: 3. Jonas Horn (TPT). Schüler C: 1. Fabian Drexler (TPT)

Abkürzung: TPT = Tri Post Trier

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