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Laufen und radeln, wo sonst Motoren qualmen

Laufen und radeln, wo sonst Motoren qualmen

Tradition und Trend treffen am 20. und 21. August beim 31. Nürburgringlauf gepaart mit der Veranstaltung "Rad am Ring" aufeinander. Die Auto-Rennstrecke gehört dann ein Wochenende lang den Ausdauersportlern.

Nürburgring. Der Nürburgringlauf hat 1978 eine Revolution losgetreten. Er gab den Startschuss zum Befreiungsschlag der Läufer: raus aus Stadien und Wäldern, rauf auf die Straßen und später in die Städte. Knapp drei Jahre nach der Nürburgringlauf-Premiere gab es 1981 in Frankfurt Deutschlands ersten Stadtmarathon.
Wettkämpfe auch bei Nacht

 Unterwegs auf der legendären Nordschleife beim Nürburgringlauf 2010-
Unterwegs auf der legendären Nordschleife beim Nürburgringlauf 2010- Foto: Rainer Neubert


Nach drei Jahren Pause (2001 bis 2003) ist der Nürburgringlauf, in diesem Jahr (Start am 20. August ab 8.45 Uhr) mit neuem Titelsponsor Hochwald, allerdings nur noch ein kleinerer Bestandteil der Ausdauersportveranstaltung "Rad und Run am Ring". 1556 Läufer wurden 2010 im Ziel der Rennen über 24,4 Kilometer (Nordscheife), fünf und zehn Kilometer (ein- beziehungsweise zweimal Grand-Prix-Strecke) sowie in den Schüler- und Bambiniläufen registriert.
Im Trend liegen am Nürburgring die Wettkämpfe auf zwei Rädern. Allein in den 24-Stunden-Rennen für Rennradfahrer und Mountainbiker (in diesem Jahr am 20. und 21. August) gingen 2010 dreimal so viele Radfahrer an den Start. Das Tag- und Nachtrennen über die legendäre Nordschleife und rund um die Nürburg hat mittlerweile Kultcharakter. Auf Läufer wie Rennradfahrer, die in Achter-, Vierer- und Zweier-Teams oder als Einzelstarter starten können, warten auf der ältesten und wohl berühmtesten Rennstrecke der Welt 24,4 Kilometer Asphalt und fast 300 Meter Höhenunterschied pro Runde. Eine besondere Herausforderung für die Radler ist die Nacht. Über den günstigsten Wechselrhythmus zwischen den Fahrern wird alljährlich heiß diskutiert.
Nicht ganz so lang, aber immerhin noch 25, 75 oder 150 Kilometer sind die Sportler am Samstagnachmittag (20. August) beim Jedermann-Radrennen unterwegs. Sonntags (21. August) zwischen 7 und 15 Uhr können Hobby-Radfahrer so viele Runden wie sie möchten (und können) über die Nordschleife drehen.
Auch Mountainbiker kommen seit einigen Jahren auf ihre Kosten. Wie die Rennradfahrer auf der Asphaltpiste ermitteln sie querfeldein als Einzelstarter oder Mannschaft auf einem sieben Kilometer langen Kurs rund um die Nürburg in 24 Stunden ihre Besten.
Informationen und Anmeldungen zum Nürburgringlauf und "Rad am Ring" im Internet unter www.nuerburgring-lauf.de und www.radamring.de. Die Voranmeldefrist endet am 31. Juli.