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Laumers tritt kürzer - es geht aber weiter

Der 36-jährige Michael Laumers vom SC Bleialf möchte weiter laufen und die Ausdauersportler beim belgisch-deutschen Halbmarathon von Sankt Vith nach Bleialf laufen lassen, tritt als Organisationsleiter aber kürzer. TV-Foto: Holger Teusch
Der 36-jährige Michael Laumers vom SC Bleialf möchte weiter laufen und die Ausdauersportler beim belgisch-deutschen Halbmarathon von Sankt Vith nach Bleialf laufen lassen, tritt als Organisationsleiter aber kürzer. TV-Foto: Holger Teusch FOTO: Holger Teusch (teu), Holger Teusch ("TV-Upload Teusch"
Bleialf. Deutsch-belgischer Halbmarathon: Johannes Kaiser klinkt sich in die Organisation ein. Holger Teusch

Bleialf In der Nacht nach dem Bleialfer Tunnellauf bekam Michael Laumers eine Textnachricht aufs Handy: "Geht es dir gut?", fragte seine hochschwangere Frau. Michael Laumers ging es gut. Die 18. Auflage des Volkslaufs des SC Bleialf war reibungslos über die Bühne gegangen, mehr als 350 Teilnehmer zufrieden, sogar das momentan sonst so wechselhafte Wetter hatte mitgespielt. Doch um drei Uhr morgens lag Michael Laumers aber immer noch nicht im Bett, sondern feilte an den Ergebnislisten. Den erstmals durchgeführten Staffellauf so aufzubereiten, dass die Liste im Internet optimal wiedergegeben werden konnte, war aufwendiger als gedacht. Doch der 36-Jährige wollte die Arbeit noch fertig bekommen.
Es wird nicht das Letzte gewesen sein, was Laumers in Sachen Bleialfer Tunnellauf machte. Aber dass der Organisationsleiter kürzertreten will, dieses Gerücht kursierte am vergangenen Samstag bereits unter den Läufern. Könnte der 18. damit der letzte Tunnellauf sein? Wird der letzte grenzüberschreitende Lauf in der Region, der Halbmarathon vom belgischen Sankt Vith nach Bleialf, damit Geschichte? Diese Fragen stellte sich mancher. Aber es geht weiter: Den Tunnellauf mit dem belgisch-deutschen Halbmarathon wird es auch 2018 geben. Das bestätigten sowohl Laumers als auch Johannes Kaiser. Der Anästhesist am Prümer Sankt-Joseph-Krankenhaus geht im kommenden April mit 69 Jahren in den Ruhestand. Er suche eine neue Herausforderung, sagt er: "Die eindrucksvolle Zusammenarbeit mit dem AC Eifel aus dem belgischen Sankt Vith, das darf nicht perdu gehen!" Das ist auch ein Punkt, der Laumers am Herzen liegt: "Die grenzüberschreitende Kooperation mit dem AC Eifel hat etwas für sich, und auch die Zusammenarbeit mit den Behörden läuft problemlos." Dankbar sei er für das Engagement der rund 50 ehrenamtlichen Helfer, der Sponsoren, der DRK-Sanitäter und der Feuerwehren. Der Familienvater wünscht sich aber auch, dass mehr Läufer die einzige grenzüberschreitende Punkt-zu-Punkt-Strecke mitten durch die Eifel-Ardennen-Landschaft erkunden. Bei zuletzt 102 Halbmarathonläufern im Ziel und nur zehn Euro Startgeld inklusive Bustransfer bleibe nicht allzu viel hängen. Zum Vergleich: Beim Trierer Stadtlauf bezahlt man 21 Euro, in Köln am 1. Oktober bis zu 66 Euro auf Rundstrecken.Extra: ZUR PERSON: MICHAEL LAUMERS


(teu) Geboren am 18. Dezember 1980, verheiratet, Vater eines zweijährigen Sohnes, das zweite Kind ist unterwegs. Laufen seit 1993, als ihn Nachbarskinder zum Bleialfer Lauftreff mitnahmen. Bestzeiten von 16:56 Minuten über fünf Kilometer und 35:00 Minuten über zehn Kilometer im Alter von 14 bis 16 Jahren. Gründung eines Kinderlauftreffs, als er eigentlich nur mit seiner Nichte laufen wollte, dann aber deren Freundinnen und Geschwister hinzukamen. "Jetzt sind regelmäßig mehr als zehn Kinder zwischen sechs und 17 Jahren dabei", freut sich Laumers über die Entwicklung.