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Leichtatletik-Trainingslager über Ostern in aller Welt und in Eifel

Trainingslager : In aller Welt und in der Eifel

Endlich wieder Trainingslager für alle Leichtathleten! Vom Nachwuchssportler bis zur Weltklasseläuferin nutzten die Ostertage für einen Trainingsschwerpunkt kurz vor dem Saisonauftakt.

Einige haben es noch nie erlebt: Ostertrainingslager. Nach zwei Frühjahrsferien unter Pandemie-Bedingungen und damit ohne die traditionellen Trainingscamps vor, nach oder über die Osterfeiertage haben sich viele Leichtathleten aus der Region Trier wieder für ein paar Tage konzentriert und vor allem gemeinsam auf die kommende, voraussichtlich wieder weitgehend normale Freiluftsaison vorbereitet. Das erste Mal seit 2019!

Die Profiläufer Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier und Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel waren von Berufs wegen auch in den vergangenen beiden Jahren im Höhentrainingslager. Krause plant in dieser Saison insgesamt sechs Aufenthalte in der Höhe. In den ersten Wochen des Jahres war die Olympia-Fünfte und deutsche Rekordlerin über 3000 Meter Hindernis in Kenia. Nur kurz war sie zu Hause im hessischen Dillenburg, bevor es kurz nach Österreich, dann zur Leistungsdiagnostik in Leipzig und im März weiter zusammen mit vielen anderen deutschen Läufern ins nächste Höhencamp nach Südafrika ging. Zehn Tage zu Hause waren quasi ein Heimaturlaub. Ostern verbrachte Krause in Boulder im US-Bundesstaat Colorado, um sich auf die für Mai geplanten ersten Wettkämpfe vorzubereiten. Die Saison erst mit der (wegen Corona verschoben) WM in Eugene im Juli und dann mit der Heim-Europameisterschaft in München im August ist lang. Rund 280 Tage werde sie in diesem Jahr nicht zu Hause, sondern im Trainingslager oder auf Wettkampfreise sein. Im Kofferpacken sei sie mittlerweile genauso Profi wie im Laufen, sagt Krause.

Auf dem Weg zum Reiseprofi ist auch Samuel Fitwi. Nach einem ersten Höhentrainingslager in Äthiopien zu Jahresbeginn ist der 26 Jahre alte LGV-Läufer zurzeit in Kenia. Viele aus der deutschen Mittel- und Langstreckenelite sind dagegen in Flagstaff. Doch der gebürtigen Eritreer Fitwi erhält, obwohl seit mehr als vier Jahren Deutscher, kein Visum für die USA. Aber im kenianischen Läufermekka Iten fehle es seinem Schützling nicht an Trainingspartnern. Außerdem kennt er sich dort mittlerweile auch gut aus, sagt Fitiws Trainer Yannik Duppich.

Als frischgebackener Lauf-Verbandstrainer des Leichtathletik-Verbands Rheinland nutzte zusammen mit DLV-Nachwuchstrainer Marc Kowalinski vom Post-Sportverein Trier (PST) die Osterfeiertage, um in Gerolstein mit dem Deutschen Jugendmeister Benjamin Dern sowie Landeskader- und einige PST-Athleten einen Trainingsschwerpunkt zu setzen. Wohnortnah fanden 28 Läufer in der Eifel gute Bedingungen. Nebeneffekt: Übungsleiter konnten bei Duppich und Kowalinski hospitieren, um ihre Lizenz zu verlängern.

Weiter fahren, auch um entsprechende Anlagen vorzufinden, mussten die Mehrkämpfer und Werfer der LG Bernkastel-Wittlich. Das Team mit LG-Sportwart Wolfgang Baum und drei weiteren Trainern nutzte die Ferienwoche, um in Erfurt 19 Aktiven nach dem Winter den Feinschliff zu geben. Für die Jüngeren war es das erste Trainingslager überhaupt.