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Marathon: Zu viel gelaufen: Samuel Fitwi in Köln Zweiter

Sportler aus der Vulkaneifel : Zu viel gelaufen: Samuel Fitwi wird in Köln beim Halb-Marathon Zweiter

Großes Pech für den EM-Neunten Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel: Beim 21,1 Kilometer-Rennen im Rahmen des Köln-Marathons lief der 26-Jährige etwa einen halben Kilometer zu viel.

(teu) Der 21,1-Kilometer-Lauf im Rahmen des mit insgesamt mehr als 18.000 Teilnehmern besetzten Generali Köln Marathons am vergangenen Sonntag sollte für Samuel Fitwi nach dem neunten Platz über 10.000 Meter bei der Europameisterschaft in München das wohlverdiente Saisonabschlussrennen werden. Im Idealfall mit Sieg und Streckenrekord. Und auf zwei Drittel der Distanz sah es auch gut aus. Doch eine halbe Minute vor dem späteren Sieger Tom Förster liegend wurde Samuel Fitwi falsch geleitet. Etwa 300 Meter lief der 26-Jährige von der LG Vulkaneifel in die falsche Richtung, bevor das Führungsfahrzeug mit der großen Uhr auf dem Dach an einer Straßensperre nicht mehr weiterkam.

Fitwi musste umdrehen und erst wieder zur Spitzengruppe, die er bereits hinter sich gelassen aufschließen. Der herausgearbeitete Vorsprung, Streckenrekord (1:03:00 Stunden) und Sieg waren damit futsch. Nach 29:37 Minuten bei Kilometer zehn und 41:11 Minuten nach 14 Kilometer, kurz bevor er falsch geleitet wurde, war Fitwi auf Kurs, die alte Streckenbestzeit von 1:03:00 Stunden klar zu unterbieten.

„Das Rennen ging auf den letzten sieben Kilometer wieder von vorne los“, sagt Fitwis Trainer Yannik Duppich. Sein Schützling machte zwar weiter Tempo, schüttelte die Konkurrenten aber nicht noch einmal ab. Frischer war zum Schluss dank Fitwis Windschatten und etwa einem halben Lauf-Kilometer weniger in den Beinen Tom Förster. Der 20-Jährige von der LG Vogtland, der zwei Wochen zuvor in Saarbrücken überraschend Deutscher Meister im Zehn-Kilometer-Straßenlauf geworden war, spurtete zum Schluss an Fitwi vorbei und siegte in 1:04:49 Stunden mit knappen Vorsprung (Fitwi: 1:04:53).

„Es tut unheimlich leid für die Läufer“, sagt Markus Frisch. Man werde natürlich untersuchen, wo die Ursache für die Fehlleitung der Läufer gelegen habe, so der Geschäftsführer der Köln Marathon Veranstaltungs- und Werbe GmbH. Auf die fast 4000 ehrenamtlichen Helfer lasse er aber nichts kommen. Ohne diese könne nirgendwo in Deutschland, weder in Köln noch in Berlin, Hobby- wie Spitzenläufer die Stimmung bei Cityläufen genießen.

So wie Yannik Erz. Der 26-Jährige vom Ausdauerteam.de Morbach lief als 21. in 1:13:02 Stunden persönliche Bestzeit. Auf der vollen Marathondistanz (42,195 Kilometer) beendete der ehemalige Schweicher Fährturmlaufgewinner Tobias Blum (LC Rehlingen) seine Leistungssportkarriere in 2:16:24 Stunden mit einem Sieg. Vierter wurde sein Teamkollege Alexander Bock in 2:29:08 Stunden. Der Deutsche Meister im 100-Kilometer-Lauf war als Jugendlicher ebenso für den PST Trier gestartet, wie Stefan Andoc. Der Trierer entschied in 2:38:50 Stunden die Altersklassen-Wertung der 45- bis 49-Jährigen für sich.

Ergebnisse:

Frauen, 21,1 km: 1. Esther Jacobitz (ASV Köln) 1:15:52 Stunden, 65. Eva Adams und Simone Anell (beide LT Schweich) beide 1:37:04, 172. Chiara Bormann (LG Kammerwald Geichlingen) 1:44:21, 197. Celina Gretz (LG Pronsfeld-Lünebach) 1:45:13, 205. Martina Ianni (LG Kammerwald Geichlingen) 1:45:46

42,195 km: 1. Sabine Burgdorf (ASV Köln) 2:40:39 Stunden, 2. Anna-Lina Dahlbeck (TuS Xanten) 2:52:00, 3. Nina Voelckel (LT Kassel) 2:54:21, 116. Gaby Schmittberger (TC Thiergarten) 3:48:14.

Männer, 21,1 km: 1. Tom Förster (LG Vogtland) 1:04:49 Stunden, 2. Samuel Fitwi (LG Vulkaneifel) 1:04:53, 3. Filmon Teklebrhan (LAC Freiburg) 1:05:16, 18. Nico Fuchs (Irsch/DLC Aachen) 1:12:36, 21. Yannik Erz (Ausdauerteam.de Morbach) 1:13:02, 56. Robin Marbut (Trier/Best Athletics) 1:17:50, 74. Matthias Adams (LT Schweich) 1:19:27, 169. Jens Langetepe (LT Schweich/Tri Post Trier) 1:25:36, 212. Dennis Strunk (Hillesheim) 1:27:38, 277. Jawad Belfqih (Berndorf) 1:29:25.

42,195 km: 1. Tobias Blum (LC Rehlingen) 2:16:24 Stunden, 2. Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid) 2:16:26, 3. Russel Dessaix-Chin (Österreich) 2:26:34, 4. Alexander Bock (LC Rehlingen) 2:29:08, 12. Stefan Andoc (Trier/1. M 45) 2:38:50, 274. Jürgen Roos (LT Schweich) 3:17:53, 387. Erich Mossal (LT Schweich) 3:25:51, 388. Rolf Henssler (Prüm) 3:25:57