| 17:22 Uhr

Waxweiler/Hamm
Marathon zwischen den Fluten

Eifelmarathon FOTO: Holger Teusch
Waxweiler/Hamm. Nach dem Lauf in der Eifel brauchen nicht nur die 500 Starter eine Dusche, sondern auch deren Schuhe. Von Holger Teusch

Reinhold Lempges drückte sich vorsichtig aus: „Im Wald könnte es etwas matschig werden“, sagte der Eifelmarathon-Moderator, als noch keiner der rund 500 Starter dreckige Schuhe hatte. Doch dass das wichtigste Werkzeug der Ausdauersportler nach der 21. Auflage des Eifelmarathons genauso eine Dusche brauchen würde wie die Athleten, war nicht nur dem Vorstandsmitglied des Eifelmarathon-Vereins klar. So braun die Fluten der Prüm auch waren, an deren Ufern sich die Strecke entlang windet, die Läufer kamen zwischen zwei Starkregen am Samstag- und Sonntagabend trocken ins Ziel.

Jule Prins hatte auf der noch weitestgehend über Asphalt führenden Zehn-Kilometer-Strecke kaum Probleme mit rutschigem Untergrund. Die 28-Jährige blieb als erste Frau auf der kürzesten beim Eifelmarathon angebotenen Strecke in 39:42 Minuten unter der 40-Minuten-Schallmauer. Erstaunlich war, dass trotz Schlamm und Schwüle auf der Marathon- und Ultramarathonstrecke kaum langsamer gelaufen wurde als 2017. Die Sauerländerin Carmen Otto luchste in 3:35:39 Stunden 42,195-Kilometer-Vorjahressiegerin Hendrike Hatzmann (TV Konzen/3:39:59) den Titel ab, den der Saarbrücker Timo Schmidt bei den Männern in 3:02:50 Stunden verteidigen konnte. Über 51,4 Kilometer verhinderte der zweimalige Rursee-Marathon-Gewinner Markus Mey aus dem nordrhein-westfälischen Schleiden den dritten Erfolg des zeitweise in Biersdorf lebenden Belgiers Gert Mertens. In 3:45:55 Stunden war Mey im Schnitt pro Kilometer nur vier Sekunden langsamer als Schmidt auf der neun Kilometer kürzeren Strecke.

Schnellster Ultraläufer aus dem Leichtathletikbezirk Trier war als Achtplatzierter Erich Mossal vom LT Schweich in 4:37:28 Stunden. Bei den Frauen verpasste Kerstin Kotz von den Eifelläufern als Viertplatzierte in 5:22:52 Stunden einen Platz auf dem Siegertreppchen nur knapp. Einen Trierer Sieg gab es durch Robin Marbut auf der Halbmarathonstrecke. Bei den Frauen musste sich die Japanerin Tomoka Sudo nach dem zweiten Platz im vergangenen Jahr diesmal hinter der Essenerin Claudia Mordas und Sandra Ricke (TSV Korbach) mit dem dritten zufriedengeben.

Ergebnisse:
Frauen, 10 km: 1. Jule Prins (Sport Brang Team) 39:42 Minuten. 21,1 km: 1. Claudia Mordas (Essen/W50) 1:37:27 Stunden, 2. Sandra Ricke (TSV Korbach/W40) 1:39:48, 3. Tomoka Sudo (Japan) 1:47:04, 4. Tanja Klaes (Erdinger Alkoholfrei) 1:47:43, 5. Gerlinde Helten (Maar-Läufer Daun) 1:50:31. W45: Katharina Bobermann (PL) 1:56:50. W55: Ute Kleinert (TG Konz) 1:55:31. W60: Inge Roth (PL) 2:15:52. 42,195 km: 1. Carmen Otto (Sport Schneider Trail Team/W40) 3:35:39, 2. Hendrike Hatzmann (TV Konzen/W35) 3:39:59, 3. Benia van Asperen-Meler (NED) 3:59:53, 4. Lisa Kipper (Saarbrücken/W30) 4:07:16, 5. Sabrina Ostrom (Spangdahlem) 4:09:24. 51,4 km: 1. Diana Hellebrand (Koblenz/W40) 4:59:42, 2. Christina Lange (Potsdam/W45) 5:06:59, 3. Susanne Loewen (Köln/W20) 5:16:24, 4. Kerstin Kotz (Die Eifelläufer) 5:22:52, 5. Diana Cols (Niederlande/W50) 5:25:20.
Männer, 10 km: 1. Lorenz Bell (LG Vulkaneifel/U20) und Marc Prins (Team Sport Brang) beide 38:36 Minuten. 21,1 km: 1. Robin Marbut (Trier/M20)  1:30:52 Stunden, 2. Weldit Weldegebril (SV Waxweiler/Eritrea) 1:34:00, 3. Michael Molter (IPConcept/M40) 1:35:08, 4. Oliver Högner (SV Neunkirchen-Steinborn/M45) 1:35:29, 5. Ralf Rhein (PST Trier/M50) 1:35:50. M35: Jens Schilz (SV Lambertsberg) 1:49:26. 42,195 km: 1. Timo Schmidt (Saarbrücken/M45) 3:02:50, 2. Thomas Ryba (Winterberg/M40) 3:16:27, 3. Alfred Hüpgen (Rursee Marathon/M50) 3:33:04, 4. Mario Aubart (TV Bitburg) 3:36:13, 5. Peter Schneider (Sport Schneider Trail Team) 3:36:17. M55: Wolfgang Deutsch (LT Schweich) 3:48:44. M75: Karl-Heinz Schröder (PL) 5:36:58. 51,4 km: 1. Markus Mey (Schleiden/M45) 3:45:55, 2. Gert Mertens (Belgien/M50) 3:50:29, 3. Benjamin van den Bergh (Belgien/M30) 4:08:42, 4. Gernot Helferich (Rot) 4:18:15, 5. Sebastian Fetick (Koblenz/M35) 4:26:50.
Abkürzungen: NED = Niederlande, PL = LG Pronsfeld-Lünebach

Im Internet Bilder und alle Ergebnisse: www.volksfreund.de/laufen

Läuft bei denen: Knapp 500 Starter sind beim Eifel-Marathon dabei gewesen.
Läuft bei denen: Knapp 500 Starter sind beim Eifel-Marathon dabei gewesen. FOTO: Holger Teusch