Mister Inferno Marc Pschebizin wird Weltmeister auf Maui (Hawaii)

Triathlon : Mister Inferno wird Weltmeister auf Maui

Marc Pschebizin von Tri Post Trier gewinnt bei der Xterra-WM in bei den 45- bis 49-Jährigen. Sein aus Traben-Trarbach stammender Schützling Timo Spitzhorn wird U-20-Fünfter.

Marc Pschebizin kann es nicht lassen! Der 46-Jährige von Tri Post Trier kehrte im August nicht nur zum Inferno-Triathlon in die Schweiz zurück, den er zwischen 1999 und 2012 zehnmal gewann und ihm den Spitznamen „Mister Inferno“ einbrachte. Der in Mertesdorf lebende Triathlet und Trainer qualifizierte sich kurz nach seinem siebten Platz am Schilthorn beim Xterra-Rennen im luxemburgischen Rosport für die Weltmeisterschaft dieser Crosstriathlon-Serie (daneben gibt es noch eine Crosstriathlon-WM des Triathlon-Weltverbandes ITU) auf Maui. Auf der zweitgrößten Insel des Hawaii-Archipels gelang ihm ein Coup, der Titelgewinn in der Altersklasse M 45.

Seine Profikarriere hat Pschebizin zwar längst beendet, so ganz die Finger von dem Sport lassen kann der schnellste Langdistanz- oder Ironman-Triathlet der Region Trier (8:34:58 Stunden 2008 im fränkischen Roth) aber nicht. „Die Maui-Form war etwas Abfallprodukt vom Inferno-Triathlon im August. Dafür habe ich echt nochmal viel trainiert“, erklärt Pschebizin. Das Bergtraining in den Alpen kam ihm auch auf Maui zugute. Beim abschließenden Zehn-Kilometer-Extremcrosslauf gab ihm das Wissen über seine Fähigkeiten im Anstieg die Sicherheit und Zuversicht, den bis dahin in seiner Altersklasse führenden Franzosen Guillaume Demangeon noch einzuholen.

Beim Schwimmen über 1,5 Kilometer durch die riesigen Pazifikwellen sei es nur Durchkommen gegangen. Fast 26 Minuten kämpfte sich Pschebizin durchs Salzwasser. Sein aus Traben-Trarbach stammender Schützling Timo Spitzhorn war mehr als vier Minuten schneller (21:42). Doch schon auf der fast ausschließlich über schmale Pfade führenden 30 Kilometer langen Mountainbike-Strecke ist der Coach (1:43:15 Stunden) trotz eines Sturzes, Abschürfungen an Armen und Beinen etwas schneller (Spitzhorn: 1:44:30).

Und in der Abschlussdisziplin rennt Pschebizin an einem Konkurrenten nach dem andern und auch an Spitzhorn vorbei. An einer 20-prozentigen Steigung zwei Kilometer vor dem Ziel sieht Pschebizin den M-45-Führenden vor sich. „Einfach unglaublich welche Kräfte ein Mensch im total erschöpften Zustand noch freisetzen kann! Ich fliege förmlich an ihm vorbei, er steht, kein Widerstand“, berichtet Pschebizin von der Situation.

Auf den letzten Kilometern kann er sogar noch den Ausblick aufs türkis-blaue Meer genießen. Nach 3:02:41 Stunden wird er von Timo Spitzhorns Vater Oliver, der das Duo betreute im Ziel als M-45-Weltmeister empfangen. Demangeon (3:04:23) liegt fast zwei Minuten dahinter. Timo Spitzhorn (3:08:59), der in diesem Jahr mit dem PSD Bank Team Tri Post Trier den Klassenerhalt in der ersten Bitburger 0,0% Bundesliga geschafft hat, wird nach dem Vizeweltmeistertitel 2018 diesmal U-20-Fünfter.

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