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Leichtathletik
Die Mannschaft will zur DM

 Die Leichtathleten des Post-Sportvereins Trier mit Abteilungsleiter Günter Heidle an der Spitze (ganz links ohne Trainingsjacke) wollen 2019 wieder bei nationalen Titelkämpfen mitmischen.
Die Leichtathleten des Post-Sportvereins Trier mit Abteilungsleiter Günter Heidle an der Spitze (ganz links ohne Trainingsjacke) wollen 2019 wieder bei nationalen Titelkämpfen mitmischen. FOTO: Holger Teusch
Trier. Die Leichtathleten des Post-Sportvereins Trier blicken zuversichtlich auf die zweite Saison nach Volkhart Rosch. Von Holger Teusch

„Wir sind eine tolle Mannschaft!“ Ein bisschen sich selbst auf die Schulter klopfend war das die Kernaussage von Thomas Fusenigs Erklärung für die Erfolge der Leichtathleten des Post-Sportvereins Trier (PST) in der ersten Saison nach dem Tod von Volkhart Rosch. Ehrungen für Leistungen im Jahr 2018, aber vor allem auch der Blick auf die Saison 2019 standen bei der schon traditionellen Pressekonferenz der PST-Leichtathleten im Fokus.

Rosch, der Übervater der Leichtathleten, nicht nur des PST, war ein halbes Jahrhundert omnipräsent. Würde es ohne ihn gehen? „Viele haben gesagt, wenn Volkhart mal nicht mehr da ist, wird es bergab gehen mit der Leichtathletik“, sagte Fusenig. Dagegen stemmt sich ein großes Trainerteam, eine ganze Mannschaft!

Den Aufbau einer vielseitig trainierenden Schülernachwuchsgruppe hatten Fusenig und seine Trainerkollegen bereits unter Rosch begonnen. „So nach und nach merkt man, dass wir in den vergangenen Jahren gut gearbeitet haben“, erklärte er. Die Trainingsgruppen seien teilweise so voll, dass es einen Aufnahmestopp für gebe. Schon im zweiten Jahr in Folge konnte sich eine Mädchen-Sprintstaffel für die deutschen Jugendmeisterschaften qualifizieren. Das Quartett mit Rebecca Kupczik, Charlotte Reihs, Maren Schumacher und Marie Dietsch verbesserte den 44 Jahre alten U18-Bezirksrekord über 4 x 100 Meter auf 49,73 Sekunden.

Was sich seit einigen Jahren abzeichnet: Die PST-Leichtathleten, das sind nicht mehr nur ausschließlich Läufer. „Wir haben sieben Athleten im Mehrkampf-Nachwuchskader des Leichtathletik-Verbands Rheinland. Das ist der größte Anteil eines Vereins“, erzählte Fusenig, der darauf hinwies, dass der PST als Drittplatzierter der Rheinlandmeisterschaftswertung 2018 das beste reine Vereinsteam war. Die in der alle Resultate der Verbandsmeisterschaft umfassenden Wertung vor dem PST (598 Punkte) liegenden LG Rhein-Wied (816) und LG Bernkastel-Wittlich (695) sind Startgemeinschaften aus bis zu 14 Clubs.

Der Blick geht aber wie bei der Sprintstaffel über die Rheinland- und Landesebene hinaus zu nationalen Meisterschaften. Auch wenn es schwierig werde, wolle man über 4 x 100 Meter versuchen wieder bei der DM dabei zu sein. Außerdem strebe man die Qualifikation von einzelnen Athleten, so wie 2018 von Hürdenläufer Nicolas Fusenig, an.

Eine nationale Meisterschaft steht bereits in gut zwei Wochen auf dem Programm: Am 9. März in Ingolstadt geht es zur Crosslauf-DM nach Ingolstadt. „Man braucht die Konkurrenz. Deshalb müssen wir manchmal auch weit fahren“, sagte der PST-Leichtathletik-Abteilungsvorsitzende Günter Heidle - und ist damit mit Lauftrainer Marc Kowalinski einer Meinung. Das Team der männlichen Jugend, die bereits Rheinland- und Rheinland-Pfalz-Meister geworden sind, könne dort wieder gut aussehen, glaubt der deutsche Crosslauf-Mannschaftsmeister von 2006. Bereits vor Jahresfrist wurden Abraham Wirtz, Jakob Hering und Johannes Hein Siebte. Im Sommer soll es dann unter anderem mit der 3 x 1000-Meter-Staffel auf nationaler Ebene weitergehen. Der Teamgeist soll beflügeln!