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Mit drei Jahren Anlauf wird’s der größte Eifelmarathon mit Trail

Landschaftslauf : Mit drei Jahren Anlauf wird’s der größte Eifelmarathon

Rund 800 Namen stehen in der Startliste des 23. Eifelmarathons am Sonntag (12.6.) entlang der Prüm zwischen Waxweiler und dem Bitburger Stausee. So viele wie noch nie zuvor.

Peter de Winkel schüttelt den Kopf. Ein einleuchtende Erklärung, weshalb der Eifelmarathon drei Jahre nach seiner letzten Austragung im Jahr 2019 auf Rekordkurs ist, hat auch der Mitorganisator vom gleichnamigen Verein nicht. „Ich wundere mich, dass immer noch Meldungen für den Marathon und den Ultra reinkommen“, sagt der Eifelmarathon-Mitbegründer. Dabei sollte man meinen, dass man einen Lauf über 42,195 Kilometer oder gar 51,4 Kilometer (Ultramarathon) nicht spontan plant.

Knapp 800 Läufer haben sich bis zum Ende der Online-Meldefrist in die Starterliste eingetragen. Dazu kommen noch rund 100 Kinder für den Benefiz-Staffellauf. „Wenn das Wetter hält - und das wird halten - werden es noch mehr werden“, ist sich de Winkel sicher. In der Meldeliste stehen etliche Läufer, die sich für die letztlich wegen Corona abgesagten Veranstaltungen 2020 und 2021 angemeldet hatten. „Es waren nur wenige, die ihr Startgeld zurückgefordert haben“, erzählt de Winkel. Bei allen anderen wurde der Startplatz auf die 23. Auflage übertragen. Wie viele wirklich antreten, werde man am Sonntag (12.6., ab 9 Uhr) sehen. Das Eifelmarathon-Team ist angesichts des Zuspruchs hoch motiviert.

Und dass, obwohl die Organisation nach der langen Corona-Pause und vor allem wegen der Flutkatastrophe nicht leichter geworden ist. Die Eifelmarathon-Zentrale, das Bürgerhaus von Waxweiler, ist nach der Überschwemmung vor elf Monaten noch nicht wieder instand gesetzt. Deshalb entfallen Pastaparty am Vorabend der Rennen und Marathonfrühstück am Wettkampfmorgen. Es gibt schlicht nicht die Möglichkeiten das durchzuführen. „Bis auf die Startnummernausgabe machen wir alles draußen“, erklärt de Winkel.

Was zu einem Landschaftslauf wie den Eifelmarathon auch gut passt. Noch mehr Natur als die bisher angebotenen Strecken von zehn Kilometer, über Halbmarathon, die volle Marathondistanz bis hin zum 51,4-Kilometer-Ultramarathon bietet der erstmals durchgeführte Traillauf. Asphaltanteil: Das unvermeidliche ein Prozent bei Start und Ziel. Ansonsten nur Wiesen- und Waldwege sowie schmale Pfade. Dazu auf 28 Kilometern Wegstrecke knackige 900 Höhenmeter.

Noch mehr Steigungen, knapp 1000 Höhenmeter, bietet nur der Ultramarathon. Allerdings gestreckt auf 51,4 Kilometer. Der Lokalmatador und ehemalige Ultra-Sieger Gerd Mertens (Eifelläufer) versucht sich diesmal auf der Trailstrecke. Favorit auf der Ultramarathondistanz ist Frank Merrbach. Der Berliner hat bereits den Rennsteiglauf gewonnen, war Deutscher 50-Kilometer-Meister und WM-Teilnehmer auf dieser Distanz.

 Freundensprünge wie manch begeisterter Teilnehmer bei der letztne Austragung vor drei können die Organisatoren des Eifelmarathons machen. So viele Läufer wie noch nie haben sich für den Lauf am Sonntag angemeldet.
Freundensprünge wie manch begeisterter Teilnehmer bei der letztne Austragung vor drei können die Organisatoren des Eifelmarathons machen. So viele Läufer wie noch nie haben sich für den Lauf am Sonntag angemeldet. Foto: Holger Teusch

Der Zehn-Kilometer-Lauf, der als kürzeste Distanz sonst eher ein Schattendasein fristet, verspricht so gut besetzt und schnell zu werden, wie noch nie. Den Gegenbesuch der Läufer aus Föhrens französischer Partnerschaft Monéteau verbindet die LG Meulenwald mit einem gemeinsamen Start beim Eifelmarathon. Die mit 36:51 Minuten notierte Französin Alexandra Droulin ist Favoritin auf den Sieg und den Streckenrekord (39:42). Bei den Männern zeichnet sich ein Duell zwischen LGM-Läufer Martin Müller und Nicolas Krämer von der LG Vulkaneifel ab.