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Nach Pech in Tübingen wird’s eng in Berlin für Trierer Triathleten

Triathlon : Nach Pech in Tübingen wird’s eng in Berlin

Das PSD Bank Team Tri Post Trier fährt nach dem vorletzten Rennen in Tübingen auf einem Nicht-Abstiegsplatz zum Finale der ersten Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga. Die Mannschaft darf sich aber keinen Ausrutscher leisten.

Hätte, hätte, Fahrradkette, der Spruch passt nach dem dritten Triathlon-Bundesliga-Rennen auf die Ausdauerathleten von Tri Post Trier. Hätte Conor Sproule noch eine Sekunde schneller laufen können oder Oliver Gorges zwei, wäre Jens Roth nicht beim abschließenden 5,2-Kilometer-Lauf eingebrochen - in Tübingen fehlten nur Sekunden, um beruhigt zum Finale nach Berlin zu fahren. Es sei schon etwas Pech gewesen, meinte der Triathlon-Abteilungsleiter des Post-Sportvereins Trier Helmut Rach:. „Es waren nur ganz wenige Punkte zu den vor uns platzierten Mannschaften.“ Statt dem zwölften hätte es genauso gut der zehnte Platz und damit zwei Punkte mehr für den Bundesliga-Klassenerhalt sein können. Das zeigt aber auch, wie eng es in den Triathlon-Bundesliga-Rennen zugeht.

Das PSD Bank Team Tri Post Trier präsentierte sich am vergangenen Sonntag am Neckar ähnlich gut wie vier Wochen zuvor in Düsseldorf (zehnter Platz). Roth kam nach 750 Meter Flussschwimmen in 10:05 Minuten als Dritter aus dem Wasser. Schon fünf Sekunden dahinter folgte Gorges.

Auf der gut 20 Kilometer langen Radstrecke habe Roth viel, zu viel gearbeitet, erzählt Tri-Post-Teamchef Marc Pschebizin. „Ich habe versucht das Feld zu sprengen“, sagt Roth. Doch der Schuss ging nach hinten los. Kurz vor der Wechselzone fiel er nach waghalsigen Überholmanövern der Konkurrenz zurück. „Es hat nicht viel gefehlt und es hätte wieder einen Massensturz gegeben. Der spätere Zweitplatzierte hätte mich fast vom Rad geworfen“, erzählt Roth, der bedauert, dass man durch die Windschattenfreigabe bei den Bundesligarennen seine Radfahrstärke nicht ausspielen könne. In der Abschlussdisziplin (19:02 Minuten) wurde der Deutsche Crosstriathlon-Meister bis auf den 58. Platz durchgereicht. „Da ging gar nichts mehr. Das Laufen hat mich um den Lohn der Arbeit gebracht“, bedauert Roth.

Besser erging es Gorges, der kurz nach ihm in die Laufschuhe schlüpfte. Nur sein australischer Mannschaftskamerad Adam Rudgley (17:22) lief noch an dem Luxemburger (17:32) vorbei. Der ehemalige U-23-WM-Dritte war als 25. in 57:45 Minuten bester Tri-Post-Athlet vor Gorges (31. in 57:54). Rudgleys Landsmann Sproule kämpfte sich nach mäßigem Schwimmen (10:55) auf dem Rad (28:47) und im Laufen (17:09) noch auf den 38. Platz. Roth belegte den 58., Tim Dülfer (11:07 - 30:20 - 17:46) den 65. Platz.

Mit 25 Punkten haben die Trierer in der Bundesligatabelle nun zwei Zähler Vorsprung auf den 15. Weimar und damit auf einen Abstiegsplatz. „Es wird nun verdammt eng in Berlin“, vermutet Pschebizin. Denn mit Rudgley (kehrt nach Australien zurück) und Gorges (Rennen in Asien) fehlen Pschebizin seine beiden in Tübingen bestplatzierten Athleten.

An der Spitze der Bundesliga-Tabelle rückte Abonnement-Meister Buschhütten mit einem souveränen Sieg die Rangfolge wieder zurecht. Das Team Triathlon Potsdam, für das auch der Trierer Giulio Ehses die beiden ersten Bundesliga-Rennen bestritten hat, wurde in Tübingen (ohne Ehses) nur Siebter und liegt in der Tabelle nun mit sechs Punkten Rückstand auf dem zweiten Rang.

Einzelwertung

Teamwertung

 Die Tempoarbeit von Jens Roth (Startnummer 68) auf dem Rad wurde beim Rennen der ersten Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga in Tübingen nicht belohnt, aber das PSD Bank Team Tri Post Trier fährt auf einem Nicht-Abstiegsplatz zum Finale nach Berlin.
Die Tempoarbeit von Jens Roth (Startnummer 68) auf dem Rad wurde beim Rennen der ersten Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga in Tübingen nicht belohnt, aber das PSD Bank Team Tri Post Trier fährt auf einem Nicht-Abstiegsplatz zum Finale nach Berlin. Foto: Helmut Rach
 Das PSD Bank Team Tri Post Trier belegte beim dritten Rennen zur Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga den zwölften Platz.
Das PSD Bank Team Tri Post Trier belegte beim dritten Rennen zur Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga den zwölften Platz. Foto: Helmut Rach

Bundesliga-Tabelle