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Nagels Ironman-Debüt: Repariert und geblutet

Nagels Ironman-Debüt: Repariert und geblutet

Acht Triathleten aus der Region Trier haben sich bei Ironman-Rennen die zweithöchste Krone des Ausdauerdreikampfes aufgesetzt. Kurios: Drei von ihnen liefen den abschließenden Marathon fast gleich schnell. Schnellster aus der Region war bei den Rennen in Frankfurt und Klagenfurt Jens Nagel.

"Das ist schon lustig. Abgesprochen haben wir das aber nicht", sagt Jens Nagel lachend. 3:33:42 Stunden benötigte der 37 Jahre alte Cheftrainer des Trierer Teams Getfit für die abschließenden 42,195 Lauf-Kilometer bei den Ironman-Europameisterschaften in Frankfurt. Der Trierer Dirk Müller (3:33:26) war nur 16 Sekunden schneller, der aus Föhren stammende Joachim Prinz (Silvesterlauf Trier e.V./3:33:53) nur elf Sekunden langsamer. In der Summe der drei Einzeldisziplinen und zusammengerechnet mehr als 226 Kilometern war Nagel in 9:40:06 Stunden aber gleich bei seinem Debüt auf der Triathlon-Langdistanz bester Starter der Region.

Die zweithöchste Krone, einen Ironman geschafft zu haben, haben sich Nagel und sieben weitere Sportler aus Trier und Umgebung aufgesetzt. Das höchste der Triathleten-Gefühl, die Teilnahme an den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii, muss noch warten. "Ich gehe davon aus, dass die letzten Hawaii-Tickets in meiner Altersklasse M35 bei 9:20 Stunden weggingen", sagt Nagel zur knallharten WM-Qualifikation. Irgendwann werde er wohl auch diese Herausforderung in Angriff nehmen.

Für den Familienvater schien sein Ironman-Debüt zunächst unter keinem guten Stern zu stehen. "Ich hatte schon vor dem Start einen Plattfuß und musste ein Rad wechseln", erzählt er. Das Problem: Nagel hatte keinen Ersatzreifen mehr, falls er während des Wettkampfs einen Defekt haben würde.

Etwas Entspannung brachte die erste Disziplin. Schon nach 57:43 Minuten hatte Nagel die 3,8 Kilometer Schwimmen im Langener Waldsee hinter sich gebracht. Doch auf dem Weg zur Radwechselzone sammelte sich viel Sand an seinen Füßen. "Bereits beim Radfahren hatte ich eine schöne Blutblase an den Fußsohle", erzählt Nagel von den Folgen. Doch nach 5:02:40 Stunden (Durchschnittsgeschwindigkeit knapp 36 km/h) hatte er die 180 Kilometer auf zwei Rädern auch gut hinter sich gebracht. Schneller waren nur der in Trier geborene Dominik Sonndag (4:59:04 Stunden Rad, 9:56:27 Stunden Gesamtzeit, 289. Platz Männer) und eine Woche zuvor beim Ironman in Klagenfurt Markus Quirin (4:58:44). Der Athlet von Tri-Post Trier schwamm in Österreich sogar noch schneller als Nagel in Frankfurt (57:32), benötigte aber für den abschließenden Marathonlauf rund 13 Minuten länger (Gesamtzeit: 9:50:29).

Trotz Blase am Fuß ging es auch für Nagel auf den ersten 25 Lauf-Kilometern gut. "Die Stimmung war genial. An der Laufstrecke am Mainufer war eine Menge los", erzählt er. Doch nach mehr als sechs Stunden Wettkampfzeit kamen die Sportler, die um 7 Uhr morgens gestartet waren, in die Mittagshitze. "An jeder Verpflegung blieb man stehen, um sich zu kühlen, zu trinken und zu essen. Da hat man natürlich viel Zeit gelassen, aber es ging nicht anders", sagt Nagel, der unter 3000 gemeldeten Startern den 165. Platz bei den Männern belegte (39. M35).

Müller belegte in 9:46:46 Stunden den 218. Platz (43. M40). Der ehemalige Mittelstreckenläufe Prinz, der ebenfalls sein Ironman-Debüt feierte, wurde in 10:29:58 Stunden 538. (103. M40) und ließ damit Sven Hagemann (TuS Daun/1044. in 11:23:23) und Matthias Drexler (Tri-Post Trier/1096. in 11:28:35) hinter sich. Als einzige Frau aus der Region beendete Petra Reiter das Rennen in 12:15:59 Stunden auf dem 106. Platz.

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