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Nora Schmitz rennt auf dem Oberwerth lächelnd DM-Norm

Nora Schmitz rennt auf dem Oberwerth lächelnd DM-Norm

Nico Sonnebergs Lauf zur U23-EM-Norm und Maren Kocks 1500-Meter-Zeit von 4:12,51 Minuten waren aus deutscher Sicht die Höhepunkte beim Koblenzer Mini-Internationalen. Regional stachen Nora Schmitz und Mirco Zenzen heraus.

 Chiara Bermes vom Post-SV Trier verpasste die U23-DM-Norm über 1500 Meter nur um 1,61 Sekunden.
Chiara Bermes vom Post-SV Trier verpasste die U23-DM-Norm über 1500 Meter nur um 1,61 Sekunden. Foto: Holger Teusch
 Nora Schmitz vom Post-SV Trier freute sich schon vor dem Zielstrich über die erreichte U23-DM-Norm über 5000 Meter.
Nora Schmitz vom Post-SV Trier freute sich schon vor dem Zielstrich über die erreichte U23-DM-Norm über 5000 Meter. Foto: Holger Teusch
 Mirco Zenzen von der LG Vulkaneifel war bester 1500-Meter-Läufer aus der Region und blieb unter vier Minuten.
Mirco Zenzen von der LG Vulkaneifel war bester 1500-Meter-Läufer aus der Region und blieb unter vier Minuten. Foto: Holger Teusch
 Lauf-Express (von links): Der Deutsche 10 000-Meter-Meister Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt), der Österreicher Andreas Vojta, der das 5000-Meter-Rennen gewann, Nico Sonnenberg (LG Eintracht Frankfurt) und der EM-15. Julian Flügel.
Lauf-Express (von links): Der Deutsche 10 000-Meter-Meister Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt), der Österreicher Andreas Vojta, der das 5000-Meter-Rennen gewann, Nico Sonnenberg (LG Eintracht Frankfurt) und der EM-15. Julian Flügel. Foto: Holger Teusch

"Wenn ich auf der Zielgerade nicht lächle, war der Lauf nicht gut", sagte Nora Schmitz. Die 21-Jährige vom Post-SV Trier (PST) hatte am Mittwochabend eine einfache Begründung dafür, dass sie nach anstrengenden 5000 Meter im traditionsreichen Koblenzer Stadion Oberwerth alles andere, als einen verkrampften Gesichtsausdruck hatte. In 18:12,51 Minuten lief die Studentin nicht nur persönliche Bestzeit, sondern erfüllte auch die Norm von 18:20 Minuten für die Deutschen Meisterschaften der U23-Junioren im Juni in Göttingen klar.

Für Schmitz' Vereinskameradin Chiara Bermes war es dagegen ärgerlich, dass sie in den langsameren der beiden Frauen-Läufe über 1500 Meter gesetzt wurde. In 4:49,61 Minuten landete die 19-Jährige zwar einen Start-Ziel-Sieg, verpasste die U23-DM-Norm aber um 1,61 Sekunden. Im A-Lauf hätte Bermes weniger Tempoarbeit machen müssen, so wie die Wittlicherin Katharina Rach. Die für Marburg startende 22-Jährige lief in 4:51,57 Minuten persönliche Bestzeit.

Siegerin des Rennes wurde Kerstin Marxen aus Manderscheid. Die 27-Jährige vom TSV Gormaringen freute sich nach dem Examen in ihrem Pharmaziestudium, dass sie trotz Trainingsrückstands in 4:24,43 Minuten nur sieben Sekunden über ihrer Bestzeit blieb. Schneller war nur die letztjährige Deutsche Hallenmeisterin Maren Kock. Die für Regensburg startende Estländerin konnte allerdings im C-Lauf der Männer "mitschwimmen" und verpassten in 4:12,51 Minuten die deutsche Jahresbestzeit nur um eine Sekunde.

Zufrieden war auch Mirco Zenzen. Der 19-Jährige von der LG Vulkaneifel (LGV) lief als neuntschnellster der Männerkonkurrenz 3:58,08 Minuten. Auf den letzten 200 Metern habe noch das Stehvermögen gefehlt, sagte der Kelberger. Die U23-DM-Norm verfehlte Zenzen nur um eine halbe Sekunde. Die Jagd nach Normen sei für ihn in seinem ersten U23-Junioren-Jahr aber auch zweitrangig. Er wolle seine persönlichen Rekorde steigern.

Das gelang trotz idealer Bedingungen (windstill, 13 Grad) am Mittwochabend den besten der angetretenen deutschen 5000-Meter-Läufer nicht ganz. Der aus Äthiopien stammende Zeller Adventslauf-Zweiten und Trierer Silvesterlauf-Neunten Homiyu Tesfaye zog seinen Vereinskameraden Nico Sonnenberg (14:02,28 Minuten) von der LG Eintracht Frankfurt zur U23-Europameisterschaftsnorm (14:04,00 Minuten). Im Endspurt musste sich der 20 Jahre alte Schützling von Langstrecken-Bundestrainer Wolfgang Heinig aber dem Österreicher Andreas Vojta (13:57,06) geschlagengeben. Zwischen Tesfaye und Sonnenberg schob sich mit einem tollen Endspurt auch noch der Regensburger Julian Flügel (13:59,63).

Für das herausragende Resultat der Zwölfeinhalb-Runden-Läufer aus der Region lohnt sich ein Blick über die luxemburgische Grenze: Pol Mellina von Celtic Diekirch steigerte sich um mehr als 25 Sekunden auf 14:10,89 Minuten (zwölfter Platz). Der vom Bitburger-Läufercup bekannte Belgier Christoph Gallo leistete Maßarbeit und blieb in 14:59,27 Minuten erstmals unter 15 Minuten.

Vier Kilometer lang lief auch Alexander Bock in Gallos Gruppe. Doch auf den letzten Runden fehlte dem U23-Bronzemedaillengewinner der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften die Kraft. Der PST-Läufer lief in 15:06,17 Minuten aber trotzdem persönlich Bestzeit.

Den einzigen Sieg für einen Läufer aus der Region errang am Mittwochabend Jakob Gieße als schnellster U20-Junior über 800 Meter. Im Rennen des 18 Jahre alten LGV-Mittelstrecklers wurde auf der ersten Runde allerdings zu viel gebummelt. In 1:58,26 Minuten blieb der Schützling von Trainerin Tina Marxen deshalb knapp zwei Sekunden über der U20-DM-Norm.

Ergebnisse der Läufer aus dem Leichtathletik-Bezirk Trier:

Frauen, 1500 m: 1. Kerstin Marxen (Manderscheid/TSV Gormaringen) 4:24,43 Minuten, 5. Chiara Bermes (PST) 4:49,61, 8. Katharina Rach (Wittlich/SF Marburg) 4:51,57. 5000 m: 25. Nora Schmitz (PST) 18:12,55 Minuten, 30. Tina Wessely (Spiridon Hochwald) 18:30,07.

Männer, 800 m: 20. Simon Fischer (LGV) 2:02,27 Minuten. 1500 m: 9. Mirco Zenzen (LGV) 3:58,08 Minuten. 5000 m: 60. Alexander Bock 15:06,17 Minuten, 90. Andreas Theobald 15:50,00, 103. Stefan Andoc 16:13,61, 109. Jürgen Hein 18:35,41 (alle PST).

Männliche Jugend U20, 800 m: 1. Jakob Gieße (LGV) 1:58,26 Minuten.

Abkürzungen: LGV = LG Vulkaneifel, PST = Post-SV Trier

Link zur kompletten Ergebnisliste:
http://www.lvrheinland.de/fileadmin/dbcontent/2013/05_Mai/E_2013-05-15_Koblenz.htm