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Nora Schmitz saugt Motivation aus DM-Debüt auf Platz 18

Nora Schmitz saugt Motivation aus DM-Debüt auf Platz 18

Als zweite Läuferin aus der Region überhaupt startete Nora Schmitz am vergangenen Sonntag (19. Juni) bei den deutschen Meisterschaften über 5000 Meter. Platz 18 hört sich nicht spektakulär an. Doch für die 24-Jährige vom Post-SV Trier war das Erlebnis mit den besten deutschen Langstrecklerinnen in einem Rennen zu laufen, Riesenmotivation für die Zukunft. Die 4 x 400-Meter-Jugendstaffel der LG Bernkastel-Wittlich schied erwartungsgemäß im Vorlauf aus.

"Das war Gänsehaut pur!" Einen Tag nach ihrem Debüt bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven ist Langstrecklerin Nora Schmitz immer noch überwältigt von der Stimmung während des 5000-Meter-Rennens am Sonntagnachmittag in Kassel. In 17:30,67 Minuten blieb die 24-Jährige vom Post-SV Trier als 18. zwar 23 Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit, zog aus dem Rennen aber viel Motivation. "Da will ich nicht das letzte Mal mit dabei gewesen sein", sagt die Trierer Studentin. Die zwölfeinhalb Runden im Kasseler Auestadion seien etwas ganz anderes gewesen, als die Rennen, die sie sonst bestreitet. "Als wir ins bebende Stadion reingeführt wurden, das war einfach der Wahnsinn", erzählt Schmitz von der Atmosphäre im mit 17 000 Zuschauern besetzten Stadionrund. Konzentriere sie sich sonst nur auf ihre Rundenzeiten, so sei sie diesmal wie im Traum gelaufen.

Zwar erwartungsgemäß im Vorlauf, aber nicht traumhaft endet die DM für die 4 x 400-Meter-Jugendstaffel der LG Bernkastel-Wittlich. Melissa Rouyer, Helen Hayer, Helena Haag und Anna Rodenkirch, die alle auch im kommenden Jahr noch bei der Jugend startberechtigt sind, blieben als Siebte des ersten Vorlaufs in 4:14,99 Minuten fünf Sekunden über ihrer Qualifikationszeit.

Wie Nora Schmitz konnte auch das Quartett der Mosel-LG eine der besten nationalen Titelkämpfe der vergangenen Jahre verfolgen. "Ich bin vor Nervosität fast wahnsinnig geworden", sagt Schmitz lachend. Gut sei gewesen, dass sie mit ihrer Mutter Astrid, dem Trier-Saarburger Leichtathletik-Kreisvorsitzenden Günter Heidle, Dominik Werhan und Alexander Bock ein kompetentes Begleitteam hatte. "Dominik war ganz ruhig", erzählt Nora Schmitz. Der ehemalige deutsche Jugendmeister kennt sich im Kasseler Stadion aus und erledigte alle Formalitäten.

Ein Wunsch von Nora Schmitz ging allerdings nicht in Erfüllung. "Ich hatte mir für ein Autogramm von Mocki extra einen Eding in die Spiketasche gelegt", erzählt sie. Doch die 41-malige deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt trat wegen einer kurz vor dem Wettkampf erlittenen Muskelverletzung nicht an. Es siegte die aus Äthiopien stammende und auf ihre Einbürgerung wartende Fate Tola in 15:30,34 Minuten.

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