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Nürburgringlauf stirbt zum zweiten Mal

Nürburgring. Nachdem er 35 Mal durchgeführt wurde, ist der Nürburgringlauf Geschichte! In einer Pressemitteilung erklärte Hanns-Martin Fraas vom Organisationsteam der Eventwerkstadt und des RC Herschbroich, dass die traditionsreichste rheinland-pfälzische Laufveranstaltung für Jedermann nicht mehr durchgeführt wird. Holger Teusch

Der Grund: Bisher in Rad & Run am Ring integriert, ist der Nürburgringlauf zu klein als eigenständige Veranstaltung. "Während sich die Rad-Komponente stetig entwickelt hat, stagnierten die Laufzahlen oder waren teilweise sogar rückläufig", erklärt Fraas. Zuletzt kamen nur 1488 Läufer ins Ziel. In den Glanzzeiten der 80er und 90er Jahre waren es rund 5000. Besiegelt wurde das Aus für den Nürburgringlauf durch die Erweiterung von Rad am Ring durch weitere Disziplinen. So soll am 31. Juli wieder ein Profirennen auf dem ehemaligen Weltmeisterschaftskurs, auf dem 1966 Rudi Altig siegte, ausgetragen werden.

Bereits zwischen 2001 und 2003 gab es keinen Nürburgringlauf, nachdem der langjährige Organisationsleiter Gerhard Paech in Rente gegangen war. Als der Lauf über rund 24 Kilometer über die legendäre Nordschleife 1978 seine Premiere feierte, war er weitgehend einmalig in der deutschen Laufszene. Bis dahin trafen sich die Läufer meist in Wäldern, aber nicht auf abgesperrten Straßen zu ihren Rennen. Der erste deutsche Stadtmarathon wurde erst drei Jahre später in Frankfurt durchgeführt. Väter des Nürburgringlaufs waren der 1984 verstorbene Laufpionier Dr. Ernst van Aaken und der Manfred Steffny, der älteste der vier Trierer Laufbrüder.

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