Ohne Handy zum Rekord

Ohne Handy zum Rekord

Ein fünfter Platz durch Hammerwerfer Patrick Weber und drei sechste Plätze durch Linda Betzler, Christopher Pieper und Dominik Werhan sind die überraschend guten Ergebnisse des einheimischen Leichtathletik-Nachwuchses bei der Jugend-Hallen- und Winterwurf-DM.

Halle/Saale. (teu) Den Anfang machte der älteste Starter aus dem Leichtathletikbezirk Trier: Der 19-jährige Patrick Weber von der TG Konz schleuderte zu Beginn des letzten Wettkampftages auf dem schneebedeckten Werferplatz den Sechs-Kilo-Hammer fast auf persönliche Bestweite (59,93 Meter). Im letzten Versuch verbesserte er sich auf 59,46 Meter. Fünfter Platz - der Auftakt für einen erfreulichen DM-Sonntag.

Denn in der warmen Halle eiferten die Läufer des Post-SV Telekom Trier (PST) dem Hammerwerfer nach. Am Tag zuvor noch war Christopher Pieper über 200 Meter disqualifiziert worden. Fehlstart! Volkhart Rosch war stinksauer. Vor dem Zwischenlauf über 60 Meter kassierte der PST-Leichtathletik-Abteilungsleiter deshalb Piepers Handy. Volle Konzentration war gefragt, keine SMS. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Nachdem Pieper den Vorlauf (7,14 Sekunden) nur mit viel Glück überstanden hatte, verbesserte der 17-Jährige im Zwischenlauf seinen eigenen Bezirksrekord um zwei Hundertstel auf 6,93 Sekunden. Im Finale blieb Pieper in 6,94 Sekunden noch einmal unter der alten Bestmarke. Der Lohn: ein ausgezeichneter sechsten Platz.

Unbekümmert ins Finalrennen



Die gleichen Platzierungen erreichten auch Linda Betzler und Dominik Werhan. Nach zu schnellem Beginn über 3000 Meter (die ersten 200 Meter rannte er in 28 Sekunden, den ersten Kilometer in 2:50 Minuten) fing sich Dominik Werhan und lief in 8:42,76 Sekunden persönliche Bestzeit. "Dominik war damit mit Abstand der beste B-Jugendliche", freut sich Rosch über das Resultat des jüngsten PST-Starters im Feld der bis zu 19 Jahre alten Konkurrenten.

Ebenfalls ganz unbekümmert ging Betzler zuerst in den 1500-Meter-Vorlauf und dann ins Finale. Samstags steigerte sich die 17-Jährige auf 4:40,58 Minuten und verfehlte damit den Hallen-Bezirksrekord von Christina Mohr (LG Vulkaneifel/4:37,65) um weniger als drei Sekunden. Im Endlauf war die Gymnasiastin in 4:41,85 Minuten nur wenig langsamer. Ebenfalls über 1500 Meter schied samstags Alexander Bock im Vorlauf aus. "Alex hat sich gut verkauft", lobte Rosch aber den 17-Jährigen, der 4:15,75 Minuten lief.