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Online-Training mit Gesa Krause, Trainer-Stammtisch mit Klaus Klaeren

Leichtathletik : Online-Training mit Gesa, Trainer-Stammtisch mit Klaus Klaeren

Die neuen Nachwuchskader des Leichtathletik-Verbands Rheinland sind zusammengestellt. Trainiert wird momentan aber nur virtuell miteinander. Am Donnerstag (7. Januar) findet auch der erste Online-Trainerstammtisch statt.

Training mit einer Weltklasseathletin, darüber durften sich am ersten Samstag des Jahres knapp 100 Nachwuchssportler aus dem Leichtathletik-Verband Rheinland (LVR) freuen. Gesa Felicitas Krause, zweimalige Europameisterin über 3000 Meter Hindernis, deutsche Rekordlerin und Mitglied des Vereins Silvesterlauf Trier, leitete eine Übungsstunde. Natürlich nicht auf dem Sportplatz, erst recht nicht in einer Halle, sondern online. Gesa in ihrem Trainingsraum und die elf bis fünfzehn Jahre alten Mädchen und Jungen im heimischen Wohnzimmer mit dem Laptop vor Augen und dem Weihnachtsbaum in der Ecke.

Das virtuelle Nachwuchs-Kadertraining mit Gesa Krause war ein Höhepunkt der Maßnahmen des LVR seit dem erneuten Shutdown. Real getroffen haben sich die im Herbst in die Auswahlteams aufgenommenen jungen Sportler noch nicht. Erst wurde die sogenannte Talentiade Ende Oktober als Sichtungsmaßnahme wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. Die ersten, für Dezember geplanten Lehrgänge ereilte das gleiche Schicksal. Stattdessen trifft sich beispielsweise Jörg Klein aus Kröv als Beauftragter für Talentförderung und -sichtung und LVR-Lauftrainer für die unter 14-Jährigen per Videoschalte regelmäßig mit den jungen Läufern. Bereits an den Adventssamstagen wurde ein Online-Training angeboten. Vor Krause wurde dieses beispielsweise vom mehrfachen Hallen-DM-Medaillengewinner Marcel Kirstges und dem ehemaligen Hürdenlauf-Ass und jetzigen LVR-Lehrwart Oliver Götz aus Prüm abgehalten.

Götz war es zusammen mit LVR-Geschäftsführer Achim Bersch auch, der die Idee für das Online-Training hatte. „Als Anfang November absehbar war, dass wir lange Zeit keine Kader-Maßnahmen haben werden, habe wir uns gefragt, was wir machen können, um nicht einen ganzen Jahrgang zu verlieren“, erzählt Bersch. Mit gerade einmal zwei Tagen Vorlauf wurden alle Kaderathleten und ihre Heimtrainer angeschrieben. Von der Resonanz waren die LVR-Verantwortlichen positiv überrascht. 60 Endgeräte waren laut Bersch (der bewusst nicht von Teilnehmern spricht, weil nicht immer klar sei, wie viele junge Sportler, beispielsweise Geschwister, mittrainieren) eingeloggt. „Das hat uns motiviert weiter zu machen. Die Nachfrage und Resonanz sind überwältigend.“

Darauf hofft auch Klaus Klaeren als Gastgeber des ersten LVR-Trainerstammtischs auch am Donnerstag (7. Januar, Link unter Nachrichten auf www.lvrheinland.de). Der Austausch mit den  Heimtrainern der Kaderathleten, der sonst auf den (realen) Kaderlehrgängen stattfindet, soll so weitergeführt werden, erklärt der LVR-Lauf-Verbandstrainer und Leiter der Trierer Sportakademie. „Es soll eine ganz offene Geschichte werden“, sagt der 63-Jährige. Man wolle erst einmal mit dem Schwerpunkt Lauf über die Situation und die aktuellen Planungen für die Saison 2021 informieren, aber auch von den leistungssportliche orientieren Trainern Anregungen annehmen, wie der Verband deren Arbeit gerade unter Corona-Bedingungen vielleicht unterstützen kann.