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Organisatoren Ellscheider Crosslauf wollen Laufszene lebendig halten

Crosslauf : „Leben in die Laufszene erhalten!“

Der Verein Vulkanläufer will am 26. Februar in Ellscheid einen Spenden-Crosslauf organisieren, um nach den vielen ausgefallenen Veranstaltungen allen Ausdauersportlern wieder ein Wettkampfangebot zu machen.

Von der Qual der (Wettkampf-) Wahl konnten die Läufer in der Eifel in den letzten beiden Jahren wahrlich nicht sprechen. In den Wintermonaten der Corona-Zeit schon gar nicht. Von einst vier Crosslaufserien (mit jeweils vier Rennen im Winterhalbjahr) im ehemaligen Regierungsbezirk Trier wurde nur noch die Mosel-Serie im Kreis Bernkastel-Wittlich in abgespeckter Form durchgeführt. „Wir wollen das Leben in der Laufszene erhalten“, nennt Inge Umbach von den Vulkanläufern als wichtigste Grund, kurzfristig am 26. Februar in Ellscheid einen Crosslauf zu organisieren. In zwei Jahren Pandemie ist der soziale Aspekt des Ausdauersports zu kurz gekommen.

Wie wichtig Veranstaltungen zur Motivation sind, weiß man beim Verein Vulkanläufer aus eigener Erfahrung nur zu gut. „Man muss Ziele haben, um dran zu bleiben am Training“, sagt Umbach. So reifte bei der Lauftherapeutin, leidenschaftlichen Ausdauersportlerin und Spiritus Rector der Vulkanläufer in den vergangenen Wochen der Plan, in Ellscheid einen Crosslauf zu organisieren. „Das wollte ich eigentlich schon immer machen. Man braucht keine Straßen zu überqueren und ist direkt mitten in der Natur“, erklärt die 68-Jährige. Das Terrain mit Start und Ziel am großzügigen Garten der Laufschule Schritt für Schritt biete sich an. Die Strecken sollen am Naturschutzgebiet Mürmes entlang und über Wanderwege unter anderem am sogenannten Ellscheider Fenster entlang führen - ein Landschaftslauf-Erlebnis, bei dem in der Eifel die ein oder andere Steigung nicht fehlen darf.

Alles natürlich unter Einhaltung der Corona-Vorsichtsmaßnahmen: Teilnahme für Erwachsene nur unter Beachtung der 2Gplus-Regel und nur mit Vorabanmeldung bis  23. Februar (keine Anmeldung vor Ort), keine Siegerehrungen, keine Duschen und Umkleideräume. Alles finde an der frischen Luft statt. Man sei im Kontakt mit den zuständigen Stellen bei der Kreisverwaltung. Dass sich kurzfristig aufgrund der Corona-Entwicklung noch etwas ändern kann, dessen ist man sich bei den Vulkanläufern bewusst. Aber selbst für eine kontaktlose Übergabe der Startnummern habe man eine Idee, erzählt Umbach: Wenn nötig könnte man die Nummern zum Selbstabholen an eine Wäscheleine hängen.

Startgeld wollen die Vulkanläufer sowieso nicht kassieren. Der Ellscheider Crosslauf ist als Charity-Veranstaltung geplant. Jeder kann seinen Obolus in die Spendenbox werfen. Das Geld kommt der Zeltlagergemeinschaft Ahrbrück zugute, die seit 1972 Kinder- und Jugend-Zeltlager organisiert. „Bei denen ist die gesamte Ausrüstung im Wert von 75 000 Euro beim Hochwasser im Juli zerstört worden“, erzählt Umbach.

Etwa 100 Teilnehmer erwartet sie am 26. Februar. „Es wird nicht riesig werden. Aber wenn wir merken, dass doch mehr Läufer kommen, als erwartet, dann kann man den Zeitplan noch entzerren.“ Die Vulkanläufer wollen flexibel bleiben.