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PST-Leichtathleten: Ein Tausender für jede DM

Leichtathletik : Ein Tausender für jede DM

Die Leichtathleten des Post-Sportverein Trier stellen sich für die neue Saison noch breiter auf. Franz-Josef Ott betreut neuen Lauftreff.

(teu) Marc Kowalinski ist mit den Gedanken noch halb in Niedersachsen. Mit achten Plätzen des U-18- und U-20-Junioren-Teams kamen die Läufer des Post-Sportvereins Trier (PST) von den Deutschen Cross-Meisterschaften nach Hause. Mit zehn Sportlern waren PST-Leichtathletik-Abteilungsleiter Günter Heidle und der Lauf-Trainer in Löningen. „Bei so einer DM ist schnell mal ein Tausender weg“, rechnet Heidle vor. Hohe Startgelder, Fahrt- und Übernachtungskosten schlagen zu Buche. Trotz Corona-Einschränkungen im ersten Halbjahr und verschärfter Qualifikationskriterien waren die PST-Leichtathleten 2022 bei sieben nationalen Titelkämpfen dabei. Die Meisterschaften auf Landes- und regionaler Ebene möchte Heidle erst gar nicht aufzählen.

Der Gesamtverein steht hinter dem leistungssportlichen Anspruch der Leichtathleten, erklärt PST-Vizepräsidentin Alexandra Candels. Marc Kowalinski ist jedoch froh, dass die Abteilung mit der Sparkasse Trier neben SWT einen weiteren Unterstützer auf dem Trikot hat. Es gehe nämlich um mehr als DM-Medaillen an die Mosel zu bringen, wie es zuletzt dem U-20-Straßenlaufteam und den Seniorinnen gelungen ist, so der ehemalige Deutsche 1500-Meter-Vizemeister: „Beispielsweise bei der Crosslauf-DM geht es auch darum, das Team zu stärken. Das liegt uns ganz besonders am Herzen. Da ist der vierte und fünfte Mann genauso wichtig, wie der erste.“ Für den Vorstandsvorsitzenden Peter Späth ist auch das ein Argument für das Sparkassen-Engagement: „Es freut uns immer, wenn wir Jugendarbeit unterstützten können.“ Späths Mitarbeiter Carlo Schuff, selbst mehrfacher DM-Medaillengewinner und 1999 Junioren-Sechster der Crosslauf-Europameisterschaften betont: „Das Finanzielle ist das eine, noch wichtiger sind die Menschen, die dahinter stehen.“

In dieser Hinsicht haben sich die PST-Leichtathleten in der Ära nach Trainerlegende Volkhart Rosch (der 2017 verstarb) breit aufgestellt. Kowalinski hat mit Unterstützung von Ex-Sprinter Ralf Sauer alle Hände voll mit den Leistungsläufern zu tun. Bei Sprintern, Springern und Werfern sind die Gruppen stärker nach Alter aufgeteilt. Beispielsweise wechselt Hochsprung- und Mehrkampf-Ass Hannah Schwind nach erfolgreichen Jahren unter Jugendtrainer Jochen Staebel zu Ü-16-Coach Thomas Fusenig. Bei den Unter-14-Jährigen engagieren sich mit Mona Reuter und Luisa Fuchs zwei ehemalige Rheinlandmeisterinnen. Im Kinderbereich sind unter anderem die Deutsche Senioren-Vizemeisterin Melanie Schröter und die junge Hindernisläuferin Lilian Schmidt zusammen mit Tarek Klimperle und Mara Lehn aktiv.

Weitgehend neues Terrain betreten die PST-Leichtathleten laut Heidle mit dem Lauftreff. Franz-Josef Ott, der 16 Jahre lang die Jugendabteilung beim Verein Silvesterlauf Trier aufgebaut hat, betreut diese Übungseinheit. Leistungs- und Freizeitläufer trainieren mit Absicht parallel und wenn es sich ergibt wie beispielsweise bei Koordinations- oder Dehnübungen auch gemeinsam. „Wir wollen, dass gegenseitig Kontakte möglich sind und sich die Gruppen gegenseitig motivieren“, erklärt Kowalinski.

Extra: Deutsche Jugendvizemeisterin Rebecca Bierbrauer wechselt zum PST

Nach Rheinland-Pfalz-Meisterin Sandra Teller (von der DJK Ochtendung) und Philipp Nitsch (von der LG VfL/SSG Bensheim) schließt mit Rebecca Bierbrauer die zuletzt beste Nachwuchslangstrecklerin der Region dem PST an. Die Gymnasiastin, die 2021 Deutsche U-18-Vizemeisterin im Crosslauf war, kommt vom Trierer Nachbarverein Silvesterlauf. Als Triathletin startete Bierbrauer bereits seit Jahren für die PST-Triathlonabteilung Tri Post Trier.